Schönheiten aus der Knolle - Nymphaea lotus - Tigerlotus Pflanzen

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Eine — unserer Meinung nach absolut zu Unrecht — nicht ganz so häufig im Aquarium anzutreffende Pflanze ist der grüne beziehungsweise der rote Tigerlotus Nymphaea lotus "green" und Nymphaea lotus "red". Der Tigerlotus ist eine sehr attraktive, nicht besonders anspruchsvolle Pflanze, die mit ihren recht großen, interessant gemusterten Blättern eine wirklich gute Ergänzung zu filigraneren grünen oder auch roten Pflanzen darstellt. Insbesondere mit der roten Farbform lassen sich wunderschöne rote Akzente in vorwiegend grün bepflanzten Aquarien setzen, die durch die breiten, fächerförmigen Blätter noch besser zur Geltung kommen.



Geliefert wird eine dunkelbraune kleine Knolle ohne Wurzeln und ohne Blätter. Die Knollen sind nicht getopft. An sich sehen sie ziemlich unspektakulär aus, aber wenn sie einmal ins Aquarium gepflanzt wurden, treiben sie je nach Farbvariante sehr schöne grüne oder rote kurzstielige Blätter mit einem braun-rötlichen geflammten, gescheckten oder gepunkteten Muster aus, die in kurzer Zeit zu einem wunderschönen optischen Schwerpunkt im Pflanzenaquarium heranwachsen.

Eingepflanzt wird die Knolle mit der spitzen Seite nach oben. Eventuell sind hier auch schon leicht hellrote bis pinkfarbene kleine spitze Austriebe zu sehen. Aus diesen entwickeln sich später die Blätter. Die Knolle darf nicht komplett mit Substrat bedeckt werden, da sie sonst faulen könnte, ungefähr ein Drittel sollte noch aus dem Bodengrund herausschauen. Findet man absolut keine Seite, die oben sein könnte, kann man die Knolle auch einfach in eine kleine Vertiefung im Kies, Sand oder Soil legen. Wenn die Wurzeln austreiben und sich im Substrat verankern, dreht sie sich automatisch in die richtige Position.

Eigentlich ist der Tigerlotus eine Seerose, und neben den Unterwasserblättern treibt er nach einiger Zeit auch Schwimmblätter mit langen Stielen aus. In einem oben offenen Aquarium kann der Tigerlotus sogar zur Blüte kommen, die je nach Art lila, pink oder weiß sein kann und meist eine hell- bis mittelgelbe Mitte hat.

Die Schwimmblätter bieten Schatten und Schutz für Bewohner, die es nicht so hell mögen, und in größeren Aquarien bieten sie zum Beispiel Labyrinthfischen wie Kampffischen eine Basis für ihre Schaumnester. Auch oberflächenorientierter Nachwuchs beispielsweise von Guppys findet unter diesen Schwimmblättern Schutz. Garnelen nutzen die großen Blätter gern als Sitzplätze unter der Wasseroberfläche und weiden von den Blättern aus die Kahmhaut ab oder fischen nach oben treibenden Futterpartikeln.



Möchte man keine Schwimmblätter im Aquarium haben, kann man den Tigerlotus konsequent einkürzen und sie entfernen. So hat man dann nur die Unterwasserform, die etwa 20 bis 25 cm hoch wird und damit in größeren Becken im Mittelgrund und bei Nano-Aquarien im Hintergrund optimal aussieht. Ihre relativ breiten Blätter auf den schlanken Blattstielen kontrastieren schön mit feinfiedrigen oder schmalblättrigen Pflanzen.

Der Tigerlotus ist auch eine sehr gut geeignete Pflanze für das Garnelenaquarium. Sie braucht keinen besonders tiefen Bodengrund, bekommt trotzdem ein gut verzweigtes Wurzelwerk und wächst sehr gut. Sie nimmt viele Nährstoffe auf und reduziert dadurch die organische Belastung des Wassers. Trotzdem ist der grüne Tigerlotus relativ anspruchslos - er braucht kein besonders starkes Licht und auch nicht unbedingt eine zusätzliche CO2-Düngung. Damit roter Tigerlotus richtig intensiv ausfärbt, braucht er etwas mehr Licht als die grüne Variante, aber auch diese Farbform ist nicht sehr anspruchsvoll. Die Pflanzen sind zwar sehr wüchsig, vertragen aber einen Rückschnitt wirklich gut und lassen sich so gut klein halten.

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  • Sehr schön!

    Ich hab den Lotus einmal in grün und einmal in rot im Becken. Der rote gefällt mir fast noch besser als der grüne! Beide wachsen wie verrückt und mit den großen Blättern sind sie wirklich ein toller Kontrast zu den 'strubbeligen', kleinblättrigen Pflanzen! :-) War eine wirklich gute Entscheidung den Lotus ins Becken zu holen!