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Panzerwelse der Gattung Corydoras

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Die hochrückigen, meist kontrastreich und detailliert mit feinen Mustern gezeichneten Panzerwelse aus der Gattung Corydoras sind schon lange in der Aquaristik präsent, und sie sind beliebte Aquarienfische. Hin und wieder werden sie liebevoll als Corys bezeichnet. Die Gattung Corydoras kommt aus Südamerika, wo die Fische je nach Art an unterschiedlichen Orten vorkommen. In der Regel leben Panzerwelse jedoch in mehr oder weniger stark strömenden Flüssen mit eher weichem und eher warmem (22-30 °C) Wasser in der Amazonas-Region und in angrenzenden Gebieten.

Welcher Bodengrund für Panzerwelse? (hier zum Shop)

Als Bodenfische halten sich Panzerwelse vorwiegend in den unteren Aquarienregionen auf - mit Ausnahme der Zwergpanzerwelse Corydoras hastatus und Corydoras pygmaeus, die eher in der mittleren Zone schwimmen. Oft hört man, dass sich Panzerwelse die typischen um das Maul sitzenden Anhängsel, die sogenannten Barteln, an steinigem Bodengrund verletzen können - jedoch wurde nachgewiesen, dass sie auch in der Natur durchaus auf steinigem Boden vorkommen können und dort intakte Barteln haben - von daher dürften Beschädigungen der Barteln bei Corys im Aquarium eher auf ein bakterielles Problem hindeuten. Davon ab hat sich der Panzerwels jedoch darauf spezialisiert, Sand nach Nahrung durchzukauen und darin regelrecht zu gründeln. Eine Gruppe Panzerwelse, die bis über die Augen im feinen Sand steckt, ihn über das Maul aufnimmt und über die Kiemen wieder "ausspuckt", ist einfach sehenswert, und schon von daher sollte man den Tieren wenigstens eine Stelle im Aquarium anbieten, an der sie ihr natürliches Verhalten ausleben können.

Besonderheit bei der Atmung

Oft kann man beobachten, dass ein Panzerwels sehr schnell und auch recht plötzlich zur Aquarienoberfläche hoch schwimmt - das ist jedoch kein Zeichen für ein Problem, sondern vielmehr natürliches Verhalten. Panzerwelse sind Darmatmer und müssen ab und zu zum Luftholen an die Wasseroberfläche. Neben der Sauerstoffaufnahme durch die Kiemen (die bei den Corys natürlich ebenfalls stattfindet) schlucken die Tiere dabei Luft. Sie sind in der Lage, den Sauerstoff aus der verschluckten Luft über den Darm aufzunehmen. Durch diese Anpassung können Corydoras in der Natur auch in Gewässern überleben, die sauerstoffarm werden, zum Beispiel bei großer Hitze oder wenn die Gewässer teilweise austrocknen.

Panzerwelse sind soziale Wesen

Panzerwelse sind gesellige Gruppenfische (die Bezeichnung Schwarmfisch trifft auf die meisten Süßwasserfische ja nicht zu, weil diese sich überwiegend in lockeren Gruppen aufhalten und nicht in dichten Schwärmen) und brauchen die Sicherheit, die ihnen nur Artgenossen bieten können. Eine Mindestgruppengröße ist 5, besser sind mehr Tiere. Eine Gruppe von 15-20 Panzerwelse in einem entsprechend großen Aquarium ist faszinierend zu beobachten, weil die Tiere dann ohne Scheu agieren und sehr lebhaft sind. Das Verhalten in der Gruppe ist absolut interessant zu beobachten und macht richtig Spaß. Alleine gehaltene Corys verkümmern und zeigen nicht mehr ihr natürliches Verhalten! Bei guter Haltung können Panzerwelse in der Regel und je nach Art recht alt werden, 5-10 Jahre sind keine Seltenheit.

Aquariengröße und Einrichtung (hier zum Shop)

Je nach Größe und Lebhaftigkeit können Panzerwelse schon in recht kleinen Aquarien von 54-80 Litern gehalten werden, jedoch ist eine größere Grundfläche besser und man kann dann auch die Interaktionen in der Gruppe deutlich besser beobachten. Viele Versteckmöglichkeiten und eine gute Struktur durch Steine und Wurzeln sowie Pflanzen sind von Vorteil und geben den hübschen Aquarienfischen noch mehr Sicherheit. Dabei sollte man aber auf jeden Fall unbedingt auf genügend freie Bodenfläche achten und bei der Einrichtung des Aquariums bedenken, dass Panzerwelse gerne in feinem Bodengrund wühlen und hier Sandflächen auch entsprechend "in Unordnung" bringen können - ein aufs letzte Detail getrimmtes Aquascape ist eventuell nicht die richtige Umgebung für Corys. Aufgewühlter Mulm sollte im Rahmen des regelmäßigen Wasserwechsels einfach abgesaugt werden. Insgesamt lässt sich sagen, dass Panzerwelse sehr effektiv verhindern, dass sich der Sand verdichtet, und so zur Gesundheit der Pflanzen im Aquarium perfekt beitragen.

Futter

Panzerwelse sind Allesfresser mit einer deutlichen Vorliebe für Futter aus tierischen Quellen. Sinkendes Lebendfutter wie zum Beispiel Würmer sind ein klassisches Futter, Grindal, Tubifex oder Glanzwürmer werden sehr gerne gefressen. Bei einer Tubifex-Plage im Aquarium sind (bei entsprechender Aquariengröße) Panzerwelse in der Regel die Lösung für das Problem. Auch Frostfutter wird sehr gerne genommen. Daneben kümmern sich Panzerwelse auch um die Reste im Aquarium, sie futtern Pflanzenreste sowie in geringerem Maße auch Algen. Ein spezielles Futter für Panzerwelse (Futtertabletten oder Cookies) eignet sich sehr gut, sie fressen aber auch herkömmliches Flockenfutter oder Granulatfutter für Aquarienfische im Gesellschaftsaquarium.

Vergesellschaftung

Panzerwelse sind sehr friedliche Fische, sowohl untereinander als auch mit anderen Aquarienfischen gibt es hier keine Streitereien. Am besten eignet sich als Beibesatz eine Gruppe kleinerer Salmler, Lebendgebärender, kleinere Cichliden aus Südamerika oder auch Bärblinge, die von den Wasserwerten her ähnliche Ansprüche haben. Auch Harnischwelse sind ein geeigneter Fisch zur Vergesellschaftung. Wirbellose wie ausgewachsene Garnelen oder Schnecken werden absolut in Ruhe gelassen, auch jagen Corys nicht aktiv Junggarnelen. Eventuell ist es jedoch möglich, dass eine sehr unvorsichtige Junggarnele gefressen wird, die dem Panzerwelse praktisch direkt ins Maul spaziert - dieses Risiko ist jedoch wirklich gering. Krebse jedoch besiedeln nicht nur dieselbe Region im Aquarium, sondern besetzen auch dieselben Verstecke wie zum Beispiel Höhlen - hier kann es zu Streitigkeiten kommen, während denen auch ein Zwergkrebs die empfindlichen Flossen verletzen kann. Größere Krebse können die Panzerwelse dann sogar gleich ganz fangen und fressen. Auch mit Krabben bestehen diese Probleme, daher sollte man hier von einer Vergesellschaftung absehen.

Die Zucht von Panzerwelsen

Die Nachzucht von Panzerwelsen ist im Aquarium mehr oder weniger problemlos möglich.  Im Gesellschaftsbecken ist jedoch meistens nicht mehr als eine Zufallsnachzucht drin, weil die Panzerwelslarven von den Mitbewohnern gefressen werden können. Die Unterscheidung der Geschlechter ist etwas knifflig, aber anhand des Körperbaus möglich. Die Männchen bleiben etwas kleiner und auch etwas weniger bullig als die Weibchen.

Für eine erfolgreiche Zucht sollte man ein Zuchtpaar oder zwei bis drei Männchen und zwei bis drei Weibchen in einem Zuchtaquarium ansetzen. Hier eignet sich ein eingefahrenes 54-Liter Aquarium mit einer dünnen Schicht Bodengrund, ein paar Pflanzen, etwas Moos und Wurzeln, an denen die Eier abgelegt werden können. Ein paar Turmdeckelschnecken fressen Futterreste und halten den Boden sauber. Insbesondere am Moos siedeln sich Mikroorganismen an, die den Panzerwels Babys als Erstfutter dienen.

Die Elternfische werden mit reichhaltigem Lebendfutter wie Grindal, Glanzwürmern und schwarzen Mückenlarven oder alternativ mit hochwertigem, eventuell angereichertem Frostfutter gefüttert. Das kurbelt die Laichbereitschaft an. Ausgelöst wird die Balz und Paarung mit mehreren relativ großen Wasserwechseln mit kühlerem, weichem Wasser im Abstand von ein paar Tagen, die die Regenzeit simulieren. In der Regenzeit wird viel Futter in die Flüsse im Amazonasgebiet gespült, und daher fällt auch die Paarungszeit der Panzerwelse in diese Saison. Besonders empfindliche Arten benötigen nach einigen Zuchtberichten im Netz neben diesem Wasserwechsel auch einen Luftdruckabfall als Auslöser, hier sollte man also gegebenenfalls tatsächlich den Wasserwechsel nach dem Wetter ausrichten.

Kurz vor dem Ablaichen treiben die Männchen die Weibchen sehr stark. Das kann sehr wild aussehen, aber keine Bange! Wenn sich die Paare annähern, schwimmen sie Kopf an Kopf. Bei der eigentlichen Paarung nehmen die meisten Panzerwelse eine T-Stellung ein. Das Männchen legt sich dabei quer vor das Weibchen und klemmt sein Maul mit den Bauchflossen fest. Die Weibchen pressen ihren Laich aus und halten ihn mit den Bauchflossen fest, während die Männchen die Eier befruchten. Dann kleben die Weibchen ihre sehr stark haftenden Eier einzeln an Oberflächen fest: den Scheiben, Wurzeln, Pflanzenblättern, Steinen ... Meist haben die Gelege nach und nach über 100 Eier. Nach dem Ablaichen müssen die adulten Fische aus dem Zuchtbecken genommen werden, da sie zum einen den Laich und zum anderen die geschlüpften Jungfische fressen würden.
Alternativ kann man auch im Gesellschaftsbecken gefundenen Laich von Panzerwelsen herausnehmen und in ein Aufzuchtbecken geben.

Nach einigen Tagen schlüpfen die kleinen Panzerwels Larven. Zunächst ernähren sie sich noch von ihrem Dottersack und dann von Kleinstorganismen im Mulm. Als Erstfutter eignen sich Infusorien, aufgezogen werden die kleinen Panzerwelse dann mit frisch geschlüpften Artemia Nauplien, Mikrowürmern, Cyclops und ähnlich feinem Lebendfutter. Auch Staubfutter kann gegeben werden.

Beliebte Panzerwelsarten fürs Aquarium

Corydoras pygmaeus - Zwergpanzerwels

Silbergrauer Körper mit zwei schwarzen Längsstreifen und Marmormuster auf dem Rücken. Wird ca. 3 cm lang.

Der Zwergpanzerwels schwimmt häufig im Schwarm und lebt nicht so sehr bodengebunden wie andere Panzerwelse.

Ab 54 Liter.

Corydoras hastatus - Sichelfleck-Panzerwels

Silbergrauer bis dunkelgrauer Körper mit sehr feinem schwarzem Längsband, das sich an der Schwanzwurzel zu einem schwarzem sichelförmigem Fleck mit weißem Saum verbreitert. Wird ca. 3 cm lang.

Der Sichelfleck-Panzerwels schwimmt viel im Freiwasser und ist nicht so stark bodenorientiert wie andere Corys.

Ab 54 Liter.

Corydoras julii - Julipanzerwels, Leopardpanzerwels

Silbrig glänzender, silberbrauner, silberblauer oder silbergrüner Körper mit mittigem schwarzem Längsband aus Punkten, netzartige und gerade Linien und Punkte auf dem Körper. Rückenflosse mit flächiger schwarzer Spitze, Schwanzflosse schwarz quer gestreift, wobei sich diese Streifen in Punkte auflösen können. Körperlänge 6 cm.


Der Leopardpanzerwels ist ein sehr geselliger, einfach zu pflegender Panzerwels.

Ab 80 Liter.

Corydoras Sterbai - Rotflossenpanzerwels, Sterbas Panzerwels, Orangeflossenpanzerwels

Körper dunkel mit silbrigem Punkt- und Streifenmuster, Brustflossen orangegelb bis rötlich, Schwanzflosse und Rückenflosse quer dunkel gestreift. Körperlänge bis 7 cm.
Einer der schönsten Panzerwelse in der Aquaristik, mit feinen Farbkontrasten. Der Rotflossenpanzerwels gilt als lebhaft, robust und einfach zu pflegen.
 Ab 80 Liter.

Corydoras davidsandsi - Sands Panzerwels

Körper silbrig-rosa bis leicht orange, schwarzer klar abgegrenzter Streifen von oben nach unten über das Auge, schwarzer Schrägstreifen vom Ansatz der Rückenflosse bis zum unteren Ansatz der Schwanzflosse. Körperlänge bis 6 cm.

Sands Panzerwels ist ein interessant gefärbter Cory, der als relativ einfach nachzüchtbar gilt und der im Aquarium eine gute Figur macht.

Ab 54 Liter.

Corydoras trilineatus - Dreibinden-Panzerwels

Drei auffallende Längsstreifen entlang des Körpers: silber - schwarz - silber wechseln sich ab. Ansonsten ist der Körper silbrig und weist ein feines dunkles Streifen- und Punktmuster auf, das sich bis in die Flossen ziehen kann. Körperlänge 6 cm.


Der Dreibinden-Panzerwels ist ein besonders schön gefärbter Corydoras, der auch im Gesellschaftsaquarium gut zur Geltung kommt.

Ab 54 Liter.

Corydoras sp. (vermutlich Corydoras aeneus) - Gold-Laser Panzerwels, Gold-Line-Panzerwels

Körpergrundfarbe orang bis golden, breiter dunklerer Längsstreifen entlang der Mittellinie, darüber ein etwas schmalerer, auffallend leuchtend orange bis goldfarbener Längsstreifen, dunkler Rücken. Die Flossen sind goldgelb bis orange transparent. Körperlänge 6 cm.

Der ungewöhnlich gefärbte Gold Laser Panzerwels ist auch als Gold Line Panzerwels bekannt. Eventuell handelt es sich hier um eine Standortvariante von Corydoras aeneus, dem Metall-Panzerwels.

Ab 54 Liter.

Corydoras elegans - Eleganter Panzerwels, Schöner Panzerwels

Grundfarbe silbrig mit metallischem Schimmer in Goldgelb, Türkisblau oder Bräunlich, feines, sehr variables, nicht scharf abgegrenztes Muster aus dunklen Linien und Punkten. Die Flossen sind oft durchsichtig, manche Exemplare haben ein Netzmuster in der Rückenflosse. Körperlänge 6 cm.

Der Elegante oder Schöne Panzerwels ist ungewöhnlich variabel und zeigt sehr unterschiedliche Muster.

Ab 54 Liter.

Corydoras agassizi - Agassizis Panzerwels, Silberstreifen Panzerwels

Lustiges Punktmuster, das stellenweise zu Streifen verschmilzt, silbriger Längsstreifen entlang der Körpermitte. Manchmal mit dunklem Punkt um das Auge, größerer schwarzer Fleck am vorderen Ende der Rückenflosse bis hoch zur Spitze. Körperlänge 6 cm.

Der Silberstreifen Panzerwels ist ein ausgesprochen geselliger Aquarienfisch und fasziniert durch sein interessantes Verhalten in der Gruppe.
Ab 54 Liter.

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