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Fische ohne Schädeldach

Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat gemeinsam mit US-amerikanischen Forschern die evolutionäre Skelettentwicklung von Danionella dracula (Bild) untersucht, einem nur 11 bis 17 mm großen durchsichtigen Fisch, der 2009 entdeckt wurde. Dem fehlen mehrere Knochen unter anderem das Schädeldach. Darum wird er gerade zu eine wichtigen Modellorganismus in der neurophysiologischen Forschung. „Der zwergenhafte Fisch ist durchsichtig und besitzt kein Schädeldach und erlaubt so die Untersuchung am lebenden Tier“, erklärt Ralf Britz von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden - was würde sich besser eignen für neurophysiologische Wirbeltierforschung? Im Vergleich zu seinen nahen Verwandten, dem Zebrabärbling Danio rerio, fehlen ihm mehr als 40 Knochen, im Gegensatz dazu sind andere Teile des Skeletts außergewöhnlich gut entwickelt, etwa zum Hören für die innerartliche Kommunikation.

Literatur
CONWAY, Kevin et al. (2021) Extreme evolutionary shifts in developmental timing establish the miniature Danionella as a novel model in the neurosciences. Development Dynamics 250:601-611 https:kurzelinks.de/D-dracula

Foto
Ralf Britz

 


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