Die Vorteile von InVitro Pflanzen

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Emers - also über der Wasseroberfläche gezogene - Pflanzen aus der Gärtnerei haben zwar den Vorteil, dass sie schon groß und kräftig sind, wenn sie in unseren Aquarien ankommen, allerdings bieten sie nicht nur Vorteile.

Umstellung auf das Biotop Aquarium

Die meisten Aquarienpflanzen sind Sumpfpflanzen. Über Wasser gezogen, haben sie oft eine andere Form (die sogenannte Überwasserform oder emerse Form), und oft müssen sie sich erst einmal auf das Leben unter Wasser umstellen. Es kann also durchaus vorkommen, dass Blätter abgeworfen werden oder dass die Pflanze erst einmal kümmert und das Wachstum einstellt. 

Ungebetene Gäste

Mit emers gezogenen Pflanzen kann man sich ungebetene Gäste wie Libellenlarven, Schnecken und andere Organismen ins Aquarium holen, selbst Algen oder Algensporen können bei ihnen mitreisen. Importpflanzen werden vor der Einfuhr mit Pestiziden frei von Fremdorganismen gemacht — eine Praktik, der schon viele Garnelen zum Opfer gefallen sind.

Quarantäne Zeit

Vorsorglich empfiehlt man daher eine Quarantäne von bis zu zwei Wochen, bevor solche Pflanzen ins Aquarium gesetzt werden. Dann ist man auf der einigermaßen sicheren Seite. Auch die Glaswolle, die die Wurzelstöcke von getopften Aquarienpflanzen oft umgibt, muss vor dem Wässern so rückstandsfrei wie möglich entfernt werden — eine sehr ungeliebte Arbeit bei allen Pflanzenaquarianern, aber ein notwendiger Schritt bei emers gezogenen Pflanzen. 

abhilfe schaffen Invitro Pflanzen

Möchte man allerdings von vornherein ausschließen, dass man sich Pestizide, Algen, Krankheitserreger, Planarien, Schnecken und andere ungebetene Gäste ins Aquarium holt, so sind Pflanzen aus Gewebekultur eine gute Wahl. In Vitro (im Glas) gezogene Pflanzen werden im Labor aus Zellkulturen gezüchtet. Früher war diese Art der Kultivierung Orchideen und anderen hochpreisigen Pflanzen vorbehalten, mittlerweile ist die Methode aber alltagstauglich geworden, und auch preislich sind InVitro Pflanzen heute eine echte Alternative.

Welche Vorteile bieten im Labor gezogene Pflanzen?

Pflanzen aus InVitro Kulturen werden keimfrei und unter sterilen Bedingungen auf einem zuckerhaltigen Nährgel im Labor gezogen.

Keine Schnecken, Planarien und sonstigen Mitbewohner:

Kauf man herkömmlich gezogene Aquarienpflanzen, ist es gut möglich, dass man sich ungebetene Gäste ins Aquarium einschleppt, die man meist nur mit großer Mühe wieder los wird. Oft reisen beispielsweise Blasenschnecken in Pflanzen mit, aber man findet immer wieder auch Libellenlarven (die aus in das Pflanzengewebe eingestochenen Eiern schlüpfen und dann die wertvollen Garnelen fressen) und die gefürchteten Planarien, um nur einige Blinde Passagiere zu nennen. Das Thema füllt Foren und Facebookgruppen! InVitro Pflanzen sind garantiert frei von diesen Mitbewohnern, da diese Pflanzen im Gegensatz zu herkömmlichen Aquarienpflanzen in Töpfen oder im Bund steril im Labor kultiviert werden und so von vornherein erst gar nicht in Kontakt mit diesen unerwünschten Gästen kommen können.

Keine Algensporen, Bakterien und Pilze:

Dank der sterilen Aufzucht in den Kulturgefäßen können sich weder Algensporen noch Bakterien einschleichen, auch eine Verpilzung der Gewebekulturen ist ausgeschlossen. Pestizide und Bakterizide kommen nicht zum Einsatz und müssen daher auch nicht "ausgewässert" werden. InVitro Pflanzen können daher sogar in Aquarien mit sehr empfindlichen Garnelen sofort zum Einsatz kommen.

Keine Umstellung auf die Unterwasserform:

Aus Gewebekultur gezogene Pflanzen sind bereits in der Unterwasserform und müssen sich nicht umstellen, wenn sie ins Aquarium eingesetzt werden. Das erspart der Pflanze viel Stress und verschafft dem Besitzer Pflanzen, die nicht erst nach einiger Zeit, sondern praktisch sofort mit dem Wachstum beginnen und so gleich von Anfang an eine Konkurrenz gegen Algen bilden.

Mehr Pflanzenmasse fürs Geld:

Im Gegensatz zur Topf oder Bund Pflanzen bekommt man bei InVitro Bechern mehr Pflanzenmasse für sein Geld. So gesehen hat man deutlich mehr Ausgangsmaterial für die Einrichtung, die Pflanzen lassen sich deutlich einfacher teilen als im Topf gezogene Pflanzen mit einem zusammenhängenden Wurzelklumpen.

Längere Lagerdauer:

InVitro Becher lassen sich länger lagern als herkömmlich gezüchtete Aquarienpflanzen. Wir empfehlen dennoch eine maximale Lagerdauer von 7-14 Tagen. Wenn das eigentlich klare Nährgel beginnt, trübe zu werden oder sich zu verfärben, ist es allerhöchste Eisenbahn!

Einfachere Vorbereitung:

In der Gewebekultur oder Meristemkultur werden die Pflanzen ohne Pestizide und Bakterizide auf einem flüssigen oder gelartigen Medium gezogen. Damit entfällt das Problem, dass man die Pflanzen erst noch mühsam von der lästigen Steinwolle befreien muss, die bei emers gezogenen Pflanzen oft den Wurzelballen schützt. Das Nährgel wird einfach unter fließendem Wasser abgespült und die Pflanze ist bereit zum Einsatz. Die Portionen aus den Bechern lassen sich mit wenigen Handgriffen sehr einfach und verlustfrei teilen und dann einpflanzen. Je nach Umgebung und Art entwickeln sich zusammenhängende Pflanzenteppiche innerhalb von einigen wenigen Wochen.

Damit sind InVitro Pflanzen nicht nur irgendwelchen Spezialisten vorbehalten, sondern sie sind eine alltagstaugliche, praktische Alternative für das heimische Gesellschaftsaquarium — und für Artaquarien mit Garnelen sowieso. Sie ersparen gerade Einsteigern unheimlich viel Stress und zusätzliche Arbeiten und den Garnelen unnötige Risiken für ihr Leben und ihre Gesundheit.

Expertenkommentar: Plantahunter Stefan Hummel / Dennerle

Traditionellen Pflanzen im Topf oder Bund

Bei Dennerle wird strengstens der Pflanzenschutz überwacht und kontrolliert. Wir arbeiten auch in unseren Gewächshäusern mit Nützlingen umso die Pestizidbelastung auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Topf und Bund Pflanzen der Firma Dennerle können mit gutem gewissen auch direkt im Garnelenaquarium eingesetzt werden.

Für mich gibt es 5 folgende Highlights bezüglich der Dennerle Invitro plantit Reihe : 

  • gesunde und sterile Pflanzen, keine Krankheitserreger oder Schädlingsbefall, keine Algen oder Schnecken
  • sehr große Vielfalt an verschiedenen Pflanzen für Vorder, Mittel und Hintergrund. Das heißt, man kann mit plantit Dosen verschiedenartige Landschaften erstellen
  • plantit Pflanzen sind auch ein Beitrag zum Naturschutz, wie man am Beispiel der Bucephalandra Arten aus Borneo gut nachvollziehen kann. Die Wildentnahme wird hoffentlich durch die Labor -Vermehrung ersetzt.
  • in der Plantit Reihe gibt es einige Raritäten die es im normalen Handel nicht gibt oder nur sehr selten. Ein gutes Beispiel ist die Cryptocoryne usteriana, welche der Cryptocoryne aponogetifolia Zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch eigene Dennerle Züchtung sind dabei wie Cryptocoryne spec. ´Flamingo´ oder Cryptocoryne lutea ´Hobbit´ und als jüngstes Beispiel die kleineste Anubias der Welt: Anubias nana ´Pangolino´ !!!
  • plantit Pflanzen sind gut verzweigt und kompakt - gerade viele Stängelpflanzen sind extrem vieltriebig und gerade beim Aquascaping sehr beliebt. 

 

Stefan Hummel, Plantahunter

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