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from over 3,000 reviews "| Water values: | soft to medium hard |
| Aquarium size: | 54 l (approx. 60cm) |
| Temperature: | 22-25 °C |
| Visual effect: | interesting body shape |
| Feature: | Interesting coloring |
| Behavior: | Quiet |
| Fish group: | Gobies |
| Diet: | carnivore - meat eater |
| Pelvic region: | Below |
| Difficulty: | 2 - Normal |
| Origin: | Asia |
| Planting possible?: | Yes |
| with snails/shells?: | Yes |
| with shrimps?: | with dwarf shrimps, offspring is eaten |
| Final size: | 4-8 cm |
| with large crabs?: | No |
| with fish?: | conditional* (see description) |
| Breeding: | heavy |
| with dwarf crabs?: | No |
| with crabs?: | No |
Sicyopus zosterophorus gehört zur Familie der Grundeln (Gobiidae) und ist eine der wenigen amphidromen Süßwassergrundelarten, die im Aquarienhandel sporadisch auftaucht — ein echter Ausnahmefisch, der in der Szene der Grundel-Enthusiasten höchste Wertschätzung genießt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist weit: von West-Sumatra und Java über die Philippinen, Sulawesi, Papua-Neuguinea bis zu den Salomonen und Vanuatu — überall dort, wo klare, sauerstoffreiche und schnell fließende Gebirgsbäche mit Steinsubstrat vorhanden sind. Bekannt wurde sie aus dem Pinang River in West-Sumatra, einem felsigen, kristallklaren Fluss mit hohem Sauerstoffgehalt. Der Artname zosterophorus leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet sinngemäß „Gürtelträger" — ein Hinweis auf die charakteristischen Bänder und Streifen am Körper. Das auf dem Bild gezeigte prächtige Männchen demonstriert die typische Färbung eindrucksvoll: silberweißer Kopf, ein auffälliger blauschwarzer Fleck an der ersten Rückenflosse, leuchtend orangeroter Körper und Schwanzbereich — ein Kontrast, der kaum schöner sein könnte. Weibchen sind hingegen einfarbig graubraun und zeigen keinerlei Farbakzente. Der Geschlechtsdimorphismus ist damit extrem ausgeprägt. Die Endgröße liegt bei ca. 5–6 cm.
Das Aquarium für die Rotstreifengrundel muss einem naturnahen Fließgewässer-Biotop entsprechen: Feiner bis mittlerer Sand und gerundete Steine und Felsen als Bodengrund, ergänzt durch flache Steinplatten als Reviermarkierungen und Laichplätze. Eine kräftige Strömung durch Außenfilter oder Strömungspumpen ist absolut unverzichtbar — zusammen mit einem dauerhaft hohen Sauerstoffgehalt ist dies die wichtigste Haltungsbedingung überhaupt. Das Wasser muss kristallklar, keimarm und nitratarm sein; Sicyopus-Arten reagieren sehr empfindlich auf organische Belastung. Empfohlene Wasserwerte: pH 6,5–7,5, GH 2–15° dGH, KH 0–8° dKH, Temperatur 22–25 °C. Wöchentliche Wasserwechsel von 30–50 % mit gut aufbereitetem Wasser sind Pflicht. Bepflanzung ist möglich, sollte aber robust und strömungsresistent sein — Anubias und Javafarn auf Steinen oder Wurzeln sind ideal. Ein engmaschiger Deckel ist wichtig, da Grundeln hervorragende Kletterer und Springer sind.
Als Kleintierfresser ernährt sich Sicyopus zosterophorus in der Natur von Kleinstwirbellosen, Insektenlarven, Würmern und kleinen Krebstieren. Im Gegensatz zu Stiphodon- oder Sicyopterus-Arten ist sie kein Aufwuchsfresser, sondern jagt aktiv lebende Beute — auch Kleintiere bis ca. 1 cm Länge stehen auf dem Speiseplan, was bei der Wahl der Mitbewohner berücksichtigt werden muss. Im Aquarium werden Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Drosophila, kleine Heimchen und Enchyträen sehr gerne angenommen; Frostfutter wie feine Mückenlarven, Artemia und Cyclops werden ebenso akzeptiert. Trockenfutter wird in der Regel abgelehnt oder nur sehr zögerlich angenommen. Kleine Zwerggarnelen und Garnelen-Jungtiere bis ca. 1 cm gelten als potenzielle Beute und sollten nicht vergesellschaftet werden.
Sicyopus zosterophorus ist ein Territoraltier, das seine Reviere aktiv gegen Artgenossen verteidigt — besonders Männchen sind untereinander intolerant. Ideal ist die Haltung in kleinen Gruppen von 1 Männchen mit 2–3 Weibchen in einem ausreichend strukturierten Becken ab 54 Litern mit einer Kantenlänge von mindestens 80 cm. Als Mitbewohner kommen nur sehr kleine, friedliche und nicht bodenorientierte Fischarten in Frage; andere Grundeln oder bodenlebende Arten sollten vermieden werden. Als Höhlenbrüter laichen die Tiere im Aquarium gelegentlich ab — die winzigen Larven benötigen jedoch für ihre Entwicklung Meerwasser (amphidromer Lebenszyklus), weshalb eine Nachzucht im Süßwasseraquarium bislang nicht dokumentiert wurde und als praktisch nicht möglich gilt.
| Wissenschaftlicher Name: | Sicyopus zosterophorus (Bleeker, 1856) |
| Deutscher Name: | Rotstreifengrundel / Flaming Arrow Goby / Belted Rockclimbing Goby |
| Schwierigkeitsgrad: | 3 – Schwer (Spezialisten-Art) |
| Herkunft/Verbreitung: | Westlicher Pazifik; Indonesien (West-Sumatra, Java, Sulawesi), Philippinen, Papua-Neuguinea, Salomonen, Vanuatu; amphidrom, klare Gebirgsbäche |
| Färbung: | Männchen: silberweißer Kopf, charakteristischer blauschwarzer Fleck an der ersten Rückenflosse, leuchtend orangeroter Körper und Schwanzflosse; Weibchen: einfarbig graubraun ohne Farbakzente |
| Liefergröße: | 4–5 cm |
| Endgröße: | bis ca. 5–6 cm |
| Alterserwartung: | ca. 3–5 Jahre |
| Wasserparameter: | GH 2°–15° dGH, KH 0–8° dKH, pH 6,5–7,5, Temperatur 22°–25° C |
| Beckengröße: | ab 54 l (Mindestlänge 80 cm); starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt zwingend |
| Futter: | Karnivor; Lebendfutter (Artemia, Drosophila, Enchyträen), Frostfutter (Mückenlarven, Cyclops); kein Trockenfutter |
| Zucht: | Nicht möglich; amphidromer Lebenszyklus — Larven benötigen Meerwasser zur Entwicklung |
| Verhalten: | Territorial gegenüber Artgenossen; aktiver Jäger; klettert auf Steinen; dämmerungs- bis tagaktiv |
| Besonderheit: | Amphidromer Wanderfisch; kein Aufwuchsfresser (karnivor!); Weibchen völlig farblos; sehr selten im Handel; engmaschiger Deckel zwingend |
- Item no: 39663
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