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Skalare im Aquarium

Inhaltsverzeichnis

 

Sie zählen mit zu den beliebtesten Zierfischen überhaupt und sind Evergreens der Aquaristik. Segelflosser, wie Skalare auch genannt werden, faszinieren mit ihrem pfeilartigen Aussehen, was ihnen nicht zuletzt auch ihren Namen einbrachte und sicher der ein oder andere, der sie je erblickte, hat mit ihrer Anschaffung schon geliebäugelt.

 

Woher kommen Skalare?

Wie einige der beliebtesten Zierfische, stammen auch Segelflosser aus Südamerika. Sie zählen zu den Buntbarschen und unterscheiden sich zwischen den Leopoldsegelflossern und den Hohen Segelflossern, die unterschiedliche Größen erreichen. Bereits 1823 wurde er erstmals in seinem Habitat, dem Amazonas, beschrieben. Hier kommen sie sowohl im Amazonas selbst, auch in dessen zahlreichen Nebenflüssen wie dem Rio Madeira, Rio Negro und dem Rio Ucayali vor.

Ihr Habitat ist eher schattiger und zählt zu den Überschwemmungsgebieten. Skalare halten sich vorwiegend an den ruhigen und bewachsenen Uferzonen auf. Auch im Aquarium sollte eine ähnliche Infrastruktur gegeben sein, damit sich deine Tiere wohlfühlen.

Skalare werden mittlerweile in einigen attraktiven Farbschlägen gezüchtet, die höchst gefragt sind und können daher goldschimmernd, marmoriert, mit Silbereinschlag oder sogar rot, blau, violett oder gefleckt sein. Ihnen allen gemein ist der hohe pfeilförmige Körperbau mit den lang ausgezogenen „Segelflossen“, dabei können sie bis zu 26 cm Höhe erreichen, weswegen du sie vorzugsweise auch besser in einem höheren Aquarium hältst, damit sie sich die Flossen nicht anstoßen, denn sie sind in dieser Hinsicht empfindlich.

 

Wie werden Skalare gehalten?

Skalare sind, wie die meisten Zierfische, gruppenaffin. Daher ist es ratsam, sie am besten in der Gruppe ab mindestens 5 Tieren zu pflegen, aus er sich harmonisierende Pärchen später herauskristallisieren. Bis es aber soweit ist, schwimmt der Schwarm mehr oder weniger locker zusammen. Ein sogenanntes Schwarzwasseraquarium ist für Skalare besonders vorteilhaft. Du kannst als Bodengrund Sand oder einen feinen Kies benutzen und mit Amazonas Schwertpflanzen, Vallisnerien und Cryptocorynen für stellenweise dichte Bestände sorgen. Am besten setzt du die Pflanzen an den Rand und in den Hintergrund, damit sie noch genügend freien Schwimmraum zur Verfügung haben.

Auch Wurzelaufbauten und gegen Umfallen gesicherte Steinaufbauten sorgen für eine gute Infrastruktur, die den Tieren Sichtschutz und Reviermarkierung bietet, denn hin und wieder können sie durchaus etwas „barschiger“ werden. Ihre Ansprüche hinsichtlich der Wasserwerte sind bei Skalaren etwas anspruchsvoller, regelmäßige temperierte Wasserwechsel und eine gute Hygiene sind Pflichtprogramm. Sie tolerieren eine Gesamthärte zwischen 3 und 15 °dGH, einen pH-Wert zwischen 6 und 7,5. Um ihr Wohlbefinden zu unterstützten ist das Anreichern mit Huminstoffen in Form von Erlenzapfen, Torfprodukten oder Seemandelbaumblättern zu empfehlen.

 

Welche Begleitfische eignen sich?

Skalare eignen sich auch prima für ein Gesellschaftsaquarium, wenn du keine allzu großen Zuchtambitionen hegst. Vor allem Panzerwelse, Harnischwelse aber auch größere südamerikanischen Salmler eignen sich gut. Weniger gut geeignet sind aber ausgesprochene Flossenbeißer wie zum Beispiel Roter von Rio oder Blutsalmler, denn diese können dem Skalar empfindlich die langen Brustflossen verletzen. Auch Flossensauger sind eher nicht geeignet, weil es sein kann, dass sie sich an der großen Körperoberfläche des Skalars festsaugen. Schnecken, wie auch die Anthrazit Napfschnecke oder Rennschnecken bleiben vom Skalar meist unbehelligt und passen prima in sein Aquarium. Garnelen leben allerdings eher gefährlich und werden häufig als Snack betrachtet.

 

Was fressen Skalare?

Damit deine Skalare gesund bleiben und prächtige Farben entwickeln, solltest du beim Futter keine großen Kompromisse machen. Darauf, dass deine Fleischfresser abwechslungsreich und artgerecht ernährt werden, damit sie keine Fehlbildungen entwickeln. Du kannst sie mit einem auf ihre Bedürfnisse ausgelegten Zierfischfutter, das aus Flocken, Granulat oder langsam absinkendes Trockenfutter verwöhnen und dieses Menü regelmäßig mit einwandfreiem Frost- und Lebendfutter aufwerten. Dazu eignen sich Mückenlarven, Artemia, aber auch Daphnien oder Wasserflöhe ganz gut.

 

Skalare züchten- geht das?

Da sich die äußerliche Geschlechtsunterscheidung recht komplex gestaltet, sollten Skalare in der Gruppe gepflegt werden. So bilden sich nach einer Weile harmonisierende Pärchen heraus, bis dahin schwimmt der Schwarm mehr oder weniger in lockeren Gruppen zusammen. Sie werden mit ca. 6 Monaten geschlechtsreif und sind mit 2 Jahren vollständig ausgewachsen.

Als Geschlechtsmerkmal beim männlichen Skalar dient zwar auch die typische „Bullenstirn“, es kommt allerdings vor, dass selbst Weibchen diese gelegentlich ausbilden. Diese zeigen ihre Paarungsbereitschaft durch übergründliches Putzen eines möglichen Laichsubstrates an, das können große Blätter von Wasserpflanzen wie beispielsweise Amazonas Schwertpflanzen, aber auch andere glatte Oberflächen wie die Oberseite von Steinen sein. Ihre Eier legt sie in langen Reihen darauf ab, die das Männchen anschließend befruchtet. Weil sich die Aufzucht im Gesellschaftsaquarium aufgrund potentieller Laichräuber eher schwierig gestaltet, sollten Skalare besser in eine Ablaich- und Aufzuchtaquarium vermehrt werden. Die Elterntiere verteidigen ihre Brut und auch die Jungfische vehement.

Die Jungfische kannst du später mit Infusorien anfüttern und mit frisch geschlüpften Nauplien aufziehen. Achte auf eine sehr gute Wasserhygiene, damit weder das Gelege verpilzt, noch die Larven Schaden nehmen, deswegen ist ein Wasserzusatz mit Huminstoffen sehr empfehlenswert.


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  • Bildunterschriften wären toll

    Wäre toll, wenn man auch Bildunterschriften verfassen würde. Dieser "Koi-Skalar albino" sieht mega interresant aus und da fehlt sogar der Ursprung des Bildes. Würde mich interessieren, ob man solche Tiere auch irgenwo im Aquarium bewundern kann oder sogar käuflich erwerben könnte.