Mikrokrabben, Limnopilos nayanetri - Die kleinste Krabbe der Welt!

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Mikrokrabben, Limnopilos nayanetri - Die kleinste Krabbe der Welt!

Die Mikrokrabbe ist eine rein aquatile, also ausschließlich im Wasser lebende, sehr kleine Krabbenart genau genommen die kleinste Krabbenart der Welt! Sie gehört zur Familie der Hymenosomatidae, den sogenannten Falschen Spinnenkrabben. Wie ihr Name schon andeutet, ist sie wie alle Vertreter ihrer Familie sehr klein. Ausgewachsen erreicht der Panzer (Carapax) der Mikrokrabbe eine Breite von ungefähr 10 mm. Es wurden schon Eier tragende Weibchen mit unter 8 mm Carapaxbreite beobachtet, die Geschlechtsreife tritt also deutlich früher ein. Die grazilen Tiere haben ungewöhnlich lange Beine, was ihnen trotz der geringen Körpergröße eine Spannweite von bis zu 3 cm verleiht. Es wird allerdings des öfteren beobachtet, dass sie ihre Beine einklappen können, was sie dann kürzer wirken lässt. Der Panzer der Mikrokrabbe hat eine auffallend runde Form. Die Scheren der Tiere sind deutlich behaart, was darauf hindeutet, dass die Tiere nicht nur festes Futter fressen, sondern auch Schwebeteilchen aus dem Wasser filtrieren.

Woher kommen Mikrokrabben?

Die Mikrokrabben stammen aus Thailand. In ihrem Heimatbiotop, einem kleinen, langsam fließenden Fluss, leben sie hauptsächlich in ruhigen, fast stehenden Abschnitten in den Wurzeln der Wasserhyazinthen und in feinen Wasserpflanzen.


Microkrabben im Aquarium halten

Die Mikrokrabbe braucht keinen Landteil und kann im Süßwasseraquarium gehalten werden. Sie bevorzugt einen pH von 6,5 bis 7,5 und eine GH bis 15. Die Temperaturen sollten 22 °C nicht unterschreiten, sie fühlt sich bis 28 °C wohl. Eine Heizung ist in Aquarien mit Zimmertemperatur also nicht unbedingt notwendig. Ihre sehr geringe Größe macht die Mikrokrabbe zu idealen Bewohnern für ein Nano-Aquarium. Eine Gruppe von 5 bis 10 Tieren ist ein guter Startbesatz. Innerartlich sind die Tiere nicht stark aggressiv. Der Filter muss natürlich entsprechend mikrokrabbensicher gemacht werden, ein Luftheber ist durchaus empfehlenswert, hier laufen die Tiere keine Gefahr, eingesaugt zu werden. Als Bodengrund eignet sich Sand oder Kies. Sie brauchen feinfiedrige Wasserpflanzen, eine Decke aus Schwimmpflanzen ist optimal. In den Wurzelbärten halten sich die Krabben sehr gern auf. Zu Anfang sind die Tiere sehr heimlich, mit der Zeit sieht man sie vor allem im Artbecken auch öfter.

 


Microkrabben Vergesellschaften

Mit Fischen sollten die Tiere nicht zusammen gehalten werden, für die meisten Aquarienfische wären diese winzigen Krabben wohl ein willkommener Snack. Auch mit Zwergkrebsen sollte man sie nicht vergesellschaften, sie würden angegriffen und gefressen. Mit Zwerggarnelen lassen sie sich dagegen gut vergesellschaften. Kleine Schnecken wie junge Blasen- oder Turmdeckelnschncken werden von den Krabben erbeutet und ausgelöffelt. Limnopilos nayanetri ernährt sich überwiegend carnivor, ist also ein Fleischfresser, und benötigt feines Futter. Artemianauplien sind hier ideal, ebenso wie feines Lebendfutter wie Mikrowürmer. Die Tiere fressen hin und wieder auch Spirulinapulver , sollten aber dennoch überwiegend mit tierischer Kost ernährt werden, beispielsweise mit speziellem Futter für fleischfressende Krabben . Sind die Futterstücke zu groß, sollte man sie noch etwas zerreiben.


Fortpflanzung - Mikrokrabben züchten?

Bei Krabben ist der Hinterleib, den alle Zehnfußkrebse (Decapoda) besitzen, zu denen sie ebenfalls gehören, unter den Panzer gefaltet. Dort ist er als sogenannte Bauchklappe sichtbar. Die Geschlechter lassen sich bei der Mikrokrabbe — wie bei allen Krabben — anhand dieser Bauchklappe sehr einfach unterscheiden, auch wenn man aufgrund der geringen Größe der Tiere dazu sicherlich eine gute Lupe braucht. Die Weibchen haben eine sehr breite, U-förmige Bauchklappe, die fast über die ganze Unterseite reicht, während sie bei den männlichen Tieren eher schmal und spitz zulaufend V-förmig ist. Nach der Paarung presst das Weibchen die gelblichen bis orangefarbenen Eier aus und hält sie bis zum Schlupf in der Bruttasche, die sie mit ihrer breiten Bauchklappe bildet. Obwohl Limnopilos nayanetri nur wenige, relativ große Eier trägt, schlüpfen Larven, die sich erst noch zu Krabben entwickeln müssen. Leider sind die adulten Krabben stark räuberisch und fressen die Larven sehr gern. Unglücklicherweise ist es bislang noch nicht gelungen, Limnopilos nayanetri in Gefangenschaft nachzuziehen. Die Larven konnten bislang noch nie länger als 10 bis 14 Tage am Leben erhalten werden. Es ist noch nicht einmal sicher, ob sie in Salz- oder Süßwasser aufwachsen, wobei mittlerweile einiges dafür spricht, dass sie Salzwasser brauchen.

Microkrabben Larven im Aquarium

Tags: Microkrabbe
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