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Kupfervergiftungen im Zierfischaquarium

Inhaltsverzeichnis

Woher kommen Vergiftungen?

Krankheiten tauchen im Aquarium stellenweise schneller auf, als einem lieb ist. Neben bakteriellen Infektionen spielen aber auch andere Parameter eine Rolle, die meist gar nicht so offensichtlich sind. Vergiftungen sind gar nicht so selten und die Ursachenforschung kann sich durchaus etwas kompliziert gestalten. Vor allem, wenn man „alles wie immer“ gemacht hat und möglicherweise außer Acht gelassen hat, dass das Leitungswasser- je nach Jahreszeit- beispielsweise auf andere Art und Weise durch die Versorgungswerke „desinfiziert“ wurde.

Aber auch die anfallenden Abbaustoffe im Becken selbst können zu Vergiftungen führen. Gelöste Nährstoffdepots im Bodengrund, die durch Arbeiten im Aquarium aufgewühlt wurden, können ebenso zur Gefahr werden. Besonders Wirbellose wie Garnelen reagieren bei Vorhandensein von Kupfer im Aquarium sehr schnell und sterben unerklärlicherweise, aber auch Zierfische kommen mit Kupfer nicht gut zurecht, wobei sie allerdings höhere Dosierungen wegstecken können.

 

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Welche Ursachen gibt es?

Zwar reichert sich Kupfer nicht auf natürliche Weise im Aquarium an, kann aber durchaus auf verschiedene Wege ins Wasser geraten. Hauptauslöser sind vor allem das Leitungswasser, aber auch verschiedene Fischmedikamente oder Algizide. Auch Pflanzendünger beinhalten Kupfer, allerdings ist die Dosierung bei aquarientauglichen Düngemitteln so gering, dass diese deinen Tieren nichts anhaben können, sie benötigen sehr geringe Mengen sogar. Wie du siehst, macht auch hier die Dosis das Gift.

Vor allem, wenn du Zwerggarnelen, Krebse oder ein Riffaquarium dein Eigen nennst, solltest du den Kupfergehalt gut im Auge behalten und gegebenenfalls mit einem Wassertest nachmessen, denn Kupfer kannst du weder riechen noch sehen. Wenn sich deine Tiere auffällig und seltsam verhalten oder ad hoc sterben, solltest du rasch handeln.

 

Wie äußert sich eine Kupfervergiftung?

Vergiftungen, gleich welcher Art, ähneln sich in ihren Symptomen. Am auffälligsten ist wohl die Luftnot, weswegen deine Fische anfangen, hektisch mit offenem Maul über die Wasseroberfläche zu schießen oder aber sich geradezu teilnahmslos verhalten. Auch Garnelen beginnen oft scheinbar unkontrolliert durch das Aquarium zu springen. Ganz so einfach ist es nicht, nur mit diesen Anzeichen direkt von einer Vergiftung mit Kupfer auszugehen, weswegen du darauf gezielt testen solltest, wenn du alle anderen Faktoren ausschließen konntest. Teste vor allem aber auch dein Wechselwasser.

Wenn du diese Zeichen an deinen Tieren entdeckst, solltest du dich auf Ursachenforschung begeben. Als Erste Hilfe Maßnahme kann ein Wasserwechsel bereits hilfreich sein. Schließe aber vorher aus, dass dein Wechselwasser der Auslöser war und benutze notfalls übergangsweise destilliertes Wasser, das du in nahezu jedem Supermarkt bekommst.

 

Kupfervergiftung vermeiden

Kupfer löst sich vor allem aus neu installierten Wasserrohren aber auch, wenn es Durchlauferhitzer passiert, verhältnismäßig einfach. Daher solltest du nicht nur deine Aquarienwerte immer checken, sondern auch den Ursprung deines Wassers, denn meist liegt hier „der Hund begraben“. Wenn du Leitungswasser verwendest, lasse es am besten einfach ein paar Minuten laufen, ehe du es verwendest.

Alternativ kannst du dein Wechselwasser auch mit Regenwasser oder Osmosewasser herstellen und dieses mit einem Mineralsalz wiederaufbereiten. Auch entsprechende Wasseraufbereiter unterstützen dich dabei, dein Wasser fischsicher zu machen und entfernen neben Kupfer auch Chlor und andere schädliche Stoffe, die dem Leitungswasser zugesetzt werden.

Fischmedikamente beinhalten manchmal ebenfalls Kupfer- denn dieses kann bei diversen Krankheiten durchaus hilfreich sein. Allerdings solltest du nach der Medikamentenkur dein Aquarienwasser gründlich wieder aufbereiten, dazu kannst du unter anderem Aktivkohle verwenden. Beachte aber, dass solche Medikamente bei einigen Fischarten tödlich wirkt, gerade Störe, Welse oder Wirbellose reagieren letal. Lese die Packungsbeilage daher genau durch und suche gegebenenfalls nach einer alternativen Behandlung oder setzte die entsprechenden Tiere für die Behandlungsdauer in ein anderes Aquarium.

 

Unser Fazit

Auch wenn eine Kupfervergiftung nicht mehr wirklich oft vorkommt, kann sie durchaus zum Problem werden und wird nicht immer als erster Auslöser in Betracht gezogen. Erfahrungen zufolge können bereits einige wenige Münzen im Aquarium zu einem unerklärlichen Fischsterben führen, auch das abgelöste Plastik eines Strömungspumpenmagneten (vor allem im Korallenaquarium) hat schon dazu geführt. Wie du siehst sind die Ursachen manchmal schwierig herauszufinden, weswegen du durchaus manchmal auch „um die Ecke“ denken musst. Wir stehen dir aber gerne zur Verfügung, wenn du Unterstützung bei der Ursachenforschung benötigst.


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