Technik im Garnelenaquarium - Filter

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Technik im Garnelenaquarium - der Filter


Der Filter spielt eine wichtige Rolle im Garnelenaquarium. Einerseits holt er mechanisch Schwebstoffe aus dem Wasser, andererseits dient er Bakterien als Ansiedlungsfläche, die das Wasser biologisch von Schadstoffen reinigen. Im Aquarium entstehen organische Abfallstoffe – durch Futterreste, Tierkot, Pflanzenreste, … Diese Stoffe werden von Bakterien über mehrere Stufen in für die Tiere mehr oder weniger harmlose und für die Pflanzen sogar nützliche Stoffe umgewandelt.

Der Filter im Garnelenaquarium muss Tag und Nacht durchlaufen, wenn er das Wasser nicht nur mechanisch reinigen soll. Die Filterbakterien brauchen viel Sauerstoff und sterben ab, wenn sie nicht umströmt werden. Wenn der Filter dicht ist, also fast kein Wasser mehr durchkommt, muss man ihn reinigen. Filtermatten oder -vliese kann man mit fließendem klarem Wasser auswaschen oder in einem Eimer mit Aquarienwasser. Nicht heiß und auch nicht allzu gründlich, damit der Großteil der Bakterien erhalten bleibt. Keine Seife oder ähnliche Reinigungszusätze verwenden!.

Es gibt viele verschiedene Filterarten für Garnelenaquarien. Hier möchte ich die gängigsten vorstellen.

Innenfilter im Garnelenaquarium

Innenfilter sind oft bei Aquariensets dabei. Leider sind manche von ihnen nicht garnelentauglich, da sie durch ein Rädchen angetrieben werden, das oft nicht extra geschützt ist. Garnelen, die in den Filter hineinkommen (und sie schaffen es immer), werden von diesem Filterrad regelrecht zerhackt. Entschärfen kann man Innenfilter durch einen Nylonstrumpf oder etwas vergleichbares, der über die Schlitze gezogen und gut befestigt wird. Dies geht allerdings zu Lasten der Standzeit, und gerade die winzigen Junggarnelen finden trotzdem immer wieder einen Weg hinein. Auf dem Markt gibt es spezielle Innenfilter für Garnelen- bzw. Nanoaquarien, diese sind anders konstruiert und daher sicher.

Außenfilter im Garnelenaquarium

Außenfilter empfehlen sich für große Aquarien und Aquascapes. Hier sind lediglich Filterein- und auslass im Becken, der eigentliche Filter steht außerhalb – so wird z.B. die Optik eines aufwändigen Layouts nicht gestört. Der Einlauf lässt sich mit einem Stück feinen Filterschwamm (bzw. von einem Schwammfilter) am Ansaugkorb recht einfach garnelensicher machen. Dieser Filterschwamm muss des öfteren ausgedrückt werden, damit der Außenfilter gut funktioniert.

Rucksackfilter im Garnelenaquarium

Rucksackfilter werden an die Aquarienscheibe gehängt. Sie funktionieren ähnlich wie ein Außenfilter. Für kleine und mittelgroße Aquarien.

Schwammfilter/Luftheber im Garnelenaquarium

Schwammfilter/Luftheber bestehen aus einem (gebogenen) Rohr, einem Filterschwamm, einem Luftschlauch und einer außerhalb des Aquariums stehenden Luftpumpe. Sehr gut für Garnelenaquarien geeignet, da der Antrieb per Luft die Tiere nicht schädigen kann. Leider sind viele Luftpumpen recht laut, schlafzimmertauglich ist ein Luftheber in der Regel deshalb nicht.

Hamburger Mattenfilter im Garnelenaquarium

Der Hamburger Mattenfilter (HMF) wird in Wirbellosenaquarien sehr gerne verwendet. Er lässt sich selbst bauen, man kann aber auch fertige Hamburger Mattenfilter kaufen. Grundsätzlich besteht dieser Filter aus einer im Aquarium verbauten Filtermatte und einem Antrieb. Der kann entweder durch einen Luftheber, ein motorgetriebene Pumpe oder einen Innenfilter erfolgen.

Bodenfilter im Garnelenaquarium

Ein Bodenfilter besteht aus Filtergittern, die im Aquarium unter dem Bodengrund verbaut werden und durch einen Luftheber oder eine motorgetriebene Pumpe angetrieben werden. Hier wird der gesamte Bodengrund als Filtersubstrat genutzt, was gerade in Wirbellosenbecken vorteilhaft ist. Leider eignet sich diese Filterart nicht für Pflanzenbecken, da die Wurzeln den Filter in kürzester Zeit durchwuchern. Die Reinigung ist bei einem Bodenfilter recht aufwändig, weil man dazu das ganze Aquarium auseinandernehmen muss.

 

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