Unsere Top 6 Algenfresser im Aquarium

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Algen im Aquarium sind einfach nur nervig und ärgerlich — und die allermeisten davon sehen auch nicht schön aus. Während eine leichte grüne Patina auf Dekorationsmaterial, Steinen und Holz noch recht hübsch wirken kann und zur Natürlichkeit eines Aquariums beiträgt, hört spätestens bei hartnäckigen Pinselalgen oder Fadenalgen der Spaß auf.

Den Auslösern auf den Grund gehen

Grundsätzlich hat Algenbefall immer einen Auslöser, und auf Dauer ist es sicherlich besser, diesen Auslöser zu beseitigen als nur an den Symptomen herumzudoktern. Hierzu haben wir eine Artikelreihe veröffentlicht, in der wir genauer auf die einzelnen Algenarten eingehen und auf die Gegenmaßnahmen verweisen:

Algenfresser im Aquarium

Einige Algen wird es jedoch trotzdem immer im Aquarium geben, einfach, weil sie zum Ökosystem dazugehören. Hier möchten wir euch die Top Six der Algenfresser im Aquarium vorstellen, mit denen ihr einen Ausbruch einer erneuten Algenplage im Zaum halten beziehungsweise sogar mit manchen in einer akuten Phase Erfolge haben könnt. Bitte behalten Sie jedoch im Hinterkopf, dass kein Tier es verdient, als reines Funktionstier gehalten zu werden. Sie alle haben Ansprüche, die erfüllt werden müssen, und wenn die Algenplage verhindert wurde, brauchen sie trotzdem weiterhin Futter und einen tiergerechten Lebensraum.

Schnecken — Helmschnecken, Anthrazit Napfschnecken (Neritina pulligera)

Sie sind die Cleanup-Crew schlechthin und einer der effektivsten Algenfresser, den wir kennen. Helmschnecken kümmern sich effizient um alle Arten von filmartigen Algenbelägen, seien es Grünalgen oder Kieselalgen. Höhere Algen wie Pinselalgen oder Fadenalgen werden nur im ganz jungen Stadium gefressen, sind sie einmal groß und hart, lassen die Schnecken sie leider links liegen. Helmschnecken haben allerdings einen unbändigen Appetit auf die lästigen Algenbeläge und halten die Scheiben im Aquarium, die Blätter großblättriger Pflanzen und auch die Dekoration effektiv sauber. Helmschnecken können sich im Süßwasser nicht vermehren, daher ist hier auch keine Bevölkerungsexplosion möglich, selbst wenn die Tiere sehr viel Futter vorfinden. In zu sauberen Aquarien, insbesondere in neu eingerichteten Becken, finden sie nicht genügend Algenbeläge und können darin sogar verhungern. Wenn die Algenbeläge gefressen wurden, kann man Helmschnecken gut mit dem Natureholic Schneckenfeed versorgen. Es schafft einen Fressrasen, der den Tieren von ihrer Art der Nahrungsaufnahme her sehr entgegenkommt und der es ermöglicht, diese nützlichen kleinen Helfer weiterhin zu pflegen, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Helmschnecken eignen sich für Aquarien ab 20 l. Je größer und je veralgter das Aquarium ist, desto weniger muss man zufüttern. Sie sind nicht sonderlich wählerisch, was die Wasserwerte angeht, und sie können mit 8 Jahren Lebenserwartung recht alt werden.

 

Schnecken — andere Neritiden (Geweihschnecken / Clithon, Rennschnecken / Neritina oder Vittina)

Wenn sie auch nicht ganz so effektiv wie Helmschnecken sind, so haben doch auch die anderen Neritiden, wie man Napfschnecken auch noch nennt, ebenfalls ihre Berechtigung. Auch sie fressen sehr gut Algenbeläge und ganz jungen Algenaufwuchs. Viele von ihnen sind schön gemustert und bieten so neben ihrer Funktion als Algenvernichter auch noch einen tollen Blickfang. Besonders schön sind hier die verschiedenen schwarz-gelben bis orangefarbenen oder sogar rot gemusterten Vertreter der Gattungen Neritina und Vittina. Aber auch die kleineren Sonnenschnecken oder Kronenschnecken der Gattung Clithon sind sehr hübsch und eignen sich aufgrund ihrer geringeren Größe besonders gut als Algenpolizei in Nanoaquarien. Für sie gilt dasselbe wie für Helmschnecken — sind die Algenbeläge erst einmal entfernt, müssen sie Zusatzfutter bekommen, damit sie nicht verhungern. Auch Clithon, Neritina und Vittina können sich im Süßwasser nicht vermehren, auch wenn sie Eikokons ablegen. Die Larven, die aus diesen Eiern schlüpfen, brauchen Meerwasser zum Großwerden.

 

Garnelen — Amanogarnelen

Insbesondere junge Amanogarnelen zählen zu den effektivsten Fadenalgenfressern, die wir kennen. Während sich die Schneckenfraktion naturgemäß eher um die filmartigen Algenbeläge kümmern, werden Amanogarnelen immer wieder dabei beobachtet, wie sie Stücke der lästigen Fadenalgen abbeißen und diese fressen. Pinselalgen sind den meisten Algenfressern zu hart, sie werden erst gefressen, wenn sie dank einer CO2-Düngung im Aquarium weniger Kalk einlagern und damit weicher werden.
Die lebhaften Amanogarnelen brauchen eine Kantenlänge von mindestens 60 cm und eignen sich nicht für Nanoaquarien. Hinsichtlich der Wasserwerte sind sie nicht empfindlich, sie kommen in weichem, mittelhartem und auch in hartem Wasser gut klar. Auch Amanogarnelen können sich nicht im Süßwasser vermehren.

 

Garnelen — Zwerggarnelen

Als Aufwuchsfresser kümmern sich Zwerggarnelen um alle möglichen Beläge im Aquarium. Hierzu gehört auch der sehr junge Algenaufwuchs. Sind die Fadenalgen oder Pinselalgen jedoch erst einmal gewuchert, können die meisten Zwerggarnelen (mit der Ausnahme von Amanogarnelen, siehe oben) dagegen nicht mehr viel ausrichten, weil ihnen diese Algen zu hart sind. Zwerggarnelen können recht robust sein (wie die Vertreter der Gattung Neocaridina) oder auch sehr empfindlich (wie Bienengarnelen, Tigergarnelen, Hummelgarnelen etc.). Bitte lesen Sie sich ein, welche Werte die von Ihnen favorisierten Garnelenarten benötigen.

 

Fische — Ohrgitterharnischwels

In Aquarien ab 54 l kann ein Trupp von mindestens 5-7 Otocinclus gehalten werden. Sie brauchen leicht saures und klares, sauberes Wasser und eine gute Strömung. Otocinclus kümmern sich mit ihrem Saugmaul um alle möglichen Grünalgenbeläge und auch um Kieselalgen. Pinselalgen und Fadenalgen sind ihnen jedoch zu hart, sie werden nicht gefressen. In zu frischen Becken verhungern Otocinclus, das Aquarium sollte gut eingefahren sein und deutlich sichtbare Algenbeläge aufweisen. Ein gut genährter Otocinclus hat ein nach außen gerundetes Bäuchlein. Ist der Fisch an der Bauchseite eingefallen, ist es schon fünf vor zwölf und er steht kurz vor dem Hungertod. Otocinclus lassen sich an Welstabletten, Zucchini, Spinat, Erbsen Laub und ähnliches Zusatzfutter gewöhnen und sollten auch entsprechend zugefüttert werden, wenn die Algenbeläge im Aquarium weniger werden.

 

Fische — Siamesische Rüsselbarbe

Sie frisst Fadenalgen und Pinselalgen, wird jedoch mit bis zu 18 cm sehr groß und darf daher keinesfalls in Aquarien unter 150 cm Kantenlänge gehalten werden. Die Siamesische Rüsselbarbe sollte in Gruppen von ungefähr fünf Tieren gehalten werden. Das Aquarium muss gut strukturiert sein, damit sich die Tiere gegebenenfalls aus dem Weg gehen können. Rüsselbarben brauchen eine gute Strömung und eine Wassertemperatur von 24-26 °C. Sie bevorzugen leicht saures Wasser, kommen aber auch in mittelhartem Wasser noch ganz gut zurecht. Achtung: Im Handel werden manchmal Fische als Rüsselbarbe verkauft, die gar keine sind, also gut hinschauen: Echte Siamesische Rüsselbarben haben zwei Barteln am Maul, einen durchgehenden schwarzen längs an der Körperseite verlaufenden Strich von der Maulspitze bis zur Schwanzflosse, und ihre Flossen sind transparent.

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