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Rennschneckeneier im Aquarium entfernen

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Die als Algenfresser so beliebten Rennschnecken, Napfschnecken und Geweihschnecken sind nicht nur nützlich, sondern auch dank ihrer ungewöhnlichen Gehäuseform und ihrer teilweise wirklich tollen Farben und Muster ein schöner Beibesatz im Aquarium. Wenn man sich jedoch eine Gruppe Rennschnecken ins Aquarium holt, findet man mit hoher Sicherheit irgendwann seltsame hellbeige bis weiße ovale Punkte auf allen möglichen Flächen im Aquarium ... was ist da los?



Neritiden als robuste Algenfresser 



Die in der Aquaristik gängigen Neritidae werden auch Rennschnecken, Nixenschnecken oder Kahnschnecken genannt. Sie kommen in der Natur in den Unterläufen von Flüssen bis in den Mündungsbereich vor, von Weichwasser bis Brackwasser tolerieren sie alles. Sie sind - einmal eingewöhnt - sehr langlebige und robuste Schnecken, die durch ihre unermüdliche Raspelarbeit das Aquarium sehr effektiv von Algenbelägen und unschönen Biofilmen befreien. In der Aquaristik wird von Neritiden berichtet, die bei guten Bedingungen 10 Jahre und älter wurden.



Vermehrung bei Rennschnecken



Oft wird als weiteres Verkaufsargument vorgebracht, dass sich Rennschnecken und Co. im Aquarium nicht vermehren können. Das stimmt soweit auch, es gibt hier allerdings ein großes Aber ... Rennschnecken, Napfschnecken und Geweihschnecken sind bei guter Haltung und viel Nahrung trotzdem recht produktiv, und sie versuchen die Vermehrung auch im Aquarium. Was die Aquarienschnecken nicht wissen - aus ihren Eikokon schlüpfen zwar die sogenannten Veliger-Larven, aber anders als in der Natur haben sie im Süßwasseraquarium keine Chance, ins Meer zu gelangen, und sie sterben nach wenigen Tagen im Süßwasser dann auch leider ab.



Aussehen der Eikokons



Nixenschnecken sind zweigeschlechtlich, das heißt, es gibt hier Männchen und Weibchen. Nach der Paarung legen die Weibchen helle, meist ovale Eikokons ab, in denen je nach Art bis zu 20 Eier schlummern. Bei größeren Nixenschnecken wie Napfschnecken (Anthrazit-Napfschnecken) oder Rennschnecken sind die Kokons mit ca. 1-2 mm Länge etwas größer, bei Geweihschnecken sind sie deutlich kleiner. 



Eier, Eier, Eier



Dass keine Jungtiere hochkommen, hält die Nixenschnecken jedoch nicht davon ab, weiter zu eiern und ihre hellen Eikokons an alle möglichen festen Oberflächen zu kleben. Nicht einmal die Gehäuse ihrer Mitschnecken werden dabei verschont, im Gegenteil - die runden Formen laden die anderen Schnecken offenbar förmlich dazu ein, sie mit ihren ovalen Rennschneckeneiern vollzukleben. Oft sieht man Nixenschnecken mit einer "Perlenkette" aus Eikokons rund um den unteren Gehäuserand, aber auch extremere Fälle kommen hier vor, wie man im Bild gut sehen kann.


Auch an Wurzeln oder Steinen, an der Aquarienscheibe und an der Dekoration kann man oft die hellen Eikokons entdecken. Bei viel Nahrung sind die Weibchen ausgesprochen produktiv und eiern oft alles voll. 

Rennschneckeneier entfernen - von der Aquarienscheibe

Von der Aquarienscheibe lassen sich die Eier von Rennschnecken, Geweihschnecken und Napfschnecken mit einer scharfen Klinge einfach abschaben. Das sollte mit Vorsicht gemacht werden, damit die Scheibe keine Kratzer abkriegt! Keinesfalls darf der Metallschaber in die Nähe der Silikonnaht kommen.

Rennschneckeneier entfernen - von Wurzeln, Steinen und Deko

Von unebener Aquariendekoration und von Wurzeln und Steinen bekommt man die hartnäckigen Eikokons am besten mit einer Drahtbürste oder mit der dünnen Seite eines Kiesspatels ab. Auch mit einem feinen Skalpell oder mit einem ähnlichen Instrument lassen sie sich von den Oberflächen abkratzen.

Rennschneckeneier entfernen - von Schneckenhäuschen

Auf den Schneckenhäuschen sollte man die Eier der Rennschnecken und Co. einfach belassen, es wäre für die Schnecken mit viel zu viel Stress verbunden, und man würde beim Abschrubben auch die Eiweißschicht des Gehäuses zerstören, die es vor Korrosion schützt.


Rennschneckeneier entfernen - Aussitzen

Wenn die Larven geschlüpft sind, löst sich der Kokon langsam auf, nach einiger Zeit sieht man nur noch einen ovalen dünnen Rand, nach noch längerer Zeit ist auch dieser irgendwann verschwunden. Wenn die Optik im Aquarium oder vor allem im Aquascape also nicht an oberster Stelle steht, kann man sich auch einfach mit den Eikokons arrangieren, sie lösen sich nach und nach einfach von selbst auf.



 

Trennen zur Vorbeugung?



Da Rennschnecken keine Zwitter, sondern zweigeschlechtlich sind, da es also Weibchen und Männchen gibt, kann man die Geschlechter theoretisch auch einfach trennen und so eine übermäßige Eierei verhindern. In der Praxis ist die Trennung nach Männchen und Weibchen jedoch schwierig - es gibt leider keine äußeren Merkmale, wonach man die Rennschnecke eindeutig als männliches oder weibliches Tier identifizieren könnte. Das Tier, das bei der Paarung oben sitzt, ist allerdings immer das Männchen.


Leider können die Weibchen den Samen der Männchen für einige Zeit speichern, daher legen auch weibliche Rennschnecken in reinen Weibchenbecken noch für einige Wochen lang Eikokons ab. Nach einiger Zeit hört dies jedoch auf und dann kann man sich über ein eifreies Aquarium freuen.


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