Garnelen Vergesellschaften - Kreuzungstabelle

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Garnelen mit Garnelen

IMG_3747558d3d2042a63Unterschiedliche Farbschläge der Gattung Neocaridina haben meist wildfarbenen Nachwuchs. In den Folgegenerationen tauchen zwar immer wieder farbige Tiere auf, der Großteil ist jedoch bräunlich-durchsichtig und relativ unspektakulär. Auch hier gibt es einige wenige Ausnahmen, so kann man zum Beispiel Blue Jelly, Blue Rili, Red Rili und Red Fire bzw. Sakura miteinander halten, ohne dass es zu wildfarbenem Nachwuchs kommt, weil diese Farbschläge eng verwandt sind.

In rot-schwarzen Bienengarnelen-Gruppen werden zwar mehrheitlich rote und schwarze Garnelen auftreten, aber mit der Zeit häufen sich Tiere mit eher bräunlichen Untertönen. 

Bienen-, Shadow-/Taiwan- und Tigergarnelen vermischen sich ebenfalls, ebenso alle anderen Garnelen (z.B. Tangerine Tiger oder Aura Blue) aus der Gruppe um Caridina serrata. Hier wird jedoch oft mit voller Absicht gekreuzt, weil die Hybridtiere, die sogenannten Tigerbienen, Tibees oder Taitibees, sehr attraktiv aussehen und bei ihren Nachkommen viele neue Farbschläge und Muster entstehen.

Zwerggarnelen, die nicht näher miteinander verwandt sind, können zwar ohne Kreuzungsgefahr zusammengesetzt werden, dies sagt jedoch nichts über die Ansprüche der Tiere aus! Verschiedene Garnelen brauchen unter Umständen sehr unterschiedliche Wasserwerte, man sollte also keinesfalls einfach fröhlich drauf los mischen. Im Zweifelsfall ist ein Artbecken grundsätzlich vorzuziehen.

Fächergarnelen können untereinander gut vergesellschaftet werden, und auch mit Zwerggarnelen funktioniert das Zusammenleben problemlos. 

Großarmgarnelen sind dagegen nicht gut kompatibel - Zwerggarnelen werden gern als Snack angesehen, und selbst ähnlich große Fächergarnelen werden spätestens bei der nächsten Häutung zur Beute. Sie sollten also nicht mit anderen Garnelen vergesellschaftet werden.

Vor dem Zusammensetzen zweier verschiedener Garnelenstämme empfiehlt sich eine Quarantäne, damit sich die Tiere an die unterschiedlichen Bakterien gewöhnen können. Dazu setzt man die Tiere separat und tauscht zwei Wochen lang jeden Tag ca. 250 ml Wasser zwischen den Aquarien aus. 

Garnelen mit Fischen

IMG_9731558d3b6b929daZwerggarnelen sollten nicht mit großen, potentiell räuberischen Fischen vergesellschaftet werden, da sie optimal in ihr Beuteschema passen. Grundsätzlich gilt: Was ins Maul passt, wird gefressen. Manche Fische gehen noch weiter und fügen hinzu: … und was nicht passt, wird passend gemacht. 

Auch bei den sogenannten Nanofischen ist zumindest der winzige Garnelennachwuchs potentiell gefährdet. Sicher sind Pflanzenfresser wie beispielsweise Antennenwelse - vorausgesetzt, die Aquariengröße passt.

Fächergarnelen sollten nicht mit neugierigen Fischen wie Guppys zusammen gehalten werden. Selbst wenn sie aufgrund ihrer Größe nicht gefressen werden, werden sie doch stark gestört und ziehen sich dann zurück.

Großarmgarnelen werden von großen Fischen gefressen und jagen ihrerseits kleinere Fische.

Garnelen mit Krebsen

IMG_2008558d3b6a9d727Zwergkrebse sehen Zwerggarnelen manchmal als Futter an. Mit großen Krebsen lassen sich Zwerggarnelen relativ problemlos vergesellschaften. 

Fächergarnelen werden gern als Beute angesehen und spätestens nach der Häutung angegriffen. 

Großarmgarnelen vertragen sich nicht mit Krebsen, in der Regel werden die Krebse spätestens nach der Häutung überwältigt und gefressen.

Garnelen mit Schnecken

IMG_9820558d3ae84a574Zwerg- und Fächergarnelen lassen sich problemlos mit den meisten Schneckenarten vergesellschaften. Fächergarnelen sind bei filtrierenden Schnecken beispielsweise der Gattungen Brotia oder Taia sogar ideale Aquariengenossen, weil sie ebenfalls viel feines Futter brauchen. Raubschnecken wurden schon vereinzelt dabei beobachtet, wie sie lebende Garnelen erbeuteten.

Großarmgarnelen betrachten Schnecken als Futter und knacken auch harte Häuschen.

 

Hinweis zur Kreuzungstabelle: Rote Kreuze bedeuten: Garnelen kreuzen sich, nicht zusammen setzen (außer eine Kreuzung ist erwünscht), graue Kreise bedeuten: Garnelen kreuzen sich nicht (bitte trotzdem unterschiedliche Ansprüche beachten)

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 Bilder : Chris Lukhaup / Crustahunter

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  • Sehr Informativ

    Danke für diese Info. Es hat mir wieder gezeigt das ich ab und zu doch Recht hatte mit dem was ich weiter gegeben habe an Freunde. Und konnte mein Wissen wieder etwas erweitern damit .

  • Nicht ganz schlüssig

    Ihr Lieben, Eure Infos über die verschiedenen Kreuzungsmöglichkeiten find ich super. Der Kreuszungstabelle fehlt allerdings eine Legende. Spontan würde ich rote Kreuze als "geht nicht" interpretieren, die grauen Kringel als "kann man verpaaren", die Striche ...? Allerdings schreibt ihr oben im Text, dass man Tiger und Bienen absichtlich vermischt, weil dabei besonders interessante Tierchen herauskommen. In der Tabelle haben die allerdings ein rotes Kreuz. Könnt Ihr dazu vielleicht doch noch 1-2 Erklärungen schreiben?! Vielen Dank!
    Liebe Grüße, Sylvia

  • Sehr wohl schlüssig ;)

    Hi,

    Auch wenn ich meiner Vorrednerin grundsätzlich recht gebe das eine Legende sinnvoll ist, ist sie in diesem Falle irgendwie unnötig, da man sehr schnell mit logischem denken dahinter kommt was was bedeuted.

    Ein Strich steht grundsätzlich nur bei der selben... ähm Ganele ^^ also bei Amano und Amano. Warum? Nun klar da man die nicht kreuzen braucht/kann da dies der normale gang der dinge ist und keine Kreuzung sondern Vermehrung/Zucht ist. ^^

    Ein x hab ich auch erst für geht nicht gehalten, nur da Yollow Fire, Red Fire, Sakura und co alles Garnelen der selben Gattung sind und man dies auch bei den unterschiedlichen Bienegarnelen sieht heißt x wohl kreuzung möglich.

    Da man Amanos mit nichts kreuzen kann und diese auch überall außer sich selbst einen kreis haben wird der also nicht möglich heißen.

    Ergo Legende unnötig, kurzes innehalten und drüber nachdenken und klack versteht mans auch ohne Legende und ich hab sicherlich keinen überdurchschnittlichen IQ :)

    LG

  • Erklärung

    ich denke eher, ROTES KREUTZ ---> Paarung möglich!
    weil ich glaube nicht, das sich Monsterfächer mit Red Bee kreuzt ;) ---> 0

  • einige Arten fehlen

    einige Arten wie die Blue Bee fehlen

  • Züchtersicht

    Die Tabelle ist sicher aus Züchtersicht geschrieben. Man will ja quasi reinrassigen Nachwuchs züchten.
    Ein rotes x zeigt also: Diese Arten, z. B. Red Fire und White Pearl, soll man _nicht_ zusammen halten, denn das gibt unerwünschte Mischformen!
    Kombinationen mit schwarzem Kreis, z. B. Red Fire und Grüne Garnelen, kann man bei gleichen Ansprüchen an die Umgebung zusammen halten, weil die sich eben nicht kreuzen und man die einzelnen Färbungen damit nicht gefährdet.