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Umzug mit Aquarium

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Ein Umzug ist vielen Menschen schlicht ein Gräuel, und ein Umzug mit einem Aquarium klingt gleich nochmals komplizierter und umständlicher ... aber keine Sorge, wenn man weiß, was man tut, und wenn man beim Umzug mit Aquarium systematisch vorgeht, ist das alles gar nicht so schlimm.
 

Inhaltsverzeichnis

 

Vorbereitungen - kein Futter vor dem Umzug

Fische und Wirbellose bauen Stresshormone über die Kiemen ab, und ebenso Schadstoffe aus der Nahrung. Weiß man, dass die Tiere eine Stress-Situation vor sich haben, füttert man daher einen Tag vor dem Umzug und auch am Umzugstag selber nicht, um das Gewebe der Kiemen nicht noch zusätzlich zu belasten. Idealerweise lässt man auch am nächsten Tag nochmals die Finger aus der Futterdose. Drei Tage ohne Kunstfutter bringen die Fische und auch Garnelen, Schnecken, Krebse oder Krabben im Aquarium definitiv nicht um, und die Futterkarenz kann ihnen wirklich beim Bewältigen des Umzugsstresses helfen.

Vorbereitungen - Abmulmen des Bodengrundes vor dem Umzug

Um zu vermeiden, dass beim Transport größere Mengen Mulm aufgestört werden, kann man einige Tage vor dem Umzug gründlich Mulm saugen. Mit einem Mulmsauger in passender Größe geht das am stressfreiesten und am schnellsten.

Was geschieht mit dem Filter?

Die im Filter biologisch arbeitenden nitrifizierenden Bakterien leben in der Natur vorwiegend im Erdreich und brauchen unbedingt Sauerstoff zum Überleben - und zwar viel dringender als Wasser! Daher sollte man die Filtermedien aus dem Filter nehmen und sie feucht transportieren. So ist gewährleistet, dass die Bakterien genügend Sauerstoff bekommen und weiterleben. Solange das Filtermaterial nicht vollständig austrocknet, überleben sie für lange Zeit. Filtermaterialien in einem Außenfilter oder Rucksackfilter kann man nach dem vollständigen Entleeren des Filters einfach im Behälter lassen, einen Innenfilter lässt man leerlaufen und packt ihn gegebenenfalls in eine Tüte. Das Filtermaterial sollte auf keinen Fall im Wasser stehen. Bei dieser Gelegenheit könnte man gleich auch noch den Filter etwas entschlammen – aber bitte nicht porentief rein putzen!

Was geschieht mit dem Wasser?

Es kommt ein bisschen darauf an, mit welchem Wasser man arbeitet. Betreibt man das Aquarium mit Leitungswasser und das Wasser am neuen Wohnort entspricht von den Werten her ungefähr dem Wasser am alten Wohnort, lässt man Wasser aus dem Aquarium ab, verwirft es und füllt am neuen Wohnort einfach mit frischem Wasser auf - wie ein großer Wasserwechsel von ca. 80%. Wer Angst vor Rückständen im Wasser hat, nutzt einen entsprechenden Wasseraufbereiter, der Schadstoffe bindet und unschädlich macht. Entspricht das Wasser am neuen Wohnort von den Werten her nicht dem Wasser am alten, kann der Unterschied zu krass sein, was bei Fischen und Wirbellosen zu Stress und darauf folgend zu weiteren Problemen führen kann. In dem Fall fängt man beim Ablassen das Wasser in Kanistern auf und nimmt es mit. Arbeiten Sie ohnehin mit Osmosewasser und einem entsprechenden Aufhärtesalz, gilt das oben gesagte - Wasser ablassen, verwerfen, am neuen Ort mit aufbereitetem Frischwasser auffüllen und sich über den schönen großen Wasserwechsel freuen.

Umzug mit einem Nanoaquarium

Aus einem Nanoaquarium bis ca. 20 oder 30 Liter Fassungsvermögen lässt man kurz vor dem Umzug einfach ca. 10-15 cm Wasser ab. Die Bewohner können dabei im Aquarium bleiben. Aquariendekoration, die umkippen und gegen die Scheiben kippen könnte, nimmt man vorsichtshalber heraus, ebenso alle Technik wie Aufsteckleuchte, Filter, Heizstab und so weiter. Den Filter verwahren Sie am besten so wie im vorigen Absatz beschrieben. Hat das Nanobecken nur eine Abdeckscheibe und keine dicht schließende Abdeckung, nutzt man am besten eine Plastiktüte oder Frischhaltefolie, um das Aquarium vor Umzugsschmutz und den Umzugslastwagen vor überschwappendem Wasser zu schützen. Die Abdeckscheibe wird separat gut verpackt und vorsichtig transportiert. Zur Stabilisierung und zum besseren Tragen ziehen Sie das Nanobecken samt Unterlegmatte am besten auf eine dicke Holzplatte, auf die es zur Gänze passt, damit die Bodenscheibe keinem ungleichmäßigen Druck ausgesetzt ist und womöglich reißt. Bei weiten Wegen sollte man der besseren Sauerstoffversorgung der Bewohner wegen noch einen Oxydator oder eine Akku-Luftpumpe mit Sprudelstein ins Aquarium geben.

Umzug mit einem größeren Becken - die Fische

Etwas mehr Aufwand ist ein Umzug mit einem größeren Aquarium. Zunächst fängt man hier die Fische und Wirbellosen vollzählig heraus. Zum Transport eignen sich große Eimer ab 20 Liter Volumen mit fest schließenden Deckeln. Diese Eimer füllen Sie zu etwa einem Drittel mit Wasser aus dem Aquarium. Sie werden nicht ganz voll gemacht, weil wir den Luftsauerstoff zu Gasaustausch mit dem Wasser brauchen, damit die Aquarientiere nicht ersticken. Wenn der Umzug über eine größere Strecke geht und die Fahrtdauer länger ist, ist ein Oxydator im Eimer sicherlich eine gute Idee. Wer nicht so viele große Eimer beschaffen kann oder will, greift auf Fischtransporttüten zurück, die gegebenenfalls in einem stabilen Behälter transportiert werden. Achten Sie auf besonders stabile Gummibänder zum Verschließen, um unliebsamen Überraschungen im Umzugslastwagen aus dem Weg zu gehen.

Umzug mit einem größeren Becken - das Aquarium vorbereiten

Denken Sie daran, dass 1 Liter Wasser 1000 Gramm wiegt und dass ein eingerichtetes Aquarium aus Glas ohnehin schon schwer genug ist. Lassen Sie also so viel Wasser ab wie möglich! Größere Steine nehmen Sie am besten heraus und transportieren Sie sie separat. Alle Deko, die beim Umzug gegen das Aquarienglas kippen könnte, wird entweder umgelegt oder ebenfalls herausgenommen. Legen Sie Steine, Wurzeln etc. in ein wasserdichtes Gefäß, am besten in eines mit einem gut schließenden Deckel. Sollten hier noch Garnelen in irgendwelchen Winkeln sitzen, haben sie eine gute Chance zu überleben - solange die Kiemen feucht sind, passiert ihnen nichts.

Umzug mit einem größeren Becken - das Aquarium transportieren

Auch ein großes Aquarium trägt sich einfacher, wenn es auf einer stabilen Holzplatte steht. Bitte eine entsprechende Unterlage nicht vergessen, hier kann man die ohnehin unter dem Aquarium liegende Moosgummimatte nutzen. Hat das Aquarium eine Abdeckung, lassen Sie diese einfach auf dem Becken. Offene Aquarien werden am besten mit Frischhaltefolie oder Plastikfolie verschlossen, damit die Pflanzen im Aquarium nicht austrocknen. Wer kein Plastik nutzen will, legt das Becken großzügig mit feuchtem Zewa aus, das denselben Zweck erfüllt.

Am neuen Wohnort angekommen

Zunächst wird in der neuen Wohnung das Becken wieder aufgestellt. Wurde beim Transport der Bodengrund stark aufgerührt, glättet man ihn zunächst und setzt eventuell gelöste Pflanzen wieder an ihren Platz. Danach kommt die Deko wieder ins Becken, und man füllt vorsichtig Wasser ein (gegebenenfalls über einen Teller laufen lassen, damit der Bodengrund nicht gleich wieder aufgerührt wird). Danach wird die Technik wieder montiert, der Filter in Betrieb genommen, der Heizstab (so vorhanden und notwendig) einsteckt. Hat das Wasser wieder die nötige Temperatur, können die separat transportierten Fische und Wirbellosen eingesetzt werden. Ein Bakterienstarter kann dem Filter helfen, wieder gleich richtig in Gang zu kommen, und hilft der Aquarienbiologie, sich auf die veränderten Gegebenheiten schnell anzupassen.

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