Filtrierende Garnelen, Schnecken und Muscheln fürs Aquarium
Inhaltsverzeichnis
- Filtrierende Wirbellose des Süßwassers
- Ein Aquarium für Filtrierer
- Wie füttere ich die filtrierenden Wirbellosen im Aquarium?
- Wie stelle ich in einem Aquarium mit Filtrierern eine hohe Wasserqualität sicher?
Filtrierende Wirbellose des Süßwassers
Filtrierende Süßwasser Wirbellose sind ganz besondere Tiere, die in der Natur feinste Schwebeteilchen aus dem Wasser einfangen und sie dann fressen. Teilweise sind diese Aquarium Tiere an extreme Lebensräume angepasst, teilweise sind sie aber auch eher Generalisten.
Hier im Online Shop Blog stellen wir filtrierende Garnelen, Schnecken und Muscheln fürs Süßwasser Aquarium vor und zeigen dir, was du bei ihrer Haltung beachten solltest, damit es deinen Aquarium Tieren gut geht.
Ein Aquarium für Filtrierer
Häufig leben Filtrierer in der Natur in Gewässern mit mittlerer bis sehr starker Strömung, die die feinen Futterpartikel zu ihnen bringt. Im Aquarium reicht die Filterströmung häufig nicht aus - aus dem Filter kommt ja sauberes Wasser, das keine Schwebeteilchen mehr enthält. Darum solltest du ein Aquarium für filternde Wirbellose zusätzlich mit einer Strömungspumpe ausstatten, die für eine gute Wasserbewegung sorgt und die Futterpartikel zu deinen Fächergarnelen, Filterschnecken und Co. bringt. Insbesondere Fächergarnelen sind sehr auf eine wirklich starke Strömung und einen hohen Sauerstoffgehalt im Aquarium Wasser angewiesen.

Dein Strömungsaquarium sollte neben den Strömungszonen auch ruhigere Zonen für nicht ganz so strömungsliebende Mitbewohner und für Aquarium Pflanzen beinhalten. Viele Pflanzen können besonders starker Strömung nicht Stand halten. Einige größere Steine und Wurzeln bieten den Filtrierern Flächen zum Aufsitzen und schaffen gleichzeitig auch strömungsärmere Bereiche.
Wie füttere ich die filtrierenden Wirbellosen im Aquarium?
In der Natur filtern Fächergarnelen, filtrierende Schnecken und Muscheln ihr Futter aus der Wassersäule heraus. Schwebende Detritus Teilchen, Algen und kleinste Insektenlarven und Würmer werden mit unterschiedlichen Fächer- und Filtertechniken aus dem Wasser gefangen.
Auch im Aquarium sind Filtrierer wie Fächergarnelen, Filterschnecken und Muscheln auf Strömung angewiesen, die das Futter zu ihnen bringt.
Ein sehr gutes Futter für alle Filtrierer im Süßwasser Aquarium - egal ob Fächergarnele, filtrierende Schnecke oder Muschel - ist der Nano Dust von Chris & Oli's. Dieses Staubfutter verteilt sich besonders gut in der Strömung und stellt eine gute Mischung aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen dar. Merke: Schnecken und Muscheln im Süßwasser sind keine reinen Pflanzenfresser! Für gutes Wachstum und eine robuste Schutzschicht auf ihrem Gehäuse sind sie auf Proteine angewiesen. Diese Schutzschicht, das sogenannte Periostracum, besteht nämlich aus Komplexproteinen und kann nur dann ausreichend dick ausgebildet werden, wenn die Schnecke oder Muschel genügend Eiweiß zu sich nehmen kann.

Auch Fächergarnelen brauchen einiges an Proteinen und an Energie, um zu wachsen und um ihren Stoffwechsel aufrecht erhalten zu können.
Spinatpulver und Spirulinapulver lassen sich ebenfalls prima verfüttern und bringen neben Vitaminen und Ballaststoffen, wertvollem pflanzlichem Eiweiß auch noch natürliche Carotinoide für tolle Farben mit.
Mit einer Futterpipette dosierst du das in etwas Wasser aufgelöste Staubfutter perfekt und bringst es stressfrei in die Nähe deiner Filtrierer.

Neben Staubfutter eignet sich auch Puddingfutter prima für die Filtrierer. Dieses weiche Futter zerfällt in der Strömung nach und nach in feinere Partikel, die von der Strömung dann direkt zu den Fächergarnelen, filtrierenden Schnecken und zu den Muscheln getragen werden. Puddingfutter kaufst du hier im Shop online in verschiedenen leckeren und hochwertigen Sorten. Bei den einzelnen Tierarten findest du die jeweiligen Pudding Sorten, die am besten zu den von dir gepflegten Filtrierern passen.
Wie stelle ich in einem Aquarium mit Filtrierern eine hohe Wasserqualität sicher?
Nicht gefressenes Staubfutter kann im Aquarium mit Filtrieren durchaus ein Problem darstellen. In der Natur leben diese Wirbellosen teils in eher sauberen Gewässern, und im Aquarium können zu viele Nährstoffe im Wasser und die daraus resultierende Keimdichte ihnen Probleme bereiten. Ein guter Filter ist daher auch in einem Strömungsaquarium für Filtrierer eigentlich Pflicht - aber leider saugt der gute Filter auch ordentlich Futter weg, das den Tieren dann unter Umständen fehlt. In jedem Fall solltest du den Aquarium Filter während der Fütterung für eine kurze Zeit von etwa maximal einer Stunde ausschalten - wieder einschalten nicht vergessen! Ein ausreichend großes Strömungsbecken kann auch filterlos betrieben werden oder mit einem Bodenfilter ausgestattet werden.
Regelmäßige Wasserwechsel sind in einem Aquarium, in dem häufig Staubfutter gegeben wird, ebenfalls Pflicht. Ca. 30 bis 50% Wasser kannst du hier problemlos pro Woche wechseln, vor allem dann, wenn du das Becken ohne Filter betreibst. Auch kann es nicht schaden, den Boden ab und zu durchzumulmen, damit sich keine Gammelecken im Aquarium Substrat bilden.

Eine Truppe Turmdeckelschnecken (TDS) ist ebenfalls ein geeigneter Restefresser. Diese nützlichen kleinen Aquarium Schnecken pflügen den Bodengrund durch und kümmern sich um übrig gebliebenes Staubfutter, das sich im Strömungsbecken abgesetzt hat. Bitte beachte: In Aquarien mit eher zurückhaltenden filtrierenden Schnecken sind TDS und andere sich schnell vermehrende Aquarium Schnecken allerdings keine guten Begleiter, in diesem Fall solltest du auf diese Nutzschnecken verzichten.
Wenn Fächergarnelen mit den Fächern am Boden entlangstreifen, um so Nahrung zu suchen, stimmt etwas nicht. In der Regel sind dann die Fächer durch falsche Haltung (oft während des Transports oder in der Zoohandlung) so abgenutzt, dass sie nicht mehr zum Filtern taugen. Nach der nächsten Häutung werden die imposanten Fächergarnelen jedoch wieder in der Strömung sitzen, bei Häutungen können diese Garnelen alle ihre Extremitäten regenerieren.
Filtrierende Garnelen aka Fächergarnelen
Bei Fächergarnelen sind die Scherenbeine zu feinen Fächern umgebildet, mit denen diese etwas größeren Garnelen feine Schwebeteilchen aus der Strömung fangen. Befindet sich im Fächer genügend Futter, wird er zusammengeklappt, und die Garnele steckt ihn in ihre Mundöffnung, um ihn dort genüsslich sauber zu lutschen.

In der Natur leben Fächergarnelen in besonders stark strömenden Gewässerabschnitten, wo sie oft in Gruppen mitten in der stärksten Strömung sitzen - im Weißwasser. Hier ist zudem auch der Sauerstoffgehalt besonders hoch. Im Aquarium brauchen Fächergarnelen deshalb auch nicht nur eine starke Strömung und gutes geeignetes Futter, sondern auch besonders viel Sauerstoff im Wasser.
Den Sauerstoffgehalt deines Aquarium Wassers kannst du mit einem Söchting Oxydator passender Größe erhöhen, oder mit einem Ausströmerstein, den du mit einer Durchlüfterpumpe betreibst.

Für Fächergarnelen eignet sich ideal das NatureHolic Fanfeed Fächergarnelenfutter. Es ist von den Zutaten perfekt auf den erhöhten Energiebedarf dieser besonderen Garnelen abgestimmt, die immerhin den ganzen Tag in einer starke Strömung sitzen. Auch Mainfeed Pudding, Champions Pudding (beide als Hauptfutter), Protein Pudding und Mineral Pudding von NatureHolic sind tolles Fächergarnelenfutter, das gerne genommen und gefressen wird. Vom jeweiligen Pudding klebst du einfach eine erbsengroße Menge an eine gut durchströmte Stelle im Aquarium, und die Strömung trägt die Pudding Partikel in die aufgespannten Fächerhände deiner Fächerhandgarnelen.
Du solltest Fächergarnelen nicht alleine halten; die Gruppentiere brauchen die Anwesenheit von Artgenossen, um sich wirklich sicher zu fühlen.
Höhlen und Verstecke zwischen Wurzeln werden von Fächergarnelen gerne angenommen - diese Versteckplätze sollten so platziert werden, dass die Garnelen in ihren Verstecken in der Strömung fächern können.
Alle Fächergarnelen vermehren sich nicht im Süßwasser, sondern bringen im Wasser treibende Larven zur Welt, die in der Natur von der Strömung ins Meer getrieben werden, wo sie heranwachsen - ganz ähnlich wie bei der Amanogarnele. Hier findest du einen Blog, wie du Amanogarnelen züchten kannst: Amanogarnelen züchten im Aquarium - bei Fächergarnelen funktioniert dies genauso, die Larven brauchen jedoch viel länger, um groß zu werden: zwischen 70 bis 120 Tagen, je nach Garnelenart. Du brauchst also etwas mehr Geduld - aber verschiedene Fächergarnelen Arten wurden in der Aquaristik bereits erfolgreich nachgezüchtet.
Die Dornfuß Bergwassergarnele
Atyopsis spinipes, die Dornfuß Garnele oder Dornfuß Bergwassergarnele ist eine Fächergarnele aus Südostasien. Sie kommt in der Natur in stark strömenden Gewässerabschnitten auf den Philippinen, Indonesien und Taiwan vor. Die Dornenfuß Bergwassergarnele ist eng mit der Molukken Fächergarnele Atyopsis moluccensis verwandt. Die Dornenfuß Bergwassergarnele kann eine Körperlänge von bis zu 10 cm erreichen. Die älteren Männchen fallen durch besonders kräftige bedornte Vorderbeine auf, während die Beine der jüngeren Männchen und auch der Weibchen in der Regel schlanker sind.

Die Molukken Fächergarnele
Die Molukken Fächergarnele Atyopsis moluccensis ist mit der Dornenfuß Fächergarnele verwandt und stammt aus Südostasien, wo sie von Indien über Sri Lanka bis Thailand und die Malaiische Halbinsel nach Indonesien und sogar bis Neuguinea verbreitet ist. Auch bei der Molukkenfächergarnele oder Radargarnele zeichnen sich die adulten Männchen durch etwas kräftigere Vorderbeine aus. Atyopsis moluccensis wird ebenfalls bis ca. 10 cm groß.

Die Mini Fächergarnele
Die Mini Fächergarnele oder Zwerg Fächergarnele Atoyida pilipes ist gegen die Molukken Fächergarnele und die Dornfuss Fächergarnele ein echter Zwerg: Mit nur 5,5 cm Gesamtlänge ist sie nur ungefähr so groß wie eine Amanogarnele (mit der sie übrigens im Handel gerne verwechselt wird). Auf den zweiten Blick kann man die Zwergfächerhandgarnele aber ganz gut von der Amanogarnele unterscheiden, sie hat ja ihre Fächerhände. Atoyida pilipes kommt in der Natur in stark strömenden Gewässern in der südostasiatischen Inselwelt von Fidschi über Polynesien und Guam bis zu den kleinen Sundainseln (Indonesien) vor, ebenso wie in Japan, Neukaledonien, den Philippinen und den Nördlichen Marianen Inseln.

Die Blaue Gabun Fächerhandgarnele
Atya gabonensis, die Blaue Gabun Fächergarnele ist dagegen ein echter Riese; mit 14 cm Gesamtlänge ist sie nochmals deutlich beeindruckender als die anderen Fächergarnelen in der Aquaristik. In der Natur ist diese Fächergarnele in Westafrika sowie im östlichen Südamerika beheimatet. Die Gabun Fächergarnele braucht im Aquarium ganz besonders viel Sauerstoff und eine extreme Strömung. Für ein normales Gesellschaftsaquarium ist diese große Fächergarnele nicht geeignet.

Filtrierende Aquarium Schnecken
Filtrierende Aquarium Schnecken kommen fast weltweit vor, auch bei uns findet man Filtrierer in der Natur. Die recht geselligen Schnecken bevorzugen Gewässer mit einer leichten bis mittleren Strömung und pflanzen sich in der Regel im Süßwasser fort. Weil die filtrierenden Schnecken etwas spezieller von den Ansprüchen ans Aquarium sind, ist keine Massenbesiedlung zu erwarten. Am besten hältst du diese Wasserschnecken in einer kleinen Gruppe im Aquarium.
Die Schwebeteilchen aus dem Wasser sammeln diese Schnecken über eine Rinne entlang ihres Körpers in einem Schleimnetz, das sie einfach auffressen, wenn es voll ist. Neben Schwebeteilchen aus dem Wasser fressen filtrierende Aquarium Schnecken auch Aufwuchs und teils sogar Futterreste. Sie putzen also ihr eigenes übrig gebliebenes Staubfutter wieder weg - wie praktisch!

Im Aquarium brauchen filtrierende Schnecken nicht unbedingt eine extra Strömungspumpe. Flächen zum Abweiden werden gerne bekrabbelt.
Als Futter für filtrierende Aquarium Schnecken eignet sich der speziell für Schnecken entwickelte NatureHolic Snailfeed Pudding, aber auch der NatureHolic Champions Pudding (beide gut geeignet als Hauptfutter für filtrierende Schnecken), und zur Ergänzung der täglichen Nahrung außerdem noch der NatureHolic Protein Pudding als Eiweißbooster und NatureHolic Mineral Pudding zur Deckung des Mineral- und vor allem des Kalkbedarfs für ein stabiles Schneckenhaus. Von den Puddingen klebst du einfach eine kleine Menge auf eine Oberfläche in der Wasserströmung, die Strömung besorgt den Rest. Außerdem ist auch der flüssige NatureHolic SnailBooster ein tolles Futter für Filtriererschnecken.
Die Gattung Brotia
In der Gattung Brotia haben wir tolle Filterschnecken, die samt und sonders etwas wärmere Temperaturen im Aquarium brauchen; um die 25 °C sind optimal. Achtung, insbesondere bei den etwas längeren Häuschen solltest du bei der Aquarium Einrichtung darauf achten, dass die Schnecken nicht steckenbleiben können.
Die Schnecken der Gattung Brotia können sich im Süßwasser fortpflanzen. Brotia sind immer getrennt geschlechtlich, das heißt, es gibt hier Männchen und Weibchen, keine Zwitter. Die Weibchen legen nach der erfolgreichen Paarung keine Eier ab, sondern brüten die Jungen in ihrem Brutbeutel aus und entlassen die fertig entwickelten Jungschnecken einzeln oder im Doppelpack.
Die Herkules Turmdeckelschnecke
Brotia herculea, die Herkulesschnecke, trägt ihren Namen absolut zu Recht. Mit bis zu 10 cm Gehäuselänge ist sie ein wahrer Herkules unter den Aquarium Schnecken! Brotia herculea wird in der Aquaristik relativ häufig nachgezogen.
Leider wird das Gehäuse dieser schicken Filtriererschnecke aus Südostasien hin und wieder geschliffen; die so entstandenen besonders hellen Schnecken werden als Herculea White (oder ähnlich) vertickt. Leider ist das Schleifen für die Schnecken mit sehr viel Stress verbunden, und nicht alle überleben die Prozedur und den danach folgenden Transport. Auch sind die abgeschliffenen Gehäuse sehr anfällig gegen saures Wasser. Diese Praxis sollte nicht durch einen Kauf unterstützt werden!

Die Igel Schnecken
Die Igel Schnecke Brotia armata hat ein attraktiv gestacheltes Gehäuse. Die Igelschnecke wird nur etwa 3 cm groß und stammt aus dem Kaek River in Thailand. Die Nachzucht ist im Aquarium schon vereinzelt gelungen.

Die Bienenschnecke
Die Bienenschnecke Brotia dautzenbergiana wurde teils als Brotia manningi verkauft. B. manningi hat jedoch ein bauchigeres Gehäuse. Die gestreifte Bienenschnecke wird etwa 4 cm lang und stammt ursprünglich aus Thailand, wo sie relativ weit verbreitet ist. Brotia dautzenbergiana ist eine lebend gebärende Schnecke und wurde in der Aquaristik schon vereinzelt nachgezogen.

Die Familie Viviparidae
Die Viviparidae oder die Lebend gebärenden Schnecken tun genau das: sie bringen lebende Jungtiere zur Welt, jeweils eines oder selten auch mal zwei. Die Familie der Viviparidae ist weit verbreitet; auch in Europa gibt es Vertreter dieser schönen Wasserschnecken. Wie die Gattung Brotia sind auch die Viviparidae filtrierende Schnecken, die aber auch Aufwuchs abgrasen.
Die Viviparidae sind getrennt geschlechtliche Schnecken. Die Männchen erkennst du an ihrem deutlich verdickten rechten Fühler, der gleichzeitig ihr Begattungsorgan ist. Bei den Weibchen sind beide Fühler gleich dünn.

Die Sumpfdeckelschnecke
Die bis 4 cm große Sumpfdeckelschnecke Viviparus viviparus kommt bei uns in Mitteleuropa und Osteuropa auch in der Natur in sedimentreichen Gewässern vor, die nicht unbedingt eine Strömung besitzen müssen. Im Aquarium ist es der Sumpfdeckelschnecke meist ein wenig zu warm, aber für einen winterfesten Gartenteich ist diese gesellige Schnecke eine tolle Wahl!

Die Pianoschnecke
Die braun beige gebänderte Pianoschnecke oder Pinselalgenschnecke Taia naticoides aus Südostasien ist eine klasse Aquariumschnecke, die zwar wenig durchsetzungsfähig gegenüber sich stark vermehrenden Aquarium Schnecken wie Posthornschnecken ist, die aber im Artbecken oder zusammen mit Garnelen eine gute Figur macht. Von der Pianoschnecke gibt es auch eine lila Variante. Sie zeichnet sich durch besonders hübsche Gehäusefarben aus.

Die Orange Spot Schnecke
Die Orange Spot Schnecke ist eine noch unbestimmte Art aus der Gattung Filopaludina aus Südostasien. Die orange gepunktete Schnecke wird bis 4 cm groß und neigt im Aquarium nicht zur Massenvermehrung.

Tiger Turmdeckelschnecke
Die wunderschön gezeichnete Tiger Turmdeckelschnecke Filopaludina sumatrensis polygramma stammt aus Thailand und macht mit ihrem feinen Streifenmuster ihrem Namen alle Ehre. Auch diese Filopaludina ist eine eher ruhige, bis 4 cm groß werdende Schnecke, die sich in einem Artbecken oder mit Fächergarnelen zusammen am wohlsten fühlt.

Die Blue Berry Schnecke
Die mit 2-3 cm etwas kleinere Blue Berry Snail macht in der Wirbellosen Aquaristik dank ihres dunkelblauen, orange gepunkteten Körpers so richtig Furore. Die kleine Schnecke aus Papua lässt sich sehr gut im Aquarium halten und vermehrt sich sogar recht willig. In ihrer Heimat teilt sie sich das Habitat mit Cherax Krebsen - im Aquarium sollte sie jedoch nicht mit diesen potentiellen Fressfeinden gehalten werden.

Muscheln im Aquarium
Muscheln im Aquarium sind nicht ganz leicht zu halten und verhungern in gefilterten Becken leider häufig. Ein Muschel Aquarium sollte daher bevorzugt filterlos gefahren werden; es wird von den Muscheln selbst sehr effektiv sauber gehalten. So eine Muschel pumpt viele Liter Wasser pro Stunde durch ihren Körper und filtert dabei sämtliche Schwebeteilchen heraus. Bei der Versorgung der Muscheln mit Staubfutter leistet eine Strömungspumpe gute Dienste, die für eine moderate Strömung im filterlosen Muschel Aquarium sorgt.
Viele Muscheln brauchen zur Vermehrung einen Wirt - Muschellarven halten sich gerne in den Kiemen von Fischen auf. Daher ist die Vermehrung von Muscheln im Aquarium je nach Art nur ganz schwierig möglich bis unmöglich.

Damit deine Muschel sich wohl fühlt, braucht sie einen recht hohen, weichen Bodengrund, sodass sie sich artgemäß eingraben kann. Das Aquarium sollte nicht zu dicht bepflanzt sein. Sand oder feiner Kies ist für die Muschelhaltung gut geeignet. Oft schaut von der Muschel im Aquarium nur die obere Kante mit der Einströmöffnung und der Ausströmöffnung aus dem Bodengrund heraus.
Vor allem große Muscheln solltest du regelmäßig zufüttern. Damit die Muscheln nicht erschrickt, wenn plötzlich ein starker Wasserstrahl auf sie trifft, kannst du idealerweise das Muschelfutter mit einer Pipette ganz vorsichtig in Richtung der Muschel sprühen.
Optimal eignet sich unser NatureHolic MusselFeed für Ziermuscheln im Aquarium - und wer nicht mühsam anrühren und abwiegen möchte, greift zu unserem flüssigen Clam Booster, den wir liebevoll auch Muscheldünger nennen.
Auch Puddingfutter eignet sich zur Ernährung von Muscheln im Aquarium - dazu pappst du einfach eine kleine Portion in die Strömung, die dann die Futterpartikel zu deinen Muscheln hinträgt - ganz ohne Störung für deine Muscheln. Gut eignen sich der NatureHolic Champions Pudding als Hauptfutter und NatureHolic Protein Pudding als Eiweißlieferant und NatureHolic Mineral Pudding als Mineralstofflieferant für schöne Muschelschalen und ordentliches Wachstum.
Die Goldene Körbchenmuschel
Die asiatische nur 3 cm kleine Goldene Körbchenmuschel Corbicula javanicus stellt eine Ausnahme bei der Vermehrung da - diese Corbicula schafft das auch ohne fischigen Zwischenwirt und kann sich daher im Aquarium ganz gut vermehren - ohne jedoch gleich eine Massenbevölkerung auszulösen.

Die Schwarze Herzmuschel
Schwarze Herzmuscheln gehören zur Art Batissa violacea. Diese Körbchenmuschel aus dem tropischen Asien wird bei guter Haltung bis 15 cm groß und braucht dementsprechend ein Aquarium ab ca. 80 Litern. Über eine Fortpflanzung im Aquarium ist nichts bekannt. Leider wird die Schwarze Herzmuschel lebendig abgeschliffen, sodass das violette Innere der Muschelschalen zutage tritt. Aus Tierschutzgründen ist diese Praxis abzulehnen.

Die Tropische Muschel Pilsbryoconcha exilis
Pilsbryoconcha exilis ist eine tropische Süßwassermuschel aus Südostasien, die dort ganz unterschiedliche Habitate bewohnt und bis 10 cm groß wird. Ihre charakteristische Ecke in der Schale erinnert ein bisschen an eine Haifischflosse. Im Aquarium vermehrt sich Pilsbryoconcha exilis nicht, weil die Muschellarven für ihre Entwicklung auf eine ganz bestimmte Fischart angewiesen sind, die nicht im Aquarium gehalten wird.

Die Grüne Süßwassermuschel
Die Perlmuschel oder Grüne Süßwassermuschel Cristaria tenuis aus Südostasien wird beeindruckende 12 cm groß, wenn sie gut gehalten wird. Leider wird - ähnlich wie bei den Schnecken und wie bei der Schwarzen Herzmuschel - auch diese hübsche Süßwassermuschel bei lebendigem Leib abgeschliffen, sodass ihre Schalen rosa glänzen. Wir finden: In Grün ist die Muschel um einiges schöner und wirkt natürlicher.














