Regelmäßige Arbeiten am Garnelenaquarium

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Regelmäßige Arbeiten am und im Aquarium mit Wirbellosen


Im Gegensatz zu einem reinen Fischaquarium oder einem Pflanzenbecken respektive reinen Aquascape nehmen uns im Wirbellosenaquarium unsere kleinen Mitbewohner viele Arbeiten ab. Garnelen und Schnecken kümmern sich beispielsweise sehr gern um Algenbeläge und Biofilme an den Scheiben und auf Deko und Pflanzen, und auch kleine Mengen abgestorbener Pflanzenreste oder gar vereinzelte tote Tiere trüben das Bild meist nicht lange. Dennoch gibt es natürlich einige Arbeiten, die man ganz besonders bei solchen Aquarien nicht vernachlässigen sollte, die nicht nur zur Zucht dienen, sondern auch noch einen gewissen dekorativen Aspekt in einen Raum bringen sollen.



Dabei unterscheiden wir nach täglichen, wöchentlichen und monatlichen Aufgaben.

Tägliche Arbeiten

Kontrolle — Checkliste

Pflicht ist natürlich der tägliche Kontrollblick ins Aquarium. Verhalten sich die Wirbellosen normal? Sehen sie irgendwie anders aus? Liegen irgendwo tote Tiere? Läuft der Filter? Wie sehen die Pflanzen aus? Gibt es Futterreste, die nicht gefressen wurden? Ist im Oxydator (wenn man einen verwendet) noch ausreichend Flüssigkeit? Läuft die CO2-Anlage?

Abhilfe

Tote Tiere oder abgestorbene Pflanzenreste sowie gelb werdende Blätter sollten entfernt werden, damit sich die Wasserwerte nicht verschlechtern und auch, damit Bakterien im Freiwasser nicht zu viel Futter finden und sich die Keimzahl über Gebühr erhöht. Auch nicht gefressenes Futter sollte aus denselben Gründen spätestens nach einigen Stunden aus dem Aquarium abgesaugt werden. Läuft der Filter nicht mehr oder ist der Durchfluss stark verringert, sollte der Schwamm gründlich ausgewaschen werden. Ist das Filterrädchen blockiert, muss man die Blockade beseitigen. Ist der Oxydator leer, muss er wieder befüllt werden. Auch die CO2-Versorgung sollte natürlich wieder hergestellt werden, wenn die Flasche einmal leer ist.

Fütterung

Gefüttert wird ebenfalls täglich oder jeden zweiten Tag — immer nur so viel, dass alles innerhalb weniger Stunden gefressen wird. Hat man braunes Herbstlaub im Aquarium (was wir für jedes Becken mit Wirbellosen empfehlen), schaden besonders im Garnelenaquarium auch mehrere futterfreie Tage pro Woche nicht.

Tagesdünger

Verwendet man einen Tagesdünger und/oder einen Kohlenstoffdünger, wird dieser natürlich auch noch eingebracht.


Wöchentliche Arbeiten

Düngung und Wasserwechsel

Düngt man dagegen auf Stoß beziehungsweise auf Vorrat, gibt man die benötigte Düngermenge einmal in der Woche, vorzugsweise nach dem Teilwasserwechsel, der ebenfalls einmal pro Woche fällig wird. Je nach Besatzdichte sollte man zwischen 10 und 50% der Wassermenge im Aquarium wechseln. Dazu saugt man das Wasser in einen Eimer ab und geht dabei auch gleich mit dem Mulmsauger durch den Bodengrund, ganz besonders am Futterplatz. So können Gammelstellen gar nicht erst entstehen. Vor dem Wegschütten sollte man das Wasser im Eimer sorgfältig auf eventuell mit abgesaugte Garnelenbabys untersuchen! Schützt man den Ansaugschlauch mit einem Stück Nylonstrumpf, verringert sich die Gefahr, Garnelenbabys einzusaugen, man bekommt allerdings den Mulm auch nicht so gut abgesaugt. Das Frischwasser wird gegebenenfalls von den Werten her angepasst (wenn man mit Osmosewasser und Aufhärtesalz arbeitet) oder bei Bedarf mit Wasseraufbereiter behandelt. Wichtig: Aufbereiter zieht auch Dünger aus dem Wasser — gibt man also Frischwasser mit Wasseraufbereiter ins Aquarium, muss man vor der nächsten Stoßdüngung unbedingt 24 bis 48 Stunden warten!

Pflanzenpflege

Ein Mal pro Woche werden auch die Pflanzen zurückgeschnitten, Stängelpflanzen gestutzt und eventuell neu gesetzt und Polsterpflanzen wie Moose oder Riccia zurückgenommen und neu aufgebunden.

Allgemeine Pflegemaßnahmen

Nun ist es auch an der Zeit, das Herbstlaub zu kontrollieren, abgefressene Blattgerippe herauszunehmen und neue braune Blätter nachzulegen. Es kann ebenfalls nicht schaden, einmal pro Woche die Deko wie Wurzeln und Steine etwas anzuheben und darunter den Mulm abzusaugen. Hat sich der nach hinten ansteigende Bodengrund auf den Weg zur vorderen Aquarienscheibe gemacht? Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, ihn mit einem Spatel wieder in Form zu bringen. Auch andersfarbige Bereiche (z.B. mit hellem Sand gestaltete Wege) sollten einmal in der Woche vorsichtig abgesaugt werden, damit ihre Farbe erhalten bleibt und diese Zonen nicht vermulmen.

Scheiben reinigen

Neritiden wie Rennschnecken, Napfschnecken oder auch Geweihschnecken halten zwar die Scheiben meist schön sauber, dennoch sollte man mindestens einmal die Woche die Frontscheibe mit einem Fensterputzer reinigen, damit die klare Sicht ins Aquarium gewährleistet bleibt. Da insbesondere Junggarnelen sehr gern den feinen Belag an der Scheibe abweiden, kann man sich überlegen, ob die Seitenscheiben und die Rückwand klinisch rein sein müssen oder ob man dort die Beläge den Tieren zuliebe belässt.


Monatliche Arbeiten

Wasserwerte kontrollieren

Spätestens einmal im Monat sollten die wichtigsten Wasserwerte wie GH, KH, Nitrit, Nitrat und der pH-Wert kontrolliert werden — bei Auffälligkeiten natürlich noch viel eher!
Bei groben Abweichungen sollte man sein Fütterungsverhalten überdenken, die Düngermenge gegebenenfalls anpassen und eventuell die Menge des wöchentlich gewechselten Wassers erhöhen.

Dropchecker neu füllen

Nutzt man einen CO2-Dauertest (Dropchecker), sollte man alle vier bis sechs Wochen die Indikatorflüssigkeit austauschen, damit die Anzeige zuverlässig funktioniert.

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  • für Anfänger wäre ausführlicher vielleicht besser

    Hallo
    Meine frage muss man das Wasser bei allen Garnelen aufsalzen oder geht normales Leitungswasser

  • sehr gut

    danke für die schönen Aufnahmen der feinen Tiere. Auch für die Hilfestellung was ist z u machen finde ich gut. Die haltung dieser Tiere ist nicht einfach dehalb gute Beratung für uns.

  • Frage zum futter

    Der block ist gut und informativ
    Hab nur eine Frage ich habe bereits das garnelen mainfutter benönnitge ich noch dad Protinfutter und das extra Futter die fächergarnele und ringlhand garnelen
    Möchte mir diese nach und nach holen habe bisher nur fische im aqarium

    Danke

  • Versuch, auf die wichtigesten Fragen in den Kommentaren zu antworten ...

    Hallo Andreas,
    das kommt ganz auf die Wasserwerte an, die bei dir aus der Leitung kommen. Hast du sehr weiches Wasser, kannst du Weichwassergarnelen auch in Leitungswasser halten. Garnelen, die hartes Wasser brauchen, tun sich damit allerdings dann eher schwer. Für sie sollte sehr weiches Wasser dann mit einem geeigneten Präparat aufgehärtet werden. Ist dein Leitungswasser hart, ist es für Garnelen aus weichem Wasser nicht gut geeignet, da ist es dann besser, auf Osmosewasser + Mineralsalz zurückzugreifen. Welche Garnelen welches Wasser brauchen, siehst du in den jeweiligen Beschreibungen im Shop hier.

    Hallo Saskia,
    Fächergarnelen brauchen Staubfutter, die fangen mit normalem Garnelenfutter nicht viel an. Ringelhandgarnelen brauchen mehr Proteine als Zwerggarnelen, für sie ist das Proteinfutter also eine sehr sinnvolle Ergänzung.