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Aufzuchtbecken oder Ablaichkasten, was ist besser?


Fischlaich und Jungfische sind im Gesellschaftsaquarium in Gefahr - nur zu gerne machen sich große Fische über den Nachwuchs her, und zwar auch dann, wenn es ihr eigener Nachwuchs ist. Aufzuchtaquarium und Ablaichkasten werden als Lösung für dieses Problem beworben, wir schauen uns an, welche Lösung für welchen Aquarium Fisch sinnvoll ist.

Klassischer Ablaichkasten

Der klassischen Ablaichkasten wird an der Aquarienkante eingehängt oder mit Saugnäpfen an der Scheibe befestigt. Der klassische Ablaichkasten richtet sich hauptsächlich an lebendgebärende Aquarienfische wie Molly, Guppy und Platy.

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Der klassische Ablaichkasten besitzt zwar Schlitze, jedoch ist ohne große Wasserbewegung der Wasseraustausch nur sehr eingeschränkt möglich, und die Wasserqualität im Ablaichkasten lässt sehr schnell nach, vor allem, wenn darin gefüttert werden soll. Je nach Schlitzgröße können besonders kleine Fischlarven leicht aus dem Ablaichkasten entkommen. Auch der Sauerstoffgehalt des Wassers im Ablaichkasten nimmt ohne Wasserbewegung und beim minimalen Wasseraustausch mit dem Aquarium oft stark ab, was für die Fische im Ablaichkasten ebenfalls gefährlich werden kann.

Man kann zur Stressreduzierung einen oder zwei Stängel Hornkraut oder eine ähnliche feinfiedrige Aquarium Pflanze in den Ablaichkasten geben.

Unser Fazit

Der klassische Ablaichkasten lässt zu wenig Wasseraustausch zu und wird dadurch unter Umständen sogar zur Todesfalle für die kleinen Fischlarven und Jungfische. Gegen eine Quarantäne spricht zum einen das sehr kleine Wasservolumen, das sich schnell verschlechtern kann, die generelle Größe des Ablaichkastens und außerdem die mögliche Verbindung über die Schlitze, durch die eventuelle Erreger ins Aquarium entkommen können.

Ablaichkasten mit Luftheber

Dagegen ist ein Ablaichkasten mit Luftheber mit einer Möglichkeit zum Wasseraustausch ausgestattet. Dabei pumpt der Luftheber mit Hilfe im Filterrohr aufsteigender Luft Wasser in den Ablaichkasten, das durch die Schlitze dann wieder ins Aquarium strömt. Die Luftblasen produziert eine Luftpumpe, die mit einem Luftschlauch unten am Luftheber angeschlossen wird. Die aufsteigenden Luftblasen reißen das Wasser mit sich nach oben und reichern es gleichzeitig mit Sauerstoff an.

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Hier haben wir also alle Vorteile des Ablaichkastens (Anbringung direkt im Aquarium, keine Umgewöhnung auf andere Wasserwerte, Schutz vor dem Gefressenwerden), während die Nachteile der nachlassenden Wasserqualität und der Sauerstoffarmut durch den Luftheber ausgeschaltet werden.

Was bleibt, sind die Schlitze, durch die sehr kleine Fischlarven nach wie vor ins Aquarium gespült werden können.

Der Ablaichkasten mit Luftheber richtet sich ebenfalls überwiegend an lebend gebärende Zierfische im Aquarium, kann aber auch als tatsächliche Ablaichmöglichkeit für kleinere Eier legende Aquarium Fische genutzt werden. In dem Fall sollte der Ablaichkasten so groß gewählt werden, dass du Laichhilfen wie einen Laichmopp, eine Höhle oder sogar etwas Bodengrund einbringen kannst.

Unser Fazit:

Wenn er groß genug ist und die Fischlarven für die Schlitze für den Wasseraustausch nicht zu klein sind, ist ein Ablaichkasten mit Luftheber eine feine Sache. Er erspart den Fischen eine Umgewöhnung an andere Wasserwerte und lässt sich so ausstatten, dass die Aquarium Fische dort gut ablaichen können. Für einen Daueransatz, bei dem die Elternfische einfach im Aufzuchtbehälter bleiben und dort permanent für Nachwuchs sorgen, ist auch ein Ablaichkasten mit Luftheber jedoch außer bei den allerkleinsten Minifischen nicht groß genug.

Ablaichbecken und Aufzuchtaquarium

Ein Ablaichbecken oder Aufzuchtaquarium ist dagegen ein eigenes Aquarium, das von der Größe passend zu den nachzuziehenden Zierfischen gewählt wird. Sollen die Fischlarven später regelrecht im Futter stehen, ist ein kleineres Aquarium vorzuziehen.

Das Aufzuchtaquarium oder Ablaichbecken kann dabei mit oder ohne Technik betrieben werden. Auch schauen wir uns die Aquarium Einrichtung im Aufzuchtbecken näher an.

Wie wird das Ablaichbecken und Aufzuchtaquarium eingerichtet?

Das Ablaichbecken oder Aufzuchtaquarium wird ganz nach den Bedürfnissen der Fische eingerichtet, die gezüchtet werden sollen. In der Regel werden aus Gründen der Hygiene Ablaichbecken, Zuchtaquarien und Aufzucht Aquarien ohne Bodengrund betrieben - ein glatter Glasboden lässt sich besser absaugen, sodass Futterreste schnell und gründlich entfernt werden können, was der Wasserqualität im Aufzuchtbecken zugute kommt. Ein paar Stängel schnell wachsende Aquarium Pflanzen wie Hornkraut sorgen für den Abbau von Schadstoffen wie Nitrat im Aufzucht Aquarium.

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Für Haftlaicher bietet sich an, einen Laichmopp oder dichte Moospolster ins Zuchtaquarium einzubringen, an denen die Laichkörnchen angeheftet werden können.

 

Sogar ein sogenannter Diskuskegel oder Laichkegel für Diskus oder Skalare kann in einem ausreichend großen Zucht Aquarium Verwendung finden!

Laichkegel

Höhlenbrüter bekommen eine oder mehrere ihrer Größe entsprechende Bruthöhlen, deren Form und die Anzahl der Öffnungen natürlich auf die zu züchtende Aquarium Fisch Art abgestimmt wird.

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Bei Freilaichern haben sich dicke Kieselsteine am Boden des Ablaichaquariums bewährt, zwischen die die Laichkörner fallen können, sodass die Elternfische sie nicht mehr erreichen und fressen können.

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Wer keine Kiesel im Aquarium haben möchte, kann alternativ einen Laichrost basteln, der ein paar Zentimeter oberhalb des Aquarium Bodens angebracht wird. Durch das Gitter fallen die im Freiwasser abgelegten Eier der Freilaicher außer Reichweite der Elternfische. Wichtig: Vor dem Schlupf und dem Aufschwimmen der Jungfische werden die freilaichenden Elternfische aus dem Zucht Aquarium genommen, wenn sie die kleinen aufschwimmenden Fischlarven ebenfalls fressen würden.

Braucht ein Ablaichbecken und Aufzuchtaquarium Aquarientechnik?

Hier hören wir ein entschiedenes "Kommt drauf an"! Ein Motorfilter ist im Aufzucht Aquarium eher kontraproduktiv, weil Laich und junge Fischlarven eingesaugt werden würden. Statt dessen verwendest du einen mit einer Luftpumpe betriebenen Luftheberfilter mit feiner Filterpatrone - oder du betreibst dein Aufzucht Aquarium filterlos.

Grundsätzlich empfehlen wir für ein Aufzucht Aquarium engmaschige relativ große Wasserwechsel. Auch wird der Bodengrund regelmäßig abgesaugt, um nicht gefressenes Futter zu entfernen. Zudem empfehlen wir die Gabe von flüssigen Huminstoffen, die Verpilzungen und bakteriellen Infektionen bei Laich und Jungfischen vorbeugen können.

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Eine Heizung dagegen kann bei der Aufzucht vor allem tropischer Zierfisch Arten eine notwendige Anschaffung sein, ebenso eine Belüftung oder ein Oxydator oder ein Twinstar zur erhöhten Sauerstoffversorgung. Twinstar und Oxydator haben außerdem die Eigenschaft, aktiven Sauerstoff abzugeben, der Bakterien und PIlzsporen einfach wegdesinfiziert.

Das Keilbecken für den Daueransatz

In einem ausreichend großen Keilbecken kannst du deine Zuchtfische auch im Daueransatz halten. Ein Keilbecken zeichnet sich durch eine Unterteilung aus. Dabei werden zwei Scheiben keilförmig ins Aquarium geklebt, die einen so kleinen Spalt offen lassen, dass die Elternfische nicht durch gelangen können, wohl aber die Fischlarven. Eine entsprechend gerichtete Filterströmung sorgt dafür, dass die Fischlarven auch wirklich durch den Spalt in ihren Aufzuchtraum gelangen. In dem Raum hinter dem Keil können die Fischlarven gefahrlos heranwachsen und werden dann herausgenommen, wenn sie so groß geworden sind, dass sie ihren kleineren Geschwistern gefährlich werden würden.

Auch ein Keilbecken kann entsprechend sehr fischfreundlich eingerichtet werden, vor allem, wenn es zum Daueransatz dienen soll, empfehlen wir, besonders auf artgerechte Verhältnisse im Zucht Aquarium zu achten.


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