Riesentaggecko - Phelsuma grandis
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Der Riesentaggecko (Phelsuma grandis), auch als Großer Madagaskar-Taggecko bekannt, ist ein auffallender und relativ großer Vertreter seiner Gattung. Ursprünglich aus den nördlichen Regionen Madagaskars stammend, begeistert dieser Gecko nicht nur durch seine Größe von bis zu 30 cm, sondern auch durch seine lebhafte Farbgebung. Der Rücken des Riesentaggeckos strahlt in einem satten Grasgrün, oft verziert mit roten Bändern und Punkten, die im Alter verblassen können. Der Bauch und die Kehle sind gräulich-weiß. Besonders markant ist ein rotes Band, das von einem Auge zum anderen über die Nase verläuft. Seit seiner Entdeckung im Jahr 1870 wurde er lange als Unterart des Madagaskar-Taggeckos (Phelsuma madagascariensis) angesehen, bevor er 2007 als eigene Art klassifiziert wurde.
Herkunft und Vorkommen
Der Riesentaggecko ist in den Wäldern, Plantagen und Kulturlandschaften im nördlichen Madagaskar heimisch. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Antsiranana bis Antonibe und umfasst auch die vorgelagerte Insel Nosy Be. Diese Geckos bevorzugen tropische Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit und sind hervorragende Kletterer, die sich in der Natur hauptsächlich auf Bäumen aufhalten.
Haltung im Terrarium
Für die artgerechte Haltung eines Paares Riesentaggeckos wird ein Tropenterrarium mit einer Mindestgröße von 90 x 90 x 120 cm (BxTxH) empfohlen. Das Terrarium sollte viele Klettermöglichkeiten bieten, einschließlich vertikaler und horizontaler Äste sowie Korkplatten an den Wänden. Als Substrat eignet sich Waldboden oder Rindenmulch. Eine dichte Bepflanzung mit großblättrigen Pflanzen wie Bromelien, Efeututen und Ficus sorgt für Versteckmöglichkeiten und trägt zur Luftfeuchtigkeit bei.
Klima und Beleuchtung
Tagsüber sollte die Temperatur im Terrarium bei 25-30°C liegen, mit punktuellen Wärmeplätzen von 35°C. Nachts kann die Temperatur auf 18-20°C sinken. Eine helle Beleuchtung mit einem Wärmestrahler und einer UV-B-Lampe ist essenziell. Die Beleuchtungsdauer sollte im Sommer 14 Stunden und im Winter 9 Stunden betragen. Die Luftfeuchtigkeit muss tagsüber zwischen 60-80% und nachts zwischen 90-100% liegen. Regelmäßiges Besprühen oder der Einsatz einer Beregnungsanlage sind hierfür notwendig.
Ernährung
Riesentaggeckos sind Lauerjäger und ernähren sich hauptsächlich von Insekten wie Grillen, Heuschrecken, Heimchen, Fliegen und kleinen Schaben. Ergänzend dazu können sie reifes Obst wie Papaya, Mango oder Banane fressen, oft in Form von Babynahrung oder speziellem Fruchtbrei. Gelegentlich kann auch etwas Honig angeboten werden. Futterinsekten sollten stets mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten bestäubt werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Erwachsene Tiere erhalten alle zwei Tage ein Futterinsekt, subadulte und Jungtiere werden täglich gefüttert.
Fortpflanzung und Zucht
Der Riesentaggecko erreicht die Geschlechtsreife mit etwa 18 Monaten. Während der Paarungszeit, die von Mai bis September dauert, legt das Weibchen alle zwei bis drei Wochen zwei Eier. Diese werden entweder am Boden abgelegt oder an Ästen festgeklebt. Die Jungtiere schlüpfen nach 65 bis 70 Tagen bei einer Inkubationstemperatur von 27-30°C. Ein Weibchen kann jährlich fünf bis zehn Gelege produzieren. Jungtiere sollten einzeln aufgezogen werden, da sie zu Aggressionen neigen.
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