Brandfleckenkrankheit oder Rostfleckenkrankheit bei Garnelen, Krebsen und Krabben

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Auf einmal bemerkt man auf dem Panzer einer Garnele einen braunen Fleck, der vorher nicht da war, beim Krebs im Aquarium sieht eine Stelle am Carapax merkwürdig vertieft aus und auch hier wird das Panzergewebe rostbraun, und bei der Krabbe im Terrarium macht sich auf der Schere ein rotbrauner Fleck breit, der aussieht wie eingesunken - umgangssprachlich redet man bei solchen Phänomenen von der Rostfleckenkrankheit oder der Brandfleckenkrankheit, weil diese rotbraunen bis schwarzen Stellen eben aussehen, als wären sie verbrannt oder verrostet.

Bild von: Chris Lukhaup
 

Bei welchen Tieren tritt die Rostfleckenkrankheit auf?

Die Brandfleckenkrankheit, auch Rostfleckenkrankheit genannt, kann bei allen panzertragenden Zehnfußkrebsen, also auch bei unseren Garnelen, Flusskrebsen, Zwergkrebsen und Krabben im Aquarium, Aquaterrarium und Terrarium auftreten.

Bild von: Chris Lukhaup
 

Was ist die Rostfleckenkrankheit nun genau?

Eigentlich handelt es sich bei den Rostflecken oder Brandflecken nicht um eine tatsächliche Krankheit, sondern im Prinzip um eine Abwehrreaktion des Immunsystems der Garnele, des Krebses oder der Krabbe. Wird der Panzer entweder durch eine mechanische Einwirkung oder durch Keime verletzt, lagert der Krebs zur Keimabwehr einen braunschwarzen Farbstoff ein: Melanin. Durch Melanin wird das Keimwachstum gehemmt. So wird das von Bakterien oder Pilzen angegriffene oder verletzte Gewebe vom gesunden getrennt, damit die Keime nicht weiter vordringen können. Auch zum Beispiel bei abgetrennten Gliedmaßen bei einer Häutung oder nach einem Kampf kann man gerade bei größeren Krebsen und Krabben gut beobachten, dass die Bruchstelle mit der Zeit etwas bräunlich wird.

Bild von: Chris Lukhaup

 

Wie sehen die Rostflecken aus?

Die Stellen, die von der Rostfleckenkrankheit oder Brandfleckenkrankheit betroffen sind, sind durch die Einlagerung von Melanin orange, braun oder auch fast schwarz. Der Rand der betroffenen Areale ist oft rötlich bis orange. Das liegt daran, dass hier die Vorstufen des Melanins im Gewebe vorhanden sind, die eben diese rötliche Färbung haben. Ist das Gewebe mit Chitin auflösenden Bakterien infiziert und ist die Infektion schon weiter fortgeschritten, können die Stellen auch leicht bis stark eingesunken sein, in schlimmen Fällen kann auch ein kleines oder sogar größeres Loch im Panzer des betroffenen Krebses sichtbar sein. Auch die Größe der Flecken variiert - von wenigen Millimetern bis zu ungefähr einem Zentimeter können die Flecken groß werden. Dabei ist natürlich auch immer die Größe des befallenen Tieres ausschlaggebend - während bei einer Garnele ein ein Zentimeter großer Rostfleck schon sehr viel ist, sodass die Erkrankung dann schon lebensbedrohlich werden kann, ist bei einem großen Flusskrebs oder einer großen Krabbe ein Fleck derselben Größe noch nicht ganz so gefährlich.

 

Bild von: Chris Lukhaup

 

Erreger, die die Rostfleckenkrankheit hervorrufen können

Meistens handelt es sich bei den Erregern, die für die rötlichen bis fast schwarzen Stellen verantwortlich sind, um eine Mischung verschiedener Keime. Typischerweise liegt häufig eine Infektion mit Chitin auflösenden Bakterien vor, auf die sich dann auch noch Pilze setzen. Die Erreger nutzen kleinste Verletzungen des Garnelenpanzers oder Krebspanzers, in denen sie sich einnisten und dann das Gewebe schädigen. Sehr oft sind die Erreger der Brandfleckenkrankheit oder Rostfleckenkrankheit im Aquarium immer vorhanden, sie setzen sich sehr häufig auch nur auf Tiere, die entweder durch ungünstige Umweltbedingungen wie unpassende Wasserwerte oder eine hohe organische Belastung, durch Verletzungen oder durch Stress geschwächt sind, es handelt sich also oft um eine Sekundärinfektion.

Verlauf der Rostfleckenkrankheit

Es gibt subakute Verläufe, bei denen die Rostflecken nicht schnell größer werden und auch nicht tiefer. In dem Fall hat der Abkapselungsmechanismus gut funktioniert, und nach der nächsten Häutung ist die vormals erkrankte Stelle wieder so, wie sie sein soll. Damit hat sich die Krankheit für den betroffenen Krebs, die Krabbe oder die Garnele dann auch erledigt. Zum Glück ist dies sehr häufig der Fall.

Bild von: Chris Lukhaup

 

Akuter Krankheitsverlauf

Leider kann es jedoch auch vorkommen, dass die Keime so aggressiv sind, dass die Abkapselung durch Melanisierung nicht funktioniert und dass die Infektion auf weiteres Gewebe übergreift. Werden die Organe befallen, weil die Keime in das Körperinnere gelangen, ist der Krebs, die Garnele oder die Krabbe nicht mehr zu retten. Ist die Infektion schon tief ins Gewebe eingedrungen, wird eine Heilung sehr schwierig.

Ursachen auf die Spur kommen

Tauchen im Aquarium öfter Tiere mit Rostflecken oder Brandflecken auf, müssen Sie sich als Halter die Frage nach der Ursache gefallen lassen. Sitzen die Tiere in passendem Wasser? Ist die Wasserhärte für die gepflegte Garnelenart in Ordnung? Ist es möglich, dass im Wasser ein hoher Nitratwert vorliegt oder dass das Wasser anderweitig organisch stark belastet ist? Wird gut und ausgewogen gefüttert? Haben die Tiere Stress, weil sie zum Beispiel mit Fischen vergesellschaftet sind, die ihnen nachstellen?

 

Bild von: Chris Lukhaup

 

Rostfleckenkrankheit oder Brandfleckenkrankheit behandeln

Eine nachhaltige Verbesserung der Haltungsbedingungen wie regelmäßiger Wasserwechsel mit angepasstem Wasser, eine ausgewogene, den Bedürfnissen der Garnelen, Krebse oder Krabben angepasste Fütterung und eine Vermeidung von Stress wird hier mit Sicherheit den Durchbruch bringen.

Huminstoffe unterstützen und helfen

In der Garnelenhaltung und Krebshaltung hat sich sowohl zur Prävention wie auch zur Behandlung der Rostfleckenkrankheit oder Brandfleckenkrankheit im Aquarium die Zugabe von Huminstoffen und Gerbstoffen wie zum Beispiel Crusta Humin Liquid von NatureHolic bewährt. Diese Stoffe haben einen sehr positiven Effekt auf die Schleimhaut und den Panzer bei Krebsen, Garnelen  und aquatilen Krabben, und sie wirken auch gegen Bakterien und Pilze.

Auch mit Naturmitteln wie Seemandelbaumrinde, Seemandelbaumblättern, Erlenzapfen oder Zimtstangen kann man die Tiere gut unterstützen und einem Ausbruch der Brandfleckenkrankheit oder Rostfleckenkrankheit sogar entgegenwirken.



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