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Garnelio Team

Das Einmaleins der Aquarienpflanzen: Mittelgrundpflanzen, auf Dekoration aufsitzend

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In Aquarien, die mit Aquarienwurzeln und Steinen dekoriert sind, wird diese Aquariendekoration gerne im Mittelgrund angeordnet. Hier kann man Sonderformen der Mittelgrundpflanzen zum Einsatz bringen: Die Aufsitzerpflanzen, die zum Begrünen dieser Deko genutzt werden können. Sie kann man sowohl auf Wurzeln und Steine, also das Hardscape, aufbinden als auch im Bodengrund einpflanzen.

Aufsitzerpflanzen befestigen

Aufsitzer, die auf dem Hardscape kultiviert werden sollen, werden ähnlich wie Moos mit einem Nylonfaden oder Baumwollzwirn auf die Aquarienwurzeln und Aquarienfelsen aufgebunden oder aber mit ungiftigem Sekundenkleber auf Cyanacrylat Basis aufgeklebt. Mit der Zeit fassen die Wurzeln der Epiphyten auf dem festen Untergrund Fuß und die Pflanzen wachsen auf dem Hardscape weiter.

Aufsitzerpflanzen einpflanzen

Will man die Pflanzen lieber klassisch einpflanzen, muss man insbesondere bei Pflanzen mit einem dicken Wurzelstock (Rhizom) aufpassen: Das Rhizom kann im Bodengrund anfangen zu faulen, aus diesem Grund sollte man die Pflanze nach dem Einsetzen vorsichtig so weit aus dem Substrat ziehen, dass der dickere grüne Wurzelstock über dem Kies, Sand oder Aquariensoil liegt und nur die feineren seitlichen Wurzeln im Boden bleiben.

Anubias (hier zum Shop)

Die Speerblätter aus Afrika sind klassische Aufsitzerpflanzen. In der Natur wachsen sie teilweise emers über Wasser im Spritzwasserbereich von Wasserfällen und schnell fließenden Gewässern. Anubias sind Schattenpflanzen, die auch im Aquarium mit wenig Licht auskommen und sogar im Schatten von Dekoration beziehungsweise hohen oder flutenden Wasserpflanzen im Hintergrund sitzen können. Sie können unter Wasser blühen. Anubias wachsen recht langsam und müssen nicht oft zurückgeschnitten werden. Anubias haben ausgesprochen hartes Laub und schmecken zudem bitter, sie werden daher weder von Fischen noch von Krebsen angeknabbert und gelten daher als barschfest.

Anubias giftig für Garnelen?

In frühen Publikationen kann man lesen, dass Anubias beim Rückschnitt für Garnelen giftige Stoffe abgeben können - dies gilt mittlerweile als widerlegt, aber das Gerücht hält sich hartnäckig. Versuche mit pürierten Anubias und Garnelen haben ergeben, dass selbst diese hoch konzentrierte Form den Garnelen nicht schadet. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen will, kann die Anubias zum Rückschnitt einfach aus dem Aquarium nehmen. Mit aufgebundenen Exemplaren geht das normalerweise recht gut.

Vermehrung von Anubias

Anubias werden durch Teilung vermehrt - dazu schneidet man einfach mit einer scharfen Schere ein Stück des Rhizoms ab. Es sollten noch mindestens zwei Blätter an jedem Teilstück sitzen.

An die Wasserwerte und die Temperatur haben Anubias keine besonderen Ansprüche. Sie können in unbeheizten Aquarien genauso gut leben wie in beheizten Becken bis ca. 30 °C.

 

Beliebte Anubias Arten

Beliebte Speerblätter sind zum Beispiel Anubias barteri, Anubias gracilis, Anubias barteri var. nana, ihre kleine Schwester Anubias barteri var. nana "Bonsai" und auch die buntlaubigen Sorten Anubias barteri var. nana "Pinto" oder "Gold". Sie gibt es von sehr klein (5 cm Höhe) bis sehr groß (bis 50 cm Höhe). Bei den Anubias findet man wirklich für jedes Aquarium die passende Art oder Variante.

Die beliebtesten Arten und ihre genauen Bedürfnisse haben wir in unserem Artikel "Anubias Pflanzen im Aquarium / Terrarium - Arten & Pflege"  im Detail vorgestellt. Anubias machen übrigens auch im Terrarium eine richtig gute Figur!

Farne

Farne sind ebenfalls beliebte Aquarienpflanzen für die Dekoration von Hardscape. Als klassische Aufsitzerpflanzen  Auch sie haben ein Rhizom und sollten daher beim Einpflanzen nicht vollständig eingegraben werden. Vermehrt werden sie - wie Anubias - durch Teilung des Rhizoms, manche Arten treiben auch Ableger an den Blattspitzen, die sogenannten Kindel.


Kongofarn - Bolbitis heudelotii (hier zum Shop)

Einer der eindrucksvollsten Wasserfarne fürs Aquarium ist Bolbitis heudelotii, der Kongo Wasserfarn aus Afrika. Die langsam wachsende Pflanze verträgt sogar tiefen Schatten, aber auch hell beleuchtete Aquarien machen ihr keine Probleme. Sie wird bis 40 cm hoch und mit der Zeit eindrucksvoll breit, der Flussfarn aus Afrika ist also eher etwas für große Aquarien. Die schön geformten dunkelgrünen Blätter kontrastieren wunderbar mit helleren Aquarienpflanzen. Der Kongofarn ist auch als Solitär hervorragend geeignet. Eine CO2-Düngung ist nicht notwendig. Der Kongofarn kann bei Wassertemperaturen von 18 bis 27 Grad kultiviert werden. Weiches bis mittelhartes Wasser ist optimal. 

 

Mini Bolbitis - Bolbitis heteroclita "difformis"

Diese kleinwüchsige Farnart ist eine Zwergform von Bolbitis heteroclita und kommt aus dem tropischen Asien. Sie passt sehr gut in Nanoaquarien und auf fein verzweigtes Hardscape in größeren Becken. Unter Wasser wächst sie extrem langsam, mit grob gefiederten kurzen Blättern. Wassertemperaturen von 18-30 Grad und wenig bis viel Licht werden gut vertragen. So richtig wohl fühlt sich die Mini Bolbitis allerdings eher emers - im Wasserfallaquarium auf dem Landteil oder in einem feuchten Terrarium oder Paludarium kommt sie optimal zur Geltung.

Javafarn - Microsorum pteropus (hier zum Shop)

Ein Klassiker für den Mittelgrund im Aquarium ist der mittelgrüne bis moosgrüne Javafarn Microsorum pteropus aus dem asiatischen Raum. Er kommt mit wenig bis viel Licht sehr gut aus und wächst langsam. Javafarn gilt als barschfeste Pflanze, weil die harten Blätter recht bitter schmecken. Er vermehrt sich durch Kindel, die an den Blattspitzen wachsen und sich ab einer bestimmten Größe von selbst ablösen, außerdem kann Javafarn Sporen ausbilden. Bei Eisenmangel zeigen sich braune bis schwarze Flecken auf den Blättern, in extremeren Fällen werden die Blätter auch ganz braun und sterben ab. Hier sollten Sie frühzeitig mit einem Eisenvolldünger gegensteuern. Auch Javafarn kann hervorragend über Wasser wachsen und passt perfekt in ein Feuchtterrarium oder auch in eins der beliebten Wasserfallaquarien.

 

Vom Javafarn gibt es verschiedene Varianten:

Der "normale" Javafarn Microsorum pteropus hat 2-3 cm breite und 10-20 cm lange, in einer Spitze auslaufende Blätter, die einzeln am Rhizom wachsen.
Die Blätter des Schmalblättrigen Javafarns (Microsorum pteropus "Narrow) dagegen sind bandförmig, nur 1-2 cm breit und werden bis 25 cm lang. 
Der Windelov Javafarn heißt nach dem Gründer der Firma Tropica, Holger Windeløv. An der Spitze der breiten Blätter sitzen geweihartige Fransen, die dem Farn eine schöne Fülle geben und sehr apart aussehen. Die Blätter werden 2-3 cm breit und ca. 10-20 cm lang.
Microsorum pteropus "Trident" hat ebenfalls sehr schmale Blätter, die sich am Blattgrund in drei bis fünf Teile teilen. Sie werden ca. 15 cm lang, damit bleibt diese Variante etwas kleiner als die anderen Javafarn Sorten.
Der Philippinische Javafarn Microsorum pteropus "Philippine" hat eine gehämmerte, besonders schön strukturierte Blattoberfläche, die nur ca. 2 cm breit wird. Die Blätter werden ebenfalls ca. 15-20 cm lang. Diese Sorte eignet sich besonders gut für hartes Wasser und kann sogar im Brackwasser wachsen.
Besonders klein bleibt die Sorte "Petite" (Microsorum pteropus "Petite"). Hier wurden besonders klein bleibende Pflanzen im Labor gezielt vermehrt. Mit nur 5-7 cm Blattlänge passt diese Sort wunderschön in Nanoaquarien.

Bucephalandra (hier zum Shop)

Die noch recht neuen Bucephalandra motleyana und Bucephalandra sp. stammen aus Indonesien. Diese tollen Aquarienpflanzen eignen sich ebenfalls perfekt zum Aufbinden im Mittelgrund, weil sie auch in der Natur gerne auf Steinen und Schwemmholz am Gewässerrand in der Spritzwasserzone wachsen. Bucephalandra wachsen langsam, sie bestechen mit verschiedenen Blattgrößen und Formen und mit unglaublich intensiven Blattfarben von Rostrot bis Blaugrün - oft hat der Austrieb eine andere Farbe als die älteren Blätter - und sie sind denkbar anspruchslos und einfach zu kultivieren. Von Bucephalandra sind viele verschiedene Sorten im Umlauf, die von Sammlern gerne in speziell für ihre Bucen eingerichteten Aquarien gezeigt werden. Ihnen allen gemeinsam ist, dass CO2 zwar dem Wuchs förderlich ist, eine zusätzliche CO2 Düngung aber nicht unbedingt benötigt wird, dass sie mit wenig bis viel Licht auskommen, dass sie unter Wasser zur Blüte kommen können und dass sie am besten in weichem bis mittelhartem Wasser wachsen.

 

Fiederspaltiger Wasserfreund - Hygrophila pinnatifida

Eine der ganz wenigen nicht grünen Aufsitzerpflanzen fürs Hardscape ist der Fiederspaltige Wasserfreund aus Indien. Die sehr ornamental wirkenden Unterwasserblätter dieser wunderschönen dunkel braunroten Pflanze haben eine weinrote Unterseite und sind tief eingeschnitten und gelappt. Wunderschön sieht diese besondere, 5-40 cm hohe Aufsitzerpflanze im Aquarium zum Beispiel zusammen mit Moosen oder kleineren Grünpflanzen aus. Sie vermehrt sich durch Ausläufer. Das Wasser sollte weich bis mittelhart sein und 18-28 °C haben. Der Fiederspaltige Wasserfreund braucht etwas mehr Licht als die anderen typischen Aufsitzerpflanzen, wir empfehlen eine mittlere bis hohe Lichtstärke. Auch aus dem Wasser herauswachsend oder emers im Wasserfallaquarium oder auf dem Landteil Ihres Paludariums sieht diese Wasserfreund Art perfekt aus.

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