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Garnelensterben - Gründe und Abhilfe

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Garnelen sind einerseits zwar unglaublich robust, andererseits aber auch unglaublich empfindlich. Gerade beim Kauf neuer Tiere oder bei Problemen im Aquarium kann es zu unklarem Garnelensterben kommen. Wir möchten Ihnen hier eine Hilfe an die Hand geben, anhand derer Sie die Ursachen für Garnelensterben herausfinden und gegebenenfalls abstellen können.

Als Vorsichtsmaßnahme vorab: Tote Garnelen werden oft von ihren Aquarienkollegen gefressen. Bitte entfernen Sie jedoch alle toten Tiere, die Sie im Aquarium finden - nicht nur können sie das Wasser belasten, sie können auch im Fall einer Infektion die anderen, die sie anfressen, mit den Keimen anstecken. Da man meist nicht zu 100% sicher sagen kann, woran das jeweilige Tier gestorben ist, sollte man vorsichtshalber tote Garnelen daher immer absammeln.

Garnelensterben wegen einer Infektion durch Bakterien

Typische Krankheitsanzeichen bei Zwerggarnelen sind zum Beispiel eine weißliche Färbung des Gewebes im Körperinneren, schwarze oder braunrote, oftmals eingesunkene Flecken auf dem Panzer oder eine auffallende Weißfärbung der Haut. Auch der Verlust von Gliedmaßen oder Fühlern oder teilnahmsloses Herumsitzen können Symptome einer Erkrankung sein, ebenso wie die Nahrungsverweigerung (erkennbar am leeren Darm, der sich bei ordentlich fressenden Tieren als gut sichtbarer dunkler Darmfaden entlang der Rückenlinie zieht). Es kann aber genau so gut passieren, dass Garnelen ohne vorherige Anzeichen einfach umkippen und sterben - auch dies kann eine Folge einer Infektion mit Bakterien sein. Im Fall einer durch Bakterien hervorgerufenen Erkrankung müssen nicht alle Symptome auftreten - das macht die Diagnose bei einer Infektion so schwierig.

Das Sterben vereinzelter Tiere beobachtet man in manchen Fällen, bei stark ansteckenden Erregern kann es auch zu vermehrten Todesfällen kommen. Dabei sind die Erreger der gängigen Garnelenkrankheiten immer im Aquarium vorhanden und sie schaden in den normalweise vorkommenden Mengen auch nicht. Erst wenn die Tiere geschwächt sind und ihr Immunsystem in die Knie geht, kann es zu einem Ausbruch kommen.

In der Folge listen wir die häufigsten Gründe für eine Infektion bei Garnelen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Gründe für eine Infektion - Stress

Garnelen sind recht stressanfällige Aquarientiere. Stress kann sich bei ihnen negativ auf die Abwehrkräfte auswirken, was sich wiederum in einer bakteriellen Erkrankung niederschlagen kann. Stress kann zum Beispiel durch eine starke Veränderung der Wasserwerte oder der Wassertemperatur entstehen, aber auch durch einen Transport oder das Umsetzen in ein anderes Aquarium. Auch Umbauten oder radikale Aktionen wie ein Tausch des Bodengrundes oder eine komplette Neubepflanzung im laufenden Garnelenaquarium können Stress verursachen. Ein Signal für Stress wäre zum Beispiel das Verblassen der Tiere oder ein auffallend teilnahmsloses Verhalten.

Auch eine mangelhafte Eingewöhnung der Garnelen kann zu Stress und im schlimmsten Fall sogar zu einem osmotischen Schock und zu Todesfällen führen. Wir empfehlen daher immer eine langsame Eingewöhnung über Tröpfchen oder schluckweise Zugabe des Aquarienwassers über zum Transportwasser mehrere Stunden und dann das Umsetzen der Garnelen mit einem Kescher, wenn das Volumen des Transportwasser-Aquarienwasser-Mixes sich mindestens verdoppelt hat.

Gründe für eine Infektion - das Vorhandensein vieler Bakterien

Viele Garnelen kommen aus sehr sauberen Biotopen und sie kommen daher mit einer hohen Dichte von Bakterien im Wasser des Aquariums nicht gut zurecht. Wenn der Keimdruck stark steigt, steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Besser wäre es, hier durch angepasste, gezielte Fütterung mit hochwertigem, gut verwertbarem Futter, durch regelmäßige Wasserwechsel und durch eine gute Aquarienhygiene den Bakteriendruck möglichst klein zu halten. 

 

Gründe für eine Infektion - das Zusammensetzen fremder Stämme

Setzt man zwei Stämme zusammen, die vorher keinen Kontakt hatten, riskiert man ebenfalls eine Erkrankung mit den unbekannten Keimen - eine Bakterienunverträglichkeit. Ihr kann man durch eine Quarantäne von mindestens zwei Wochen oder durch einen sehr großen Wasserwechsel im Zielaquarium vor dem Einsetzen vorbeugen.

Abhilfe bei Infektionen

Schwächer verlaufende Infektionen können Sie durch Naturheilmittel wie Seemandelbaumblätter, Seemandelbaumrinde oder getrocknete Fenchelblätter und durch eine sehr gute Aquarienhygiene sowie mehrere große Wasserwechsel in den Griff bekommen. Bei schlimmeren Verläufen bleibt unter Umständen nur noch der Griff zum Antibiotikum. Das sollte man jedoch sehr gut überdenken - wir haben heute schon große Probleme in der Humanmedizin und in der Tiermedizin, weil so viele Bakterienstämme bereits Resistenzen gebildet haben. Wechselwasser aus einem Aquarium, in dem Antibiotika zum Einsatz kamen, muss immer über Aktivkohle gefiltert werden und darf anschließend auf keinen Fall in den Abfluss geschüttet werden. Besser ist es, man entsorgt die Aktivkohle anschließend im Hausmüll und kippt das Wasser in den Garten.

Vermeiden Sie zur Krankheitsvorbeugung bei Ihrem Garnelen Stress so gut wie möglich - verwenden Sie zum Wasserwechsel nur Wasser mit derselben Temperatur und ähnlichen Wasserwerten, füttern Sie ausgewogen und hochwertig und vermeiden Sie radikale Umbauten im mit Garnelen besetzten Aquarium. 

Garnelensterben durch Sauerstoffmangel

In stark bepflanzten Aquarien, in Aquarien mit einer Bakterienblüte (also mit weiß trübem Wasser) oder in Aquarien mit vielen Nährstoffen und einer starken Bakterientätigkeit kann es vor allem in der Nacht zu einem Sauerstoffmangel kommen. Pflanzen produzieren nur bei Licht Sauerstoff, in der Dunkelheit verbrauchen sie ihn durch ihre Atmung. Auch Bakterien verbrauchen für ihre Stoffwechselvorgänge große Mengen an Sauerstoff. In warmem Wasser löst sich weniger Sauerstoff als in kühlen - hohe Temperaturen können also auch zu Sauerstoffmangel führen. Dies ist vor allem im Sommer ein Problem.
Sind Fische mit im Becken, halten diese sich bei Sauerstoffmangel japsend an der Wasseroberfläche auf. Auch Garnelen wandern gerne nach oben, weil sich aufgrund des Gasaustauschs im Aquarium in den oberen Wasserschichten mehr Sauerstoff befindet als in den unteren Regionen.

Finden Sie die toten Garnelen eher morgens, sollten Sie auf jeden Fall prüfen, ob während der Nacht ein Sauerstoffmangel geherrscht haben könnte. Bei schwächerem Sauerstoffmangel sind oft nur die tragenden Weibchen betroffen, ein stärkerer Sauerstoffmangel kann auch mehr Opfer unter den Garnelen fordern. Zeigen weitere Tiere Symptome wie nach-oben-geben, apathisches Herumsitzen, Nahrungsverweigerung, oder ist das Wasser im Aquarium auffallend weiß trüb oder ist die Wassertemperatur zu hoch, ist Sauerstoffmangel definitiv im Bereich des Möglichen.

 

Abhilfe bei Sauerstoffmangel

Abhilfe schaffen Sie durch eine zusätzliche Belüftung mit einem Sprudelstein oder einem Diffusoraufsatz am Filter. Bereits eine stärkere Bewegung der Wasseroberfläche durch Höhersetzen des Filters und Plätschernlassen kann schon mehr Sauerstoffeintrag ins Aquarienwasser bewirken. Viele Garnelenhalter schwören auf einen Oxidator von Söchting, durch den sie zusätzlich Sauerstoff einbringen. Bei hohem Temperaturen im Sommer sollte das Aquarium gekühlt werden. Bei Sauerstoffmangel durch eine Bakterienblüte hilft ein großer Wasserwechsel und / oder der Einsatz eines UV-Klärers, der die Bakterien im Wasser abtötet.

Garnelensterben durch eine Vergiftung

Bei einer Vergiftung durch stark giftige Stoffe treten die Probleme im Aquarium sehr plötzlich auf: Die Garnelen springen hoch und taumeln zu Boden, oder sie kippen um und sterben. In etwas weniger schlimmen Fällen wandern sie nach oben und versuchen verzweifelt, aus dem Wasser zu flüchten. Im Fall einer solchen starken Vergiftung treten die Probleme bei allen Tieren mehr oder weniger stark auf.

Bei schwächeren Vergiftungen sterben nur die empfindlichsten und schwächsten Garnelen, jedoch zeigen die anderen Aquarienbewohner ebenfalls Probleme: Sie sind wenig lebhaft und fressen nicht gut.

Klassische Fälle für eine schlimme Vergiftung sind hier zum Beispiel konventionell gezogene Aquarienpflanzen, die ohne Vorwässern ins Aquarium gepflanzt werden und die noch Pestizide enthalten, mit denen sie vor dem Export schädlingsfrei gemacht wurden. Garnelen reagieren auf diese Stoffe ausgesprochen empfindlich! Auch Gemüse, das im Supermarkt gekauft wurde, kann behandelt sein und Garnelensterben verursachen, wenn zum Beispiel Wartezeiten nicht eingehalten wurden. Leider kann man das beim Einkauf nicht überprüfen. Chlor im Wasser kann ebenfalls massenhaftes Garnelensterben verursachen. Riecht das Hahnenwasser nach Schwimmbad, darf es nicht ins Aquarium gefüllt werden! Viele Fischmedikamente und Anti Algenmittel sind für Garnelen stark giftig.

Schleichende oder schwächere Vergiftungen werden eher durch Schwermetalle im Wasser verursacht. Besonders Kupfer aus Kupferleitungen ist hier vor allem bei älteren Häusern immer ein Thema. Auch Faulstellen im Bodengrund können für eine schleichende Vergiftung verantwortlich sein.

Abhilfe bei einer starken Vergiftung

Zeigen sich Anzeichen einer Vergiftung, muss die Quelle für das Gift (zum Beispiel die neuen Pflanzen oder das Stück Gemüse) sofort aus dem Aquarium entfernt werden. Danach empfiehlt sich (auch bei Vergiftungserscheinungen nach Medikamenteneinsatz) ein wirklich großer Wasserwechsel von mindestens 90% - vorausgesetzt, das Gift war nicht im Leitungswasser. Ein dem Aquarienwasser zugegebener Wasseraufbereiter wie zum Beispiel das ToxEx von NatureHolic kann den Rest des Giftes binden und so das Leben der Garnelen retten. Aktivkohlefilterung kann ebenfalls dazu beitragen, die Gifte im Wasser zu binden.

Hat man den Verdacht, dass das Leitungswasser gechlort wurde - beziehungsweise traten die massiven Vergiftungserscheinungen direkt nach einem Wasserwechsel auf, greift man in dem Fall auf destilliertes Wasser aus dem Kanister zurück, das man im Idealfall mit einem passenden Mineralsalz wie zum Beispiel Salty Shrimp GH/KH+ aufsalzt. Ist kein solches Salz zur Hand, bitte trotzdem Wasser wechseln! In dem Moment ist alles besser als das giftige Leitungswasser.

Bei Verdacht auf Chlor wird das Leitungswasser beim Entnehmen stark versprudelt (zum Beispiel mit der Duschbrause oder einer Luftpumpe mit Sprudelstein, die auf der höchsten Stufe läuft). So wird das Chlor ausgetrieben.

 

Abhilfe bei einer schwachen oder schleichenden Vergiftung

Bitte verwenden Sie niemals abgestandenes Wasser aus Kupferleitungen und auch kein warmes Wasser, in dem sich viel mehr Kupfer lösen würde. Lassen Sie das Wasser vor dem Wasserwechsel gut aus der Leitung ablaufen und lassen Sie kaltes Wasser gegebenenfalls einfach einen Tag vor der Heizung stehen, damit es auf Temperatur kommen kann.

Haben Sie den Verdacht, dass Faulstellen im Bodengrund verantwortlich sein könnten, gehen Sie vor wie im Artikel "Tödliche Falle - Faustellen im Bodengrund des Aquariums" in unserem Blog.

Garnelensterben durch Häutungsprobleme

Häutungsprobleme sind zum einen manchmal die Folge einer bakteriellen Infektion, sie können jedoch auch durch Mangelernährung entstehen. Eine einzelne Garnele, die auffallend zuckt, Garnelen mit einem überdeutlich sichtbaren, breiten hellen Band zwischen Kopfpanzer und Hinterkörper oder Garnelen, bei denen die Kiemendeckel merkwürdig abstehen oder die sichtbare Hautfetzen der alten Haut an sich tragen, leiden an Häutungsproblemen oder an Fehlhäutungen.

Abhilfe bei Häutungsproblemen

Bei Häutungsproblemen aufgrund einer Mangelernährung lohnt es sich, auf ein Mineralfutter und ansonsten auf hochwertiges Garnelenfutter zurückzugreifen. NatureHolic MineralFeed und NatureHolic MainFeed wurden zum Beispiel speziell für die Bedürfnisse von Garnelen maßgeschneidert. Bei Häutungsproblemen wegen einer Schwächung durch Stress oder durch eine Krankheit müssen Sie die Krankheit behandeln oder die Stressquelle beseitigen. Wie das geht, lesen Sie weiter oben in diesem Blogartikel. 

Garnelensterben durch Alterstod

Wenn ein sehr großes einzelnes Tier verstirbt, brauchen Sie nicht unbedingt in Panik verfallen. Gut möglich, dass das Tier sein Lebensalter erreicht hatte und einfach aufgrund seines Alters verstarb. Meist schaffen sehr alte Garnelen die anstrengende Häutung nicht mehr.

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