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Das Nanofisch-Lexikon

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Mindestgröße von Aquarien

Grundsätzlich gibt es vom Gesetz in Deutschland für die Zierfischhaltung keine vorgeschriebene Mindestgröße, jedoch gelten hier die Empfehlungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Mindestanforderungen an die Haltung von Zierfischen im Süßwasser von 1998, als Richtlinien. Hier wird für die dauerhafte Haltung eine Aquariengröße ab 54 Litern beziehungsweise 60 cm Länge empfohlen, für besonders kleine Fische machen die Mindestanforderungen eine Ausnahme. Dies bedeutet nun allerdings nicht, dass man jeden Winzfisch in ein Nanobecken stopfen kann - das Verhalten der Kleinen ist ausschlaggebend! Und die meisten sogenannten Nanofische sind durchaus schwimmfreudig und geben auf der langen Seite des Aquariums gern auch mal richtig Gas. Sie in einen Nanocube zu pferchen, käme ihrem Naturell nicht wirklich entgegen. Man sollte sich deshalb ganz genau die einzelnen Arten anschauen, damit man ihren Bedürfnissen gerecht wird.
In Österreich dagegen ist die dauerhafte Haltung von Fischen in Aquarien unter 54 Litern sogar gesetzlich verboten - hier stellt sich diese Frage deshalb gar nicht.

Nanoaquarien (Shop)

In der Süßwasseraquaristik gelten alle Becken von 5 bis ca. 54 Liter als Nanoaquarien. Dass sich eine Fischhaltung in 5 Litern von selbst verbietet, sollte jedem Tierfreund allerdings klar sein. Die Fischhaltung beginnt (dort, wo sie erlaubt ist) bei besonders kleinen und wenig schwimmfreudigen Arten in der Regel ungefähr in Aquarien ab 25 Litern. Bitte beachten Sie, dass Fische einen aktiveren Stoffwechsel als beispielsweise Garnelen haben und dass das geringe Wasservolumen ein Nanoaquarium anfällig für Fehler macht. Hier müssen Sie sich also mit Wasserwechseln und auch mit der Fütterung gut im Griff haben, damit die Tiere immer ein tiergerechtes, sauberes Wasser zur Verfügung haben.

Welche Aquarienform?

Grundsätzlich gilt: in rechteckig zugeschnittenen Becken haben die Fische trotz des gleichen Volumens deutlich mehr Schwimmraum als in würfelförmigen Cube-Aquarien. Ein relativ schmales, dafür aber langes Aquarium mit 25-30 Litern Inhalt kann daher selbst für etwas schwimmfreudigere Arten schon gut geeignet sind, die in einem würfelförmigen Becken eher ein tristes Leben führen müssten.

Alternative zu Fischen

Wer nun am liebsten gar keine Fische in Nanoaquarien halten möchte (oder darf), hat immer die Alternative, auf Garnelen auszuweichen. Auch manche Aquarienschnecken können schon in kleinere Becken, und auch ein paar klein bleibende Zwergkrebse, entweder als Einzeltier oder - bei guter Strukturierung - auch paarweise.

Nanofische bis 5 cm Körperlänge

In der Folge möchten wir Ihnen einige Fische vorstellen, die aufgrund ihrer geringen Körpergröße in die Kategorie "Nanofische" fallen. Nicht alle von ihnen passen jedoch in kleine Aquarien von 60 cm Kantenlänge - sollten die Fische mehr Platz brauchen, haben wir dies vermerkt. Natürlich gibt es noch viel, viel mehr klein bleibende Fischarten, wir beschränken uns hier auf die bekanntesten und beliebtesten Aquarienfische.

Labyrinthfische

Zur Gruppe der Labyrinthfische gehören neben den sehr bekannten Kampffischen auch noch die Guramis oder Fadenfische. Ihr herausragendstes Merkmal ist, dass sie zusätzlich zu den meist nur noch rudimentär vorhandenen Kiemen noch ein Labyrinthorgan haben, mit dem sie Sauerstoff aus der Luft atmen können. Labyrinthfische brauchen daher im Aquarium immer zwingend freien Zugang zur Wasseroberfläche! Da sich Labyrinther in kühler Luft tatsächlich erkälten können (und nebenbei meist ziemlich aktive Fische sind, die auch stark springen), sollte das Aquarium immer gut abgedeckt sein. Die meisten Labyrinthfische brüten in von den Männchen gebauten Schaumnestern. Es handelt sich um Fleischfresser. Die in der Aquaristik beliebtesten Labyrinther fressen hauptsächlich Insekten, Insektenlarven, Kleinkrebse und andere kleine tierische Wasserwesen.

Trichopsis pumilus - Knurrender Zwerggurami
Dieser ganz kleine Labyrinthfisch wird nur 3-4 cm groß, was ihn definitiv zu einem Nanofisch macht. Als Gruppenfisch wird er im Schwarm gehalten. Die Zucht ist im Artbecken nicht schwierig. In der Brutzeit sehr territorial. Eine Vergesellschaftung mit Garnelen funktioniert nur sehr eingeschränkt. Amanogarnelen zum Beispiel sind geeignet. Wasserwerte: GH 6-18, KH 0-10, pH 5,5-6,5, Temperatur 25-29 °C.

Kampffisch (Betta splendens)

Ein echter Nanofisch, also ein Fisch, der sich für die Haltung im Nanoaquarium von 20-50 Litern Inhalt uneingeschränkt empfiehlt, ist trotz seiner Größe der Kampffisch Betta splendens. Besonders die langflossigen Zuchtformen sind keine guten und schon gar keine lebhaften Schwimmer. Kampffische sind innerartlich sehr aggressiv und sollten daher am besten in Einzelhaltung gehalten werden. Stress wirkt bei Bettas lebensverkürzend. Einen einzelnen Betta splendens kann man perfekt in einem kleinen, sehr gut bepflanzten Aquarium wie zum Beispiel einem Dennerle Cube von 30 l Fassungsvermögen halten. Kampffische sind Labyrinthfische und brauchen stets freien Zugang zur Wasseroberfläche, auch wenn sie eine Abschattung durch Schwimmpflanzen sehr gerne mögen. Da sie springen, sollte das Aquarium gut abgedeckt sein. Kampffische kommen aus Thailand und Kambodscha in Südostasien. Sie können etwa 3 Jahre alt werden. Betta splendens sind Jäger. Die Vergesellschaftung mit Garnelen kann gut gehen, es kommt jedoch stark auf den Charakter des Fisches an - manche Kampffische jagen intensiv und in solchen Aquarien überlebt dann auf Dauer keine Garnele. Kampffische sind Fleischfresser und sollten nicht mit normalem Flockenfutter gefüttert werden. Spezielles Futter für fleischfressende Kampffische, Lebendfutter oder Frostfutter sind hier definitiv die bessere Wahl. Betta splendens bevorzugen eine schwache Strömung, weiches bis hartes Wasser und sie brauchen eine Temperatur von 22-26 °C.

Kärpflinge

Einige Kärpflinge sind ebenfalls keine Langstreckenschwimmer, sondern recht standorttreu und damit ebenfalls für die Haltung in kleineren Aquarien geeignet. Sie kommen üblicherweise aus verkrauteten Gewässern. Viele Kärpflinge sind Gruppenfische und möchten daher auch im Aquarium mindestens die Gesellschaft von 10 Artgenossen. Die meisten Kärpflinge sind Allesfresser und freuen sich neben feinem Flockenfutter auch über kleine Lebendfuttertiere oder Frostfutter, das sie mit ihrem kleinen Mäulchen bewältigen können. Auch lebend gebärende Zahnkarpfen gehören zu den Kärpflingen - bei ihnen ist die Nachzucht im Aquarium dann besonders einfach. In der Folge stellen wir Arten vor, die aufgrund ihrer Standorttreue gut in kleinere Aquarien passen.

Heterandria formosa - Zwergkärpfling

Aus dem Süden der USA. 2-3,5 cm groß, passt sehr gut in kleinere gut bepflanzte Aquarien ab 25 l. Standorttreu. Lebendgebärend, Nachzucht einfach. Kann eventuell sehr kleine Garnelenbabys fressen. Wasserwerte: GH 10-20, KH 5-15, pH 7-8, Temperatur 13-22 °C.

Neoheterandria elegans - Teddykärpfling

Aus Kolumbien / Südamerika. Nur 2,5 cm groß, ruhiger, standorttreuer Fisch, gut für kleine bepflanzte Aquarien ab 25-30 l. Lebendgebärend, Nachzucht einfach. Am besten im Artbecken oder mit Garnelen wie Neocaridina. Wasserwerte: GH 5-15, KH 3-12, pH 6,5-7,5, Temperatur 23-27 °C.

Poecilia wingei - Endlers Guppy (Shop)

Aus Südamerika. Die männlichen Endler werden nur ca. 2,5 cm lang, die Weibchen etwa 4 cm. Vermehrt sich ausgesprochen gut, lebend gebärend. Geht an Junggarnelen, deshalb nur zu sich gut vermehrenden Arten wie Neocaridina davidi und Verwandtschaft. Durchsetzungsfähiger kleiner Fisch, der sich gut vergesellschaften lässt. Wasserwerte: GH 10 bis 25, KH 5-20, pH 7 bis 8,5, Temperatur 22 bis 28 °C.

 

 

 

 

 

 

 

Ährenfischartige


Die Ährenfischartigen gehören zu den Knochenfischen und bleiben meist recht klein. Einige Arten sind sehr bunt und schön anzusehen. Sie lassen sich im Aquarium gut halten, und einige von ihnen zählen zu den Nanofischen. Die Ährenfischartigen leben überwiegend in den Subtropen und in den Tropen im Süßwasser. Sie sind Gruppenfische und sollten daher nicht alleine gehalten werden. Als Allesfresser freuen sie sich jedoch hin und wieder über feines Lebendfutter.

Pseudomugil gertrudae - Geflecktes Blauauge


Aus Indonesien. Bis 3 cm groß, lebhafter, "flatterhafter" Fisch, sehr friedlich - der Schmetterling unter den Aquarienfischen. Schwarmfisch. Sehr kleines Maul, sehr gut mit Zwerggarnelen zu vergesellschaften, stellt ihnen in der Regel nicht nach. Eierleger, Nachzucht nicht ganz einfach. Wasserwerte: GH 2-20, KH 0-6, pH 6-7, Temperatur 24-27 °C.

Bärblinge

Auch die Bärblinge gehören in die weitläufige Verwandtschaft der Karpfenfische. Viele Bärblinge bleiben sehr klein, sie werden daher oft als Nanofische verkauft. Klassischerweise handelt es sich um Gruppenfische, die sich vor allem in Stresssituationen zu einem Schwarm zusammenfinden. Man sollte sie grundsätzlich in einer Gruppe ab ca. 10 Fische halten. Besonders schön sehen diese tollen kleinen, meist recht lebhaften Aquarienfische in einem größeren Schwarm in einem entsprechend großen Aquarium aus. Unter 50-60 cm Kantenlänge sollte man hier nicht gehen. Die meisten Bärblinge sind Allesfresser mit einem leichten Schwerpunkt auf tierischer Kost, sie sind neben herkömmlichem Flockenfutter oder Granulatfuter entsprechender Größe extrem dankbar für Lebendfutter und auch für kleines Frostfutter. Bei sehr kleinen Arten muss natürlich auch das Futter entsprechend fein sein.
Bärblinge sind - mit wenigen Ausnahmen - nicht ganz so einfach nachzuziehen, weil die meisten Arten für die Vermehrung sehr weiches, sauberes und relativ saures Wasser mit einem hohem Huminstoffgehalt benötigen und weil die erwachsenen Fische Laich - auch den eigenen - ziemlich lecker finden. Für die Nachzucht dieser Nanofische benötigt man deshalb ein gesondertes Aufzuchtbecken.

Boraras brigittae - Moskitorasbora (Shop)

Von der Insel Borneo in Südostasien. Intensiv rot gefärbter Minifisch mit nur 2-3 cm Körperlänge, passt gut in kleine und dennoch lange Aquarien. Wuselig und gesellig. Aus Weichwasserbiotopen, daher optimal als Gesellschaft für Zwerggarnelen wie Bienengarnelen und Co., die ebenfalls Weichwasser brauchen. Garnelenbabys passen nicht ins winzige Mäulchen. Vergesellschaftung mit anderen Minifischen möglich, Nachzucht schwierig. Wasserwerte: GH 3 bis 10, KH 0 bis 6, pH 6 bis 7, Temperatur 24 bis 28 °C.

Boraras maculatus - Zwergbärbling (Shop)

Kommt von der Insel Sumatra in Südostasien. Wird nur ca. 2-3 cm groß und eignet sich damit gut für kleine Becken, zeigt sein spielfreudiges Verhalten aber gerne auf längeren Strecken und sollte daher nicht in Aquarien unter 60 cm Kantenlänge gehalten werden. Braucht weiches Wasser, passt gut zu Bienengarnelen und anderen Weichwassergarnelen. Aufgrund seiner geringen Größe ungefährlich für Garnelenbabys. Vergesellschaftung mit anderen sehr kleinen Fischen möglich. Nachzucht schwierig. Wasserwerte: GH 3 bis 10, KH 0 bis 6, pH 6 bis 7, Temperatur 24 bis 28 °C.

Boraras merah - Goldfleck-Zwergbärbling (Shop)

Von der südostasiatischen Insel Borneo. Wird ebenfalls nur 2-3 cm groß und passt sehr gut in kleinere Aquarien. Ebenfalls in Weichwasser zu halten, bestens geeignet für die Vergesellschaftung mit Garnelen aus Weichwasserhabitaten und mit anderen Fischen vergleichbarer Größe, frisst keine Garnelenbabys. Nachzucht schwierig. Wasserwerte: GH 3 bis 10, KH 0 bis 6, pH 6 bis 7, Temperatur 24 bis 28 °C.

Boraras naevus - Erdbeer Zwergbärbling (Shop)

Aus Weichwasserhabitaten in Thailand / Südostasien. Lebhaft und schwimmfreudig, daher nur in Aquarien ab 60 cm. Mit 1,5-2,5 cm wirklich sehr klein, daher optimal mit Weichwassergarnelen wie Bienengarnelen oder Taiwangarnelen oder mit anderen sehr kleinen Fischen. Nachzucht schwierig. Wasserwerte: GH 3 bis 10, KH 0 bis 5, pH 5 bis 7,5, Temperatur 22 bis 26 °C

Boraras urophthalmoides - Schwanzstreifenrasbora (Shop)

Aus Südostasien. Wird nur ca. 2,5 cm groß und braucht Weichwasser, passt daher sehr gut zu Bienengarnelen und anderen Weichwassergarnelen. Frisst keinen Garnelennachwuchs. Gut mit anderen klein bleibenden Fischen zu vergesellschaften. Nachzucht schwierig. Wasserwerte: GH 3 bis 10, KH 0 bis 5, pH 5 bis 7,5, Temperatur 22 bis 26 °C.

Danio erythromicron - Quergestreifter Zwergbärbling (Shop)

Aus Burma. Wird bis 3 cm lang, braucht eher härteres Wasser und lässt sich im Aquarium (wenn auch in kleinen Stückzahlen) nachziehen. Gut mit sich ordentlich vermehrenden Garnelen wie Neocaridina, frisst eventuell Garnelennachwuchs. Allesfresser, freut sich über kleines Lebendfutter bis ca. zur Größe einer Schwarzen Mückenlarve. Gruppenfisch. Wasserwerte: GH 5 bis 20, KH 3 bis 18, pH 7 bis 8, Temperatur 18 bis 25 °C

Danio margaritatus - Perlhuhnbärbling (Shop)

Aus Burma. Von Größe, Vermehrung und den Ansprüchen her vergleichbar mit dem Quergestreiften Zwergbärbling, hin und wieder etwas scheuer. Wasserwerte: GH 5 bis 20, KH 3 bis 18, pH 7 bis 8, Temperatur 18 bis 25 °C

Tanichthys albonubes - Kardinalfisch / Schleier-Kardinalfisch

Der Kardinalfisch ist ein klein bleibender Bärbling aus Südostasien. Der Schwarmfisch ist eher für kühles Wasser geeignet und passt gut in Garnelenbecken, wobei Junggarnelen eventuell gefressen werden. Vom Kardinalfisch gibt es auch eine Schleierform mit großen Flossen. Zucht im Artbecken relativ einfach. Wasserwerte: GH 2-20, KH 2-15, pH 6-7,5, Temperatur 18-22 °C.

Trigonostigma espei - Espes Keilfleckbärbling (Shop)

Aus Thailand und Kambodscha (Südostasien). Wird maximal 3 cm groß und braucht einen Schwarm. Nachzucht aufwändig. Gut zu Garnelen aus Weichwasserbiotopen oder mit anderen kleinen Fischen. Allesfresser, frisst gerne kleines Lebendfutter oder Frostfutter. Für Aquarien ab 60 cm. Wasserwerte: GH 3 bis 15, KH 0 bis 10, pH 6 bis 7,5, Temperatur 22 bis 28 °C.

Barben

Die Barben aus der Gattung Puntius sind gesellige Süßwasserfische aus Südostasien. Sie gehören zu den Karpfenfischen. Es handelt sich hier um Allesfresser, die neben kleinen Wirbellosen auch je nach Art weiche Pflanzen, Algen und Pflanzenreste fressen. Mit Garnelen oder Zwergkrebsen sollte man sie daher nur eingeschränkt vergesellschaften, junge Garnelen und frisch geschlüpfte Krebse werden gefressen. Die Zucht ist im Aquarium möglich, allerdings ist ein Zuchtbecken von Vorteil. Sehr weiches Wasser und gute vorherige Konditionierung des Zuchtpaars mit Lebendfutter ist zur erfolgreichen Zucht von Barben Pflicht.

Puntius titteya - Bitterlingsbarbe

Leuchtend roter Schwarmfisch aus Sri Lanka. Geht in der Regel nicht an Pflanzen. Vergesellschaftung mit Zwergkrebsen unproblematisch, vor allem kleine, frisch geschlüpfte Garnelen können gefressen werden. Schon seit den dreißiger Jahren des letzten Jahrtausends in der Aquaristik vertreten. Wasserwerte: GH 2-20, KH 6-15, pH 6,5-7, Temperatur 24-27 °C.

 

Aufwuchs fressende Welse

Bei den Aufwuchs raspelnden, Algen fressenden Welsen gibt es nicht viele klein bleibende Arten, die in Aquarien bis 54 Liter passen. Oft gibt es in kleinen Becken nicht genügend Algenbeläge, man sollte hier gut auf die Tiere achten und gegebenenfalls zufüttern. Manche Aufwuchs fressenden Welse nehmen gern ab und zu etwas Frostfutter an, obwohl sie eigentlich zu den Pflanzenfressern gezählt werden. Ganz wichtig sind bei diesen Welsen Holzwurzeln zum Abraspeln; sie brauchen die Ballaststoffe für eine gut funktionierende Verdauung.

Otocinclus sp. - Ohrgitterharnischwels (Shop)

Aus Südamerika. 2-3 cm groß werdender Gruppenfisch, mit mindestens 5-10 Artgenossen. Passt gut zu Garnelen und zu friedlichen kleinen Aquarienfischen. Zucht im Aquarium nahezu nicht möglich. Aufwuchsfresser, gegebenenfalls muss mit Welstabs oder mit überbrühtem Gemüse zugefüttert werden. Wasserwerte: GH 2 bis 18, KH 3 bis 16, pH 6 bis 8, Temperatur 20 bis 28 °C.

Carnivore Welse

Panzerwelse fressen so gut wie keinen Aufwuchs, hier handelt es sich um überwiegende Fleischfresser. Dies sollte bei der Ernährung berücksichtigt werden! Dennoch sind gerade die kleinen Panzerwelsarten für Garnelen nicht gefährlich, sie fressen eher Würmer und Insektenlarven. Panzerwelse sind Darmatmer und brauchen freien Zugang zur Wasseroberfläche. Die Nachzucht dieser Eierleger im Aquarium ist möglich und gilt als verhältnismäßig einfach.

Corydoras hastatus - Sichelfleck-Panzerwels

Aus dem Amazonasgebiet in Südamerika. Wird bis ca. 3,5 cm groß und mag größere Gruppen. Kein reiner Bodenbewohner. Passt gut in ein Garnelenaquarium und auch zu anderen kleinen Fischen. Zucht im Aquarium relativ einfach möglich. Wasserwerte: GH 3 bis 15, KH 0 bis 12, pH 6 bis 7,5, Temperatur 23 bis 26 °C.

Corydoras pygmaeus - Zwergpanzerwels (Shop)

Aus dem Amazonasgebiet (Südamerika). Vom Verhalten und von der Haltung ähnlich wie Corydoras hastatus, bleibt aber mit ca. 3 cm etwas kleiner.

 

Corydoras panda - Panda-Panzerwels

Aus Südamerika. Bis 5 cm langer friedlicher Schwarmfisch, jagt Garnelen nicht aktiv und lässt sich gut mit ihnen vergesellschaften, ebenso mit anderen friedlichen Fischen, ideal fürs Gesellschaftsaquarium. Eher bodenorientiert. Einfach nachzuziehen. Wasserwerte: GH 2 bis 20, KH 2 bis 10, pH 6 bis 7,8, Temperatur 22 bis 26 °C.

Salmler

Salmler kommen typischerweise meist aus Südamerika. Die lebhaften Gruppenfische (eine Schwarmstärke von mindestens 10 Exemplaren wird empfohlen) sind in etwas längeren Aquarien gut aufgehoben. Viele Salmler mögen es nicht sehr hell und sind für Schwimmpflanzen sowie für eine dichte Randbepflanzung und dennoch etwas Schwimmraum dankbar. Die Nachzucht im Aquarium ist schwierig - die erwachsenen Fische sind Laichräuber und vergreifen sich auch am Nachwuchs, zudem brauchen viele Salmler für die Zucht sehr weiches und leicht saures Wasser sowie ein recht dunkles Aquarium. Salmler sind Allesfresser, die neben Frost- und Lebendfutter auch gerne mal an Algen oder Gemüse knabbern. Flockenfutter für omnivore Zierfische ist hier eine gute Ergänzung der Nahrung. Zur Vergesellschaftung mit Garnelen eignen sich Salmler nur eingeschränkt, sie fressen Garnelen, die klein genug sind, um in ihr Maul zu passen. Hier sollte man sich sehr gut vermehrenden Arten der Gattung Neocaridina oder Sulawesi-Inlandsgarnelen oder groß werdenden Garnelen wie Amanogarnelen den Vorzug geben. Die schnellen Salmler können auch mit friedlichen Zwergkrebsen zusammenleben. Die meisten Salmler sind optimale Fische für ein klassisches Gesellschaftsaquarium.

Aphyocharax anisitsi - Rotflossensalmler


Aus Südamerika. Bis 5 cm langer lebhafter, robuster und schwimmfreudiger Fisch, Schwarmfisch. Ab 100 Liter. Allesfresser, gut mit Zwergkrebsen oder robusten Zwerggarnelen zu vergesellschaften, Jungtiere werden eventuell gefressen. Freilaicher, Nachzucht relativ einfach. Wasserwerte: GH 5-25, KH 3-10, pH 6-7,5, Temperatur 20-28 °C.

Hemigrammus bleheri - Rotkopfsalmler (Shop)

Aus Südamerika. Mit bis zu 5 cm Körperlänge gerade noch ein Nanofisch, jedoch aufgrund seiner Schwimmfreude und Lebhaftigkeit erst ab 80 cm Kantenlänge empfohlen. Nachzucht schwierig, Wasserwerte: GH 2 bis 8, KH 0 bis 7, pH 6 bis 7, Temperatur 25 bis 28 °C.

Hemigrammus erythrozonus - Glühlichtsalmler (Shop)

Aus Südamerika. Lange Tradition in der Aquaristik. 3,5-4,5 cm großer Allesfresser. Gut für Aquarien ab 60 cm Kantenlänge. Nachzucht aufwändig. Wasserwerte: GH 2 bis 10, KH 0 bis 10, pH 5 bis 7, Temperatur 23 bis 28 °C.

 

Hyphessobrycon amandae - Funkensalmler

Ein ganz alter Bekannter in der Aquaristik ist der kleine Funkensalmler aus Südamerika mit seinen nur 1,5-2,5 cm Körperlänge. Sehr verträglicher und friedlicher Schwarmfisch, gut auch mit Zwergkrebsen und Garnelen haltbar, von der Zucht her eher anspruchsvoll, dazu braucht es sehr weiches, recht saures Wasser. Wasserwerte: GH 2-10, GH 0-3, pH 4,5-6,5, Temperatur 24-28 °C.

Hyphessobrycon amapaensis - Amapa Glühlichtsalmler

Toll gezeichneter, mit 2,5-3,5 cm Köperlänge klein bleibender südamerikanischer Salmler. Sozialer Gruppenfisch, recht verträglich. Mit Zwerggarnelen und Zwergkrebsen möglich, sehr kleiner Nachwuchs wird vermutlich gefressen. Nachzucht möglich, nicht sonderlich schwierig. Wasserwerte: GH 0-14, KH 0-10, pH 5-7, Temperatur 23-28 °C.
 

Hyphessobrycon serpae - Blutsalmler, Serpasalmler (Shop)

Aus Südamerika. Recht robuster und durchsetzungskräftiger Schwarmfisch, passt gut ins Gesellschaftsbecken. Eventuell Flossenbeißer bei falscher Fütterung. Zu enge Haltung führt zu Kämpfen im Schwarm, das Aquarium braucht mindestens 120 cm Kantenlänge. Nachzucht relativ einfach. Wasserwerte: GH 8 bis 15, KH 0 bis 7, pH 5,5 bis 7,5, Temperatur 23 bis 28 °C

 

Hyphessobrycon flammeus - Roter von Rio (Shop)

Aus Brasilien / Südamerika. Gruppenfisch, wird 3-4 cm lang, sehr hochrückig, wirkt größer. Gut fürs klassische Gesellschaftsaquarium geeignet, Nachzucht deutlich einfacher als bei anderen Salmlern. Wasserwerte: GH 5 bis 15, KH 3 bis 5, pH 6,8 bis 7,5, Temperatur 22 bis 24 °C

Hyphessobrycon herbertaxelrodi - Schwarzer Neon (Shop)

Aus Südamerika. Bis 5 cm lang, mag weiches Wasser. Andere Gattung als der Rote Neon oder der Neonsalmler, also nicht näher verwandt. Wasserwerte: GH 5 bis 15, KH 0 bis10, pH 6 bis 7,5, Temperatur 24 bis 28 °C

Hyphessobrycon pulchripinnis - Zitronensalmler, Schönflossensalmler (Shop)

Aus Südamerika. Quirliger, lebhafter 4-5 cm lang werdender Schwarmfisch aus Weichwasserhabitaten. Nachzucht schwierig. Wasserwerte: GH 3 bis 8, KH 0 bis 3, pH 5,5 bis 6,8, Temperatur 24 bis 27 °C.

Hyphessobrycon megalopterus - Schwarzer Phantomsalmler


Aus Südamerika. Bis 4,5 cm langer hochrückiger Salmler. Friedlicher und nicht ganz so stark schwimmfreudiger Fisch, Schwarmfisch. Allesfresser, gut mit Zwergkrebsen oder robusten Zwerggarnelen zu vergesellschaften, Jungtiere können gefressen werden. Salmlertypischer Freilaicher, Nachzucht in saurem Weichwasser möglich. Wasserwerte: GH 2-15, KH 0-6, pH 6-7,5, Temperatur 22-29 °C.

Inpaichthys kerri "Super Blue" - Blauer Königssalmler (Shop)

Aus Südamerika. 3-5 cm lang, Schwarmfisch. Wegen seiner Schwimmfreudigkeit erst ab 80 cm Kantenlänge. Schwierige Nachzucht. Super zu anderen friedlichen und eher zurückhaltenden Aquarienfischen. Für Weichwasser. Wasserwerte: GH 3 bis 15, KH 0 bis 12, pH 5,5 bis 7, Temperatur 24 bis 27 °C.

Nannostomus marginatus - Zwergziersalmler (Shop)

Aus Südamerika. Eher ruhiger kleiner Weichwasserfisch mit 3,5-4 cm Körpergröße. Schwarmfisch. Ab 54 Litern möglich, auch in Fischgesellschaft. Zucht relativ schwierig. Wasserwerte: GH 3 bis 15, KH 0 bis 10, pH 5 bis 7,5, Temperatur 22 bis 30 °C

Nematobrycon palmeri - Kaisersalmler (Shop)

Aus Kolumbien / Südamerika. Wunderschöne Farben und Formen, 4-5 cm Körpergröße. Friedlicher ruhiger Schwarmfisch, optimal fürs Gesellschaftsaquarium ab 54 Litern. Gut nachzüchtbar. Wasserwerte: GH 2 bis 10, KH 0 bis 10, pH 5 bis 7, Temperatur 23 bis 27 °C.

Paracheirodon axelrodi - Roter Neon (Shop)

Klassiker aus Südamerika und mit 3-5 cm gerade so noch ein Nanofisch. Braucht einen Schwarm Artgenossen, ab 10 Exemplaren. Sehr schwimmfreudig, daher nur ab 60, besser ab 80 cm Aquarienlänge. Die Nachzucht ist machbar, aber kompliziert. Wasserwerte (Haltung): GH 3 bis 10, KH 0 bis 5, pH 5 bis 7,5, Temperatur 22 bis 30 °C

Paracheirodon innesi - Neonsalmler gold

Diese goldfarbene Zuchtform des sonst eher silbrigen Neonsalmlers aus den südamerikanischen Tropen ist ein klein bliebender Schwarmfisch mit einer Körperlänge von nur ca. 3,5-4 cm. Zucht eher schwierig. Vergesellschaftung mit robusten Zwerggarnelen möglich, Nachwuchs wird eventuell gefressen. Wasserwerte: GH 2-20, KH 0-8, pH 5-7,5, Temperatur 20-27 °C.

 

Paracheirodon simulans - Blauer Neon (Shop)

Aus den südamerikanischen Tropen, Weichwasserfisch. 3-3,5 cm langer Gruppenfisch, Schwarm ab 10 Tieren. Ab 60 cm Kantenlänge. Die Nachzucht gilt als sehr kompliziert. Wasserwerte: GH 3 bis 10, KH 0 bis 5, pH 5 bis 7,5, Temperatur 22 bis 30 °C.

Pristella maxillaris - Sternflecksalmler

Aus Südamerika, Aquarienfisch mit langer Tradition in der Aquaristik. Bis 4,5 cm lang werdender schön gezeichneter Salmler. Friedlicher schwimmfreudiger Fisch, Schwarmfisch. Ab 100 Liter. Allesfresser, gut mit Zwergkrebsen oder robusten Zwerggarnelen zu vergesellschaften, Jungtiere können gefressen werden. Salmlertypischer Freilaicher, Nachzucht in Weichwasser mit einem sauren bis neutralen pH-Wert. Wasserwerte: GH 5-20, KH 3-10, pH 6-7,5, Temperatur 24-28 °C.


Grundeln

Die wenigsten Grundeln bleiben so klein, dass man sie in kleinen Aquarien halten kann. Grundeln sind relativ territorial, möchten jedoch die Anwesenheit von Artgenossen und sollten nicht alleine gehalten werden. Sie sind Fleischfresser und dürfen nicht mit herkömmlichem Flockenfutter gefüttert werden. Frostfutter und Lebendfutter sind hier definitiv die beste Wahl. Aufgrund der breiten Mäuler sind auch vor kleineren Grundelarten Garnelen bis zu einer erstaunlichen Größe nicht sicher, sie sollten daher nur mit größeren Garnelen oder mit sich gut vermehrenden Arten wie Neocaridina gehalten werden. Grundeln betreiben Brutpflege, dennoch sind nicht alle Arten einfach nachzuziehen. Mit Krebsen sollten Grundeln nicht zusammen gehalten werden, da sie denselben Aquarienbereich besetzen und den harten Krebsscheren mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert wären.

Brachygobius xanthozona - Goldringelgrundel (Shop)

Aus China. Wird 3-5 cm groß und mag gerne hartes Wasser. Reiner Fleischfresser. Ab 60 cm Kantenlänge. Für eher hartes Wasser. Vergesellschaftung mit anderen Fischen in den oberen Wasserschichten kann funktionieren, mit Garnelen eingeschränkt kompatibel. Wasserwerte: GH 8-30, KH 3 bis 25, pH 7-8,5, Temperatur 26 bis 30 °C

 

Kugelfische

Kugelfische sind im Süßwasser, Brackwasser und Meerwasser verbreitet. Ihnen allen gemein ist die lustige, sehr rundliche Form und die auffällig großen Augen. Bei Gefahr können sie sich aufblasen und sehen dann sehr beeindruckend aus. Da das Aufblasen für die Fische aber sehr stressig ist, sollte man sie niemals dazu provozieren. Kugelfische haben besondere Zähne, die zu zwei Zahnleisten im Oberkiefen und zwei Zahnleisten im Unterkiefer verwachsen sind. Diese Zähne wachsen ständig nach und dienen zum Knacken der Nahrung - Schnecken und Muscheln. Auf hartschalige Nahrung  sind sie angewiesen - sie fressen zwar auch weiche Kost wie Mückenlarven, aber auf Dauer werden dann ihre Zähne zu lang und sie verhungern. Auch Zwerggarnelen und Krebse gehören neben Schnecken und Muscheln zu ihrer Beute, eine Vergesellschaftung sollte daher nicht erfolgen. Kugelfische sind außergewöhnlich wendig und manövrierfähig und können rückwärts so gut schwimmen wie vorwärts. Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf genau, ob Sie einen Art vor sich haben, die im Süßwasser klarkommt. Brackwasser-Kugelfische werden im Süßwasser leider nicht alt.

Carinotetraodon travanocoricus - Erbsenkugelfisch

Der Erbsenkugelfisch ist ein niedlicher Winzling, der als Schneckenfresser in der Aquaristik wirklich beliebt ist. Mit nur 2-3 cm und mit ihren wirklich großen Augen ist die kugelige kleine Erbse im Aquarium ein sehr nett anzusehender Fisch. Haltung in der Gruppe von mindestens 6 Tiere, gerne im Artbecken. Flossenzupfer, nicht zu ruhigen Fischen, nicht zu Garnelen und nicht zu Zwergkrebsen. Nachzucht möglich. Nicht an Trockenfutter zu gewöhnen, Futterspezialist! Braucht zwingend lebende Schnecken. Wasserwerte: GH 5-20, KH 8-15, pH 7,2-8,5, Temperatur 24-27 °C.

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