Ihre Wasserpflanzen wachsen schlecht? Algen machen sich breit? Sie haben sich schon oft gefragt, auf was muss ich achten das ich eine schöne Unterwasserlandschaft mit Wuchsfreudigen sattgrünen Pflanzen auch hinbekomme?
Das Team von Garnelio,de möchten Ihnen einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, der leicht verständlich ein wenig Licht ins Dunkel bringt, das Sie von Anfang an wissen auf was Sie achten müssen und lange Freude an Ihren Wasserpflanzen haben.
Bodengrund
Verwenden Sie am besten ein nicht zu grobes Substrat, damit nicht zu viele organische Abfälle in den Bodengrund sinken können. Je nach Bepflanzung empfehlen wir Ihnen einen guten Nährbodendamit die Pflanzen über die Wurzeln mit Nährstoffen versorgt werden. Idealerweise können Sie eine Bodenheizung installieren. Das schwach wärmende Heizkabel das bei der Neueinrichtung in Schleifenform auf die Bodenscheibe Ihres Aquariums ausgelegt und mit den passenden Saugnäpfen fixiert wird. Dadurch erzeugen Sie ein milde Bodenzirkulation, und der gesamte Bodengrund wird ein effektiver Langsamfilter und die Nährstoffe werden zu den Wurzeln transportiert.
Wenn Ihr Aquarium seit einiger Zeit läuft, können Sie Ihren Bodengrund aufwerten und Düngekugeln verwenden, die gezielt in die Nähe der Pflanzenwurzeln in den Bodengrund gedrückt werden.
Die Auswahl der richtigen Pflanzen
Bei der Auswahl sollten Sie sich in Ruhe überlegen wie Ihr Aquarium später aussehen soll.
Soll es in Richtung Naturaquarium gehen, vermeiden Sie zu viele unterschiedliche Pflanzenarten, dadurch wirkt das Aquarium viel zu unruhig.
Sie sollten gerade bei der Neueinrichtung nicht an der Pflanzenmasse sparen, wir empfehlen eine Bepflanzung von ca. 80 % der Bodenfläche. Verwenden Sie nicht zu anspruchsvolle Pflanzen, sondern viele Schnellwachsende Arten, damit Sie von Anfang an die nötige Konkurrenz gegen auftretende Algen haben. Später wenn das Aquarium stabil läuft können Sie den Anteil der Schnellwachser reduzieren, aber ein gewisser Anteil sollte immer vorhanden sein.
Wasser
Verwenden am besten sauberes abgestandenes Leitungswasser mit geeigneter Härte. Wir empfehlen eine weiche bis mittlere Karbonathärte das genügend freies CO2 aufweist. Ist das Wasser zu hart haben viele Pflanzen aus Weichwassergebieten Ihre Probleme, Abhilfe schaffen Sie mit zumischen von Osmosewasser. Ist jedoch das Wasser zu weich können Sie mit Hilfe von Aufhärtsalzen Ihr Leitungswasser aufhärten, Präparate hierzu erhalten Sie bei uns im Shop, dieses können Sie auch verwenden bei ausschließlicher Verwendung von Osmosewasser, wenn Sie dieses nicht mit Leitungswasser verschneiden wollen wenn z.B. zuviel Nitrat, Phosphat darin enthalten ist. Sparen Sie nicht zu sehr am Wasserwechsel, bewährt hat sich im Pflanzenaquarium ein 50%iger Wasserwechsel pro Woche, bei Algenproblemen zwei mal Pro Woche 50-80 %.
Licht
Die von uns empfohlene Lichtmenge richtet sich nach der Art der verwendeten Pflanzen und Höhe des Aquariums. Vermeiden Sie zu hohe Lichtintensitäten, dadurch steigt der Nährstoffverbrauch der Pflanzen stark an und das Aquarium lässt sich viel schwerer händeln. Bei Aquarien mit Standardbeleuchtungen lassen Sie sehr viele Pflanzen zu wachsen bewegen. Moose, Farne und Anubien wachsen unter moderatem Licht viel problemloser als unter starken Licht.
Verwenden Sie Bodendecker wie z.B. Glossostigma elatinoides oder Hemianthus callitrichoides muss schon etwas stärker beleuchtet werden damit auch am Boden die nötige Lichtmenge ankommt, nur mehr als 0,5 Watt/Liter sollte nicht gravierend überschritten werden, dabei spielt auch eine Rolle welches Leuchtmittel und ob ein Reflektor verwendet wird. Bei so genannten Starklichtpflanzen wie viele Pogostemon,Ludwigia und Rotalaarten sollte auch gut beleuchtet werden.
Wenn Sie Ihr Aquarium neu eingerichtet haben beginnen Sie am besten mit ca. 6 Stunden Beleuchtungsdauer, und steigern über 4-6 Wochen bis Sie bei 10-12 Stunden angelangt sind. Dies hat den Hintergrund das gerade am Anfang die Pflanzen nicht ausreichend wachsen, und sonst bei zuviel Licht Algen Ihren Vorteil nutzen wenn genügend Nährstoffe vorhanden sind.
CO2
Der wichtigste Pflanzennährstoff ist das CO2, der normalerweise im Leitungswasser viel zu wenig enthalten ist, und sehr leicht über die Wasseroberfläche entweicht. Durch die Nächtliche Atmung der Pflanzen und die Atmung der Bewohner wird zwar CO2 produziert, dies ist aber im bepflanzten Aquarium nicht ausreichend. Die geringen CO2-Gehalte werden Ihre Pflanzen sehr schnell verbrauchen, im Starklichtaquarium geht dies noch viel schneller. Es gibt mitunter Pflanzen die ohne zusätzliche CO2-Düngung wachsen, dies gilt aber nur für Schwachlichtbecken.
Wir empfehlen Ihnen Ihren Pflanzen zu liebe sich eine CO2-Düngeanlage anzuschaffen damit Sie die den empfohlenen CO2-Gehalt von 20-30 mg/l erreichen.
Geeignete Komplettanlagen finden Sie bei uns im Shop. Wenn Sie sich unsicher sind welche Anlage für Ihr Aquarium ausreicht, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Nährstoffe
Wie Ihre Bewohner wollen natürlich auch Ihre Pflanzen ernährt werden, denn kein Lebewesen diese Erde kann ohne Nahrung leben.
Wir sollten unseren Pflanzen alle Nährstoffe zur Verfügung stellen, damit wir ein zufriedenes Wachstum unserer Pflanzen erreichen.
Zuerst benötigen unsere Pflanzen die so genannten Makronährstoffe die in erster Linie im Leitungswasser ausreichend vorhanden sind.
Dazu zählen • Nitrat • Phosphat • Kalium
Und auch über das Futter eingebracht werden. Zu hohe Gehalte dieser Nährstoffe können Algen im Wachstum begünstigen, und bei zu niedrigen können Ihre Pflanzen ins stocken geraten.
Wir empfehlen Ihnen folgende Nährstofffenster anzustreben:
Dann benötigen Ihre Pflanzen die so genannten Mikronährstoffe die über einen Volldünger / Düngesystem eingebracht werden.
Verwenden Sie den Volldünger stets nach Anleitung wobei Sie am besten mit der halben Dosierung beginnen sollten. Ob die Menge genügt überprüft man mit einem Eisentest, wobei der anzustrebende Wert 0,1mg/l Eisen in den meisten Fällen ausreicht.
Sollten Ihre Pflanzen Mangelerscheinungen wie z.B. die Eisenchlorose (Eisenmangel) aufweisen dauert es ein paar Tage bis zu zwei Wochen bis Sie eine Besserung sehen. Machen Sie bitte nicht den Fehler und dosieren schon nach zwei Tagen den Voll- oder Eisendünger nach, sondern warten erst ab. Denn mit einer Überdüngung können Sie auch Ihren Pflanzen schaden und Algen auslösen.