Wie gestalte und pflege ich ein Aquascape im Iwagumi Stil? Unsere fünf Top Tipps!
Inhaltsverzeichnis
- Was ist die Besonderheit der Stilrichtung Iwagumi beim Aquascaping?
- Tipp 1: Welche Steine verwendet man beim Iwagumi, und wie ordnet man sie an?
- Tipp 2: Wie trennt man den hellen Sand und den dunklen Soil im Iwagumi, damit sich nichts vermischt?
- Tipp 3: Was tun gegen Pinselalgen?
- Tipp 4: Wann werden die Pflanzen im Iwagumi zurückgeschnitten?
- Tipp 5: Wie entfernt man nach dem Rückschnitt im Iwagumi die kleinen Pflanzenreste am effektivsten?
Was ist die Besonderheit der Stilrichtung Iwagumi beim Aquascaping?
Ein Iwagumi Aquarium ist reine Meditation … so ein Iwagumi-Layout wirkt leicht und harmonisch, wie eine natürliche Landschaft - und mit ein paar Tricks bekommst du das als Einsteiger auch hin!
Ein Iwagumi zeichnet sich dadurch aus, dass du eine ungerade Anzahl unterschiedlich großer Steine (derselben Steinart, das ist wichtig!) verwendest, Aqua Soil als Bodengrund für die Pflanzen und hellen Sand als kosmetischen Sand sowie niedrige Bodendecker Pflanzen, mit denen das Aquascape bepflanzt wird. Holz gibt es im Iwagumi gar nicht.

Selten werden im Hintergrund höhere feine Pflanzen verwendet, in der Regel beschränkt man sich allerdings auf niedrige Bodendecker wie Glossostigma, Kleefarn, Nadelsimse oder Zwerg Nadelsimse, … in älteren Iwagumi Layouts verwendete man häufig nur eine Pflanzensorte, in modernen Iwagumi Scapes mischt man unterschiedliche Bodendecker, um dadurch eine natürlichere Wirkung zu erzielen.
Hier geben wir fünf Profitipps, mit deren Hilfe du auch als Einsteiger ein professionell aussehendes Iwagumi hinbekommst!
Tipp 1: Welche Steine verwendet man beim Iwagumi, und wie ordnet man sie an?
Im Iwagumi ist der Größenunterschied bei den Steinen sehr wichtig, er verleiht dem Aquascape seine Spannung. Wichtig ist, dass die Stein Sorten jedoch nicht gemischt werden! Von der Farbe her sollten die Hardscape Steine im Iwagumi auf jeden Fall zusammenpassen.
Die Steine beim Iwagumi haben verschiedene japanische Namen: Der größte Stein oder Hauptstein heißt Oyaishi, die kleineren Nebensteine nennt man in der Reihenfolge ihrer Größe Fukuishi und Soeishi. Der Hauptstein ist immer nur einer, ebenso der Fukuishi. Von den Soeishi kannst du einen oder mehrere verwenden - aber immer so, dass die Gesamtzahl der Steine ungerade ist.

Echte Profis setzen zusätzlich noch kleinere dekorative Steine ein, die man Suteishi nennt. Sie machen den Übergang zwischen den größeren Steinen und dem bepflanzten Teil des Iwagumi harmonischer und wirken teilweise mit den Bodendeckern überwachsen am harmonischsten und natürlichsten.
So wirkt die Anordnung der Steine im Aquascape wie ein Gebirge, natürliche Klippen oder eine ähnliche Natur Landschaft.
Tipp 2: Wie trennt man den hellen Sand und den dunklen Soil im Iwagumi, damit sich nichts vermischt?
Damit sich der helle kosmetische Sand und der dunkle Pflanzensoil nicht vermischen, wenn man Mulm saugt oder die Garnelen dohch mal das eine oder andere Körnchen herumtragen, legst du kleine Steine als Grenze zwischen die verschiedenen Zonen deines Bodengrundes. Wenn du Lücken zwischen diesen Steinen dann auch noch mit NatureHolic Hardscape Watte ausfüllst, vermischen sich Sand und Soil noch weniger schnell. So bleiben Wege aus Sand und Sandzonen länger sauber und hell.

Tipp 3: Was tun gegen Pinselalgen?
In einem Iwagumi, das nur mit mittelschnell oder gar langsam wachsenden Bodendeckern bepflanzt ist, können sich Algen breit machen, wenn man nicht aufpasst. Vor allem Pinselalgen sehen im Aquascape im Iwagumi Stil nicht supertoll aus. Pinselalgen und Bartalgen entstehen häufig, wenn über die Lichtphase hinweg der CO2 Gehalt schwankt, und strömungsarme Zonen machen die Sache noch schlimmer.
Hinter den großen Steinen eines Iwagumi bilden sich gerne solche strömungsarmen Bereich, in denen weniger CO2 ankommt, was das Algenwachstum befeuern kann.
Wenn du deinen Filterauslass so einstellst, dass im Aquarium eine kreisförmige Strömung entsteht, vermeidest du die Bildung solcher strömungsarmen und damit CO2 armen Zonen.

Tipp 4: Wann werden die Pflanzen im Iwagumi zurückgeschnitten?
Um einen dichten Teppich aus Kuba Zwergperlenkraut (Hemianthus callitrichoides oder Zungenblatt (Glossostigma elatinoides in ordentlichem Zustand zu erhalten, wird der Teppich lange bevor er unordentlich zu wirken beginnt zurückgeschnitten. Wenn du die Schicht der Vordergrund Pflanzen zu dick werden lässt, stirbt die unterste Schicht durch den Lichtmangel ab, und der gesamte Teppich kann dann aufschwimmen.

Um das zu vermeiden, schneidest du routinemäßig deinen Teppich aus Vordergrundpflanzen auf wenige Millimeter zurück, damit sich die Pflanzen besser verzweigen und niederliegende horizontale Triebe ausbilden.
Tipp 5: Wie entfernt man nach dem Rückschnitt im Iwagumi die kleinen Pflanzenreste am effektivsten?
Bei diesem eher aggressiven Rückschnitt fallen eine Menge sehr kurze Triebe an, die sich mit gängigen Methoden nachträglich nur schwierig entfernen lassen und sich überall absetzen, was unordentlich wirkt. Auch der Filter kann dadurch verstopfen und sich der Filterdurchfluss stark verringern.
Idealerweise machst du dir deshalb die zweihändige Methode zunutze: Mit der einen Hand schneidest du deine Bodendecker im Aquascape zurück, mit der anderen hältst du deinen Mulmsauger direkt an die Schnittstelle. So kannst du deinen Rückschnitt direkt wegsaugen und musst die feinen Blättchen und Triebe nicht mühselig zwischen den Steinen herausfrickeln.
