Harnischwelse - perfekte Partner für Garnelen

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Die friedlichen, vorwiegend Aufwuchs fressenden Harnischwelse gehören zur Familie der Loricariidae und stammen aus Mittelamerika und Südamerika. Diese ausgesprochen artenreiche Welsfamilie umfasst hunderte von Arten. Diese Welse werden auch als L-Welse (von Loricariidae) bezeichnet, und die einzelnen Arten werden mit den sogenannten L-Nummern / LDA-Nummern bezeichnet.

 

Biotop Gewässergrund

Harnischwelse sind Bodenfische. Sie besitzen zwar eine Schwimmblase, diese ist jedoch stark verkümmert und kommt ihrer ursprünglichen Funktion nicht mehr vollkommen nach - Harnischwelse können also nicht im Wasser "schweben" wie andere Aquarienfische, sie sinken zu Boden. Schwimmen erfolgt bei ihnen immer durch Kraft. Häufig kann man beobachten, wie sie sich mit ihrem Saugmaul an der Aquarienscheibe oder an Wurzeln anheften und "abhängen".

Aussehen

Ihr Name kommt von den Knochenplatten, mit denen ihr Körper geschützt ist wie ein Ritter durch seinen Harnisch. Manche Arten haben selbst einen gepanzerten Bauch. Ihr Maul ist zu einem Saugmaul umgebildet, mit dem sie einerseits Algenbeläge, Aufwuchs und Biofilme von harten Substraten wie Steinen und Wurzeln abraspeln und mit dem sie sich andererseits gut festhalten können. Viele Harnischwelse leben am Boden stark strömender Gewässer und brauchen diese Festhaltemöglichkeit, um nicht von der Strömung davongewirbelt zu werden. Ums Maul herum befinden sich tentakelähnliche Barteln, die als Tastorgane dienen und dem Wels bei der Orientierung helfen.


Aktivität: eher nicht am hellichten Tag

Die meisten häufig im Aquarium gepflegten Harnischwelse sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie sollten daher auch eher abends nach Ende der Beleuchtungszeit gefüttert werden, damit ihnen die anderen Fische ihre Nahrung nicht streitig machen.

 

Was fressen Harnischwelse?

Die meisten Harnischwelse sind Allesfresser. Neben Pflanzenresten (und je nach Art auch lebenden Wasserpflanzen) und Algen fressen sie proteinreiche Biofilme und oft auch Aas. Sogar zu Boden sinkendes Lebendfutter wie Enchyträen, Grindal oder Rote Mückenlarven wird sehr gern angenommen. Spezielles Welsfutter trägt den Besonderheiten dieser Fische Rechnung: Es sinkt schnell und liegt in einer Form vor (Tabs, Wafers, Cookies, Pellets, ...), die den Fischen ihre arttypische raspelnde Fressweise erlaubt. Harnischwelse sind keine Räuber und können daher super mit Garnelen zusammen gehalten werden.

Viele Harnischwelse sind auf Holzfasern angewiesen, die reich an Ballaststoffen sind und dadurch ihre Verdauung in Schwung halten. Ein Aquarium mit Harnischwelsen sollte daher immer echte Holzwurzeln aus möglichst weichem Holz beinhalten. Moorwurzeln oder Moorkienholz ist dabei eine sehr gute Wahl.

Im Aquarium kümmern sich die meisten Harnischwelse effektiv um alle möglichen Algenfilme und jungen Algenaufwuchs. Sie halten die Dekoration und auch die Scheiben recht zuverlässig sauber.

 

Einrichtung eines Aquariums für Harnischwelse

Neben Holzwurzeln sollte das Aquarium auch ausreichend Höhlen und Versteckplätze aufweisen. Versteckplätze lassen sich zum Beispiel toll aus Schieferplatten selbst bauen, aber man kann hier auch viele fertige Lösungen kaufen. Sehr schön sind Welshöhlen aus Ton, die von der Größe her so gewählt werden, dass der Wels knapp hineinpasst. Die meisten Harnischwelse mögen es recht eng in ihren Verstecken. Das Aquarium kann bepflanzt werden, auch wenn manche Arten durchaus auch an lebenden, gesunden Aquarienpflanzen raspeln. Bitte beachten Sie hierzu die beschreibenden Texte!


Wasserqualität im Aquarium mit Harnischwelsen

Strömungsliebende Arten sollten definitiv sauberes und sauerstoffreiches Wasser im Aquarium haben - mit einem Sprudelstein, einer zusätzlichen Strömungspumpe und einem Oxidator kann man hier sehr viel erreichen.
Die verschiedenen Arten haben je nach Herkunft unterschiedliche Ansprüche ans Wasser und können je nachdem gut mit Neocaridina oder mit Weichwassergarnelen vergesellschaftet werden.


Vergesellschaftung von Harnischwelsen

Die friedlichen Harnischwelse sind sehr beliebte Aquarienfische. Sehr viele Arten von ihnen lassen sich mit allen möglichen anderen Aquarienbewohnern vergesellschaften: mit Fischen, mit Zwerggarnelen und Fächergarnelen und mit Schnecken. Insbesondere die strömungsliebenden Arten der Harnischwelse passen sehr gut in ein Bachaquarium mit guter Strömung, in dem sich auch Fächergarnelen sehr wohl fühlen - in der Natur bewohnen sie ganz ähnliche Habitate wie die Welse. Harnischwelse sind recht sozial und sollten daher nicht alleine gehalten werden.

Mit Krebsen und mit aquatilen Krabben kann es im Aquarium mit Harnischwelsen zu Problemen kommen, da diese Welse Höhlen bewohnen. Es kann zu Streitigkeiten kommen, wenn der Wels dasselbe Versteck beansprucht wie der Krebs oder die Krabbe, und es ist nicht auszuschließen, dass der Kneifer in die eine oder andere Flosse zwickt und diese dadurch beschädigt.


Einzelvorstellungen verschiedener Arten, die besonders gut mit Garnelen zu halten sind

 

Gebirgsbachwels (Chaetostoma thomasi) - L146 (kaufen)

Wird bis 10 cm groß. Hellbraun bis sandfarben gefärbt, hat oft dunklere unregelmäßige Linien oder Flecken. Empfohlene Gruppengröße: ab 4 Tiere. Für Aquarien ab einer Kantenlänge von 80 cm, mit weichem bis mittelhartem Wasser. Temperatur 20-26 °C.
Strömungsliebend: ja
Frisst Pflanzen an: eher nein


Antennenwels (Ancistrus sp.) - L144 (kaufen)

Der Klassiker im Aquarium: der Scheibenputzer. Wird bis 14 cm lang. Dunkelbraun mit hellerem Punktmuster auf dem Körper und helleren Streifen in den Flossen. Männchen mit geweihartigen Tentakeln auf dem Kopf.
Empfohlene Gruppengröße: Ab 2 (gleichgeschlechtlichen) Tieren. Vermehrt sich stark. Für Aquarien ab einer Kantenlänge von 80 cm, mit weichem bis hartem Wasser. Temperatur 20-28 °C.
Strömungsliebend: nein
Frisst Pflanzen an: ja, insbesondere Echinodorus

 

Antennenwels (Ancistrus sp. "Gold", Ancistrus sp. "Albino") - L144 (kaufen)

Die albinotische oder leuzistische Form des Antennenwelses hat einen goldfarbenen bis sehr hell orangefarbenen Körper und rote (Albinos) beziehungsweise schwarze (leuzistisch) Augen.

 

Ohrgitterharnischwels (Otocinclus sp.) - LDA26 (kaufen)

Einer der kleinsten Harnischwelse in der Aquaristik ist der kleine Algenfresser Otocinclus sp. Mit nur 4-5 cm bleiben sie sehr klein. Typischerweise sind sie oben dunkel gefärbt, während die Bauchseite hell ist. Ein schwarzer Streifen teilt die Farbzonen längs entlang des Körpers. Empfohlene Gruppengröße: ab 10 Tiere. Für Aquarien mit einer Kantenlänge ab 60 cm, für weiches bis hartes Wasser. Temperatur 23-27 °C.
Strömungsliebend: nein
Frisst Pflanzen an: nein

 

Amazonas-Schnabelwels, Nadelwels (Farlowella acus) (kaufen)

Bis 20 cm lang, extrem schlank, sonderbare Körperform. Oft hellbraun mit dunkleren Flecken und Streifen, sehr lange dünne Schnauze. Empfohlene Gruppengröße: 5 Tiere. Für Aquarien mit einer Kantenlänge ab 80 cm, für weiches bis mittelhartes Wasser. Temperatur 23-28 °C.
Strömungsliebend: ja
Frisst Pflanzen an: nein 

Zebra Harnischwels (Hypancistrus zebra) - L46 (kaufen)

Bis 11 cm lang. Schwarz-weiß gestreift, gilt als einer der schönsten L-Welse. Empfohlene Gruppengröße: 5-10 Tiere. Für Aquarien mit einer Kantenlänge ab 80 cm, für weiches bis mittelhartes Wasser. Temperatur 25-30 °C.
Strömungsliebend: nein
Frisst Pflanzen an: nein

 

Schilderwels (Hypostomus plecostomus (Handelsname), eigentlicher Name: Liposarcus pardalis) - L21 (kaufen)

Bis 40 cm lang. Schildartige Schuppenplatten, Farbe hell-dunkel gemustert. Empfohlene Gruppengröße: ab 2 Tiere. Für Aquarien mit einer Kantenlänge ab 200 cm, für weiches bis hartes Wasser. Temperatur 23-28 °C.
Strömungsliebend: nein
Frisst Pflanzen an: eventuell werden Echinodorus angeraspelt

 

Hexenwels (Rineloricaria fallax) (kaufen)

Bis 12 cm lang. Bizarr geformter Fisch mit langem Hinterkörper. Farbe hellbraun mit unregelmäßigem dunklem Muster. Empfohlene Gruppengröße: ab 2-5 Tiere. Für Aquarien mit einer Kantenlänge ab 80 cm, für weiches bis hartes Wasser. Temperatur 25-30 °C.
Strömungsliebend: ja
Frisst Pflanzen an: nein

 


Roter Hexenwels (Rineloricaria fallax "Red")

Die rote Farbform des Hexenwelses


Maulbrütender Hexenwels, Simillima-Hexenwels (Loricaria simillima) (kaufen)

Bis 25 cm lang. Einer der wenigen maulbrütenden Welse in der Aquaristik. Grau bis dunkelbraun gefärbt, eventuell auch hell-dunkel marmoriert. Typisch ist das stark fransige Maul. Empfohlene Gruppengröße: ab 4 Tiere. Für Aquarien mit einer Kantenlänge ab 120 cm, für weiches bis mittelhartes Wasser. Temperatur 25-28 °C.
Strömungsliebend: ja
Frisst Pflanzen an: ja

 

Engelsharnischwels (Hypancistrus sp.) - L28 (kaufen)

Bis 12 cm lang. Viele weiße Punkte auf dunklem Grund. Empfohlene Gruppengröße: ab 3-5 Tiere. Für Aquarien mit einer Kantenlänge ab 100 cm, für weiches bis mittelhartes Wasser. Temperatur 25-30 °C.
Strömungsliebend: ja
Frisst Pflanzen an: Jungtiere ja

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